Kann ein Wolfskind homosexuell sein?

... komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Da Homosexualität genetisch veranlagt ist, kannst du auch, wenn du in einem Wolfsrudel aufwächst Homosexuell sein. By the Way, bei vielen Tierarten wurde schon Homosexualität beobachtet, mit Sicherheit auch bei Wölfen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich persönlich denke nicht, dass ein Wolfskind hetero- oder homosexuell sein wird. Es wird bisexuell sein, wie alle Menschen von Natur aus bisexuell sind.

Wir müssen uns immer eines klar machen: Dass die überragende Mehrheit der Menschen sich nicht als bisexuell identifiziert, obwohl sie es von Natur aus wäre, liegt an der monosexuellen Norm unserer Gesellschaft. 

Hier ein sehr guter Artikel des Sexualwissenschaftlers Gunter Schmidt zu dem Thema: http://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/24753/ssoar-soziprobleme-1996-1-schmidt-gibt_es_heterosexualitat.pdf?sequence=1

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich bin der Ansicht, die eigene sexuelle Orientierung ist nichts, was man sich bewusst auswählt. Das ist auch gar kein Problem, sondern ganz natürlich.

Es sind erst die jeweilige Gesellschaft und das soziale Umfeld, die aus einer natürlichen Veranlagung ein künstliches Problem machen.

Eigentlich ist Sexualität nichts, was diskutiert werden muss, sondern lediglich der verantwortungsbewusste Umgang sollte vermittelt werden.

Welche Sexualität ausgelebt wird - Hetero/Homo/Bi/Trans/Fetisch/BDSM/usw. ist dabei völlig egal, so lange man verantwortungsbewusst handelt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von SchakKlusoh
08.01.2016, 23:25

Transgender ist keine sexuelle Orientierung, sondern (falsche) Anatomie. Die Amerikaner haben da das falsche Wort. Das richtige Wort ist Transsexuell. Wir Deutschen haben recht!

0

Sexualität ist ein Instinkt, muss also nicht gelernt werden. Bei sexueller Anziehungskraft spielen neben optischen auch olfaktorische Reize eine Rolle. Da diese bei den meisten Menschen ziemlich verkümmert sind, nehmen wir diesen Aspekt kaum wahr und wissen manchmal gar nicht wo gewisse Gefühle herkommen.

Als Gegenbeispiel kannst du bringen, dass angenommen du hast zwei Tiere, die in Gefangenschaft aufgewachsen sind und nie ein anderes Tier gesehen haben, sie sich trotzdem paaren werden wenn sie in der Paarungszeit mit einem Artgenossen des jeweils anderen Geschlechts in Kontakt kommen. 

Dieses Experiment könnte man auch recht schnell mit z.B. Mäusen nachvollziehen, die haben immer Paarungzeit.

Es ist zwar sehr gut möglich das bei menschlichen Wolfskindern eine sexuelle Gleichgültigkeit auftritt, aber diese sagt nichts über die sexuelle Ausrichtung aus. Man könnte, seiner Theorie folgend dann auch fragen, warum das menschliche Wolfskind nicht versucht sich mit Wölfen zu paaren?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Meine Meinung war auch immer, die Sexualität sei angeboren und ich bleibe jetzt auch mal dabei. Im Tierreich kommt Homosexualität ja durchaus auch vor, soweit ich weiß, was keinen evolutionären Vorteil verschafft (eher im Gegenteil, weil ja das Individuum seine Gene nicht weitergibt) und somit keine bewusste Entscheidung sein kann!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von SchakKlusoh
08.01.2016, 23:30

Meine Meinung war auch immer, die Sexualität sei angeboren und ich bleibe jetzt auch mal dabei.

Ich habe Deine Meinung widerlegt.

weil ja das Individuum seine Gene nicht weitergibt

Wieviele Beispiele soll ich nennen, wo sich homosexuelle Menschen fortgepflanzt haben? Notfalls über Leihmütter.

was keinen evolutionären Vorteil verschafft

Kann es doch. Soziale Kompetenz kann ein Vorteil sein. Make Love (mit allen) Not War.

1

Der Mensch hat seine Sexualität angeboren, egal ob er bei Wölfen aufwuchs. Die Gene sind trotzdessen die eines Menschen, und er ist noch immer ein Mensch, auch ohne Kontakt zu ihnen. Ein Hund, wächst bei Menschen auf, manchmal ohne Kontakt zu anderen Hunden, bis er ein paar Jahre alt ist. Trotzdem zeigt der Hund interesse an einer Hündin, wenn er diese trifft.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von SchakKlusoh
08.01.2016, 23:25

Ich habe diese Meinung widerlegt.

0

Wir wissen es nicht.
Es gibt für keine der beiden Meinungen einen Beweis. Das gilt nicht nur für Sexualität. Auch bei Intelligenz, Eßgewohnheiten usw. streitet man sich, ob es angeboren oder durch die Umwelt entstanden ist.

Vielleicht gibt es ja kein Entweder/Oder, vielleicht gibt es ja manche Menschen, die nicht anders können und welche, die aussuchen können und eine Gaußsche Normalverteilung dazwischen. In der Natur gibt es selten ja/nein.

Gegen "angeboren" spricht:

  • Männer, die mehrere ältere Brüder haben, sind öfter homosexuell
  • Menschen können ihre sexuelle Präferenz in Extremsituationen (Gefängnis, Krieg, Isolation etc.) ändern
  • Menschen können ihre sexuelle Vorliebe aus Überzeugung ändern ( Feministinnen = Bewegungslesben / siehe http://www.homowiki.de/Bindestrich-Lesbe)
  • usw.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Garlond
08.01.2016, 23:45

Ich denke auch, dass wir es nicht wissen und dass es auch keinen Grund gibt es in Erfahrung zu bringen.

Allerdings sehe ich deine Beispiele eher als Indiez dafür das Homosexualität angeboren ist.

- zu den Männern mit mehreren Geschwistern gab es mal eine Studie, die in etwa besagte, dass Frauen, die schon viele Kinder bekommen haben mit steigender Wahrscheinlichkeit homosexuellen Nachwuchs auf die Welt bringen. Hier wurde aber ein von der Natur eingebauter Mechanismus untersucht, der gegebenenfalls in der Lage sei eine Überpopulation zu verhindern. Dazu gab es sogar zwei Studien, aber die Ergebnisse konnten wohl nicht belegt werden.

- Menschen die Ihre Sexualität in Extremsituationen auf das gleiche Geschlecht richten, sind nicht zwangsweise Homosexuell. Hier wäre dann auch zwischen sexueller Orientierung und sexueller Präferenz zu unterscheiden. Die Orientierung ist vorgegeben, die Präferenz sucht man sich (im gewissen Rahmen) aus. Eigentlich ist das weder ein Pro- noch ein Contrapunkt.

- Der Link in deinem dritten Punkt liefert absolut keinen Nachweis dafür, dass schon mal irgendjemand aus Überzeugung seine sexeulle Präferenz geändert hätte. Und schon gar nicht aus eigener Überzeugung. Homoheiler und gesellschaftlichen Druck würde ich hier nicht gelten lassen.

2

Sexualität ist angeboren. Es ist bewiesen, dass sich das im Mutterleib entscheidet. Wenn die Mutter zu einem bestimmten Zeitpunkt während das Kind im Bauch ist, Stress hat, kann eine Phase der Entwicklung ausfallen, die dafür zuständig ist, dass ein für die "normale" Sexualität wichtig ist, ins Gehirn kommt. Folge: Trans-oder Homosexualität


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von SchakKlusoh
08.01.2016, 23:21

Kannst Du diese Behauptung belegen? Link bitte.

0
Kommentar von Garlond
08.01.2016, 23:22

Diese These ist aber schon sehr alt und konnte auch noch nicht 100%ig nachgewiesen werden.
Es gibt ja viele Thesen dazu, ich wüsste nicht, dass eine davon als eindeutig richtig anerkannt wurde.

1

Was für ein Schwachsinn würde es danach gehen gäbe es den heutigen Menschen nicht da es nie zur Fortpflanzung gekommen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Man sollte grundsätzlich auf ´soziale Gedankenexperimente´ nichts geben. Die sind alle Quatsch.

Man muß Messungen, Studien und Befragungen machen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?