Ist Sex eine Eheliche Pflicht?

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19 Antworten

Ich kenne einen Fall bei dem sich ein Mann von seiner aktuellen Frau scheiden lassen wollte ihr aber natürlich nichts von seinem Geld abgeben wollte. Deshalb strebte er eine Annulierung der Ehe an. Er begründete damit, dass die Frau ihm keinen blasen wollte, er das aber aus seinen früheren Beziehungen so gewohnt sei, er deshalb keine sexuelle Befriedigung in der Ehe hätte und, da er das vorher nicht wusste, nun die Anulierung will. Seine drei letzten Freundinnen marschierten auf und erzählten, dass es für sie normal gewäsen sei bei ihm sowas zu machen. Der Mann bekam Recht.

pflicht nicht, aber unter normalen umständen sollte man ihn doch wollen, sonst bräuchte man ja keinen freund/freundinn. Und natürlich kann mangelndes sexleben für den Partner ein Grund sein sich scheiden zu lassen. Sex ist nicht das wichtigste aber irgendwie gehört er ja doch zum leben und auch in eine partnerschaft. Es kann aber auch sein das die Partner einfach nur verschiedene vorstellungen vom sex oder der häufigkeit haben. hier hilft es darüber zu reden, auch wenn viele das nicht tun weil es ihnen unangenehm ist. aber manchmal hilft wohl auch das nicht und man kommt nicht auf eine gemeinsame linie, da folgen dann zwangsläufig trennungen

aber zwingen kann man den partner natürlich nicht!

man muss allerdings keinen grund bei scheidung angeben...man muss sie nur einreichen

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Es gibt überhaupt keine "Scheidungsgründe" mehr. Eine Ehe soll geschieden werden, wenn sie gescheitert ist. Wenn das beide Partner so sehen, ist das nach einem Jahr der Fall. Wenn es beide so sehen, ist es nach 3 Jahren der Fall. Es interessiert heutzutage keinen mehr, wer "schuld" ist.

"Wenn es nur einer so sieht" sollte es natürlich heißen^^

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Vor 50 Jahren hatte der Bundesgerichtshof im Rahmen einer Scheidung zu urteilen. Nach dem seit langem außer Kraft getretenen damaligen "Ehegesetz" kam es darauf an, worauf die "Zerrüttung der Ehe" beruhte.

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Der klagende Ehemann trug dazu vor, "die Zerrüttung der Ehe sei aus der Einstellung der Beklagten zum ehelichen Verkehr entstanden. Sie habe ihm erklärt, sie empfinde nichts beim Geschlechtsverkehr und sei imstande, dabei Zeitung zu lesen; er möge sich selber befriedigen. Der eheliche Verkehr sei eine reine Schweinerei. Sie gebe ihm lieber Geld fürs Bordell. Sie wolle auch nicht mit einem dicken Bauch herumlaufen; mit Kindern wüsste sie gar nichts anzufangen. (...) Die Beklagte habe sich beim ehelichen Verkehr entsprechend verhalten." Aus diesem Grunde habe er sich später seiner Angestellten "zugewandt". Zum letzten Verkehr mit seiner Frau sei es elf Jahre vorher gekommen. Die Zerrüttung der Ehe sei damit vor allem seiner Frau zuzuschreiben. Diese stellte sich dagegen auf den Standpunkt, erst das Fremdgehen des Ehemannes habe zur Zerrüttung geführt und bekam zunächst Recht.

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Der Bundesgerichtshof stellte auf die Revision des Ehemannes dagegen eine Verletzung der Pflicht zur ehelichen Lebensgemeinschaft durch die Ehefrau fest. "Die Frau genügt ihren ehelichen Pflichten nicht schon damit, dass sie die Beiwohnung teilnahmslos geschehen lässt. Wenn es ihr infolge ihrer Veranlagung oder aus anderen Gründen (...) versagt bleibt, im ehelichen Verkehr Befriedigung zu finden, so fordert die Ehe von ihr doch eine Gewährung in ehelicher Zuneigung und Opferbereitschaft und verbietet es, Gleichgültigkeit oder Widerwillen zur Schau zu tragen. Denn erfahrungsgemäß vermag sich der Partner, der im ehelichen Verkehr seine natürliche und legitime Befriedigung sucht, auf die Dauer kaum jemals mit der bloßen Triebstillung zu begnügen, ohne davon berührt zu werden, was der andere dabei empfindet. (...) Deshalb muss der Partner, dem es nicht gelingt, Befriedigung im Verkehr zu finden, aber auch nicht, die Gewährung des Beischlafs als ein Opfer zu bejahen, das er den legitimen Wünschen des anderen um der Erhaltung der seelischen Gemeinschaft willen bringt, jedenfalls darauf verzichten, seine persönlichen Gefühle in verletzender Form auszusprechen."

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In den 50er und 60er Jahren war die Welt noch anders...

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Urteil des BGH vom 02.11.1966, Az. IV ZR 239/65

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Quelle:

http://www.finanztip.de/recht/sonstiges/anw24-157.htm

Heute ist das anders:

  1. Niemand darf gegen seinen Willen zum Sex genötigt werden.

  2. Es benötigt keinen Grund, wenn ein Partner sich scheiden lassen möchte.

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Fazit:

Wenn ein Partner sich trennt, weil der andere keinen Sex möchte - ist das nicht zu verhindern.

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OMG. "Die Frau genügt ihren ehelichen Pflichten nicht schon damit, dass sie die Beiwohnung teilnahmslos geschehen lässt." Ich kann mir diese Zeit heute nicht einmal mehr vorstellen. Dabei ist das doch erst 50 Jahre her.

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Für eine Scheidung benötigt man heute keine Grund mehr.

Man muß nur ein Trennungsjahr haben.

Ob man in der Ehe Sex hat ist genaouso wie ob man als lediger Sex hat.

eine Verplichtung dazu gibt es nicht.

vergewaltigung in der Ehe ist deit 1996 auch ein Straftatbestand, vorher gab es diesen nicht.

Ich denke, wenn man in einer Beziehung keinen Sex mehr hat (egal ob das jetzt eine Ehe ist oder nur ne normale Beziehung) löst sich das Problem von ganz alleine: Einer der beiden geht fremd, so oder so. Vielleicht erst nach Jahren, aber er tut es.

Und dann ist es ja meist eh aus?!

DOM PS: Ich sag nur: Drum prüfe, wer sich ewig bindet....

Hab mal gehört das es auch zu den Pflichten gehört. Also das man nicht immer muss aber dennoch manchmal.. Also das es gar nicht geht wenn man über Jahre hinweg keinen sex möchte..

Als es noch das Schuldprinzip im Scheidungsrecht gab, hat der BGH geurteilt, daß dies zweimal die Woche "in liebevoller Zuwendung" stattzufinden habe.

(Keine Angst: Das Schuldprinzip wurde in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts abgeschafft.)

Für mich wäre es ein Scheidungsgrund. Sex gehört in eine Beziehung bzw. Ehe. Mal mehr, mal weniger. Aber Abstinenz in diesem Punkt ist dauerhaft nicht normal.

Ja , etwa in den 60ern hat das BGH geurteilt , das das versagen ehelicher Zuneigung (nett formuliertoder ;-)) zur Zerrütung der Ehe führen kann und somit eine scheidung gerechtfertig ist

Sex gehört zu einer Ehe! Kein Sex in der Ehe ist sehr gefährlich für denjenigen der eigentlich Sex möchte, weil derjenige dann evtl. versucht sein sexuelles Bedürfniss bei jemandem anderen zu stillen. Die Gefahr dass ein Mensch der verheiratet ist, dessen Partner/in aber keinen Sex mehr mit Ihm haben will untreu wird ist also sehr hoch.

Wenn eine/r untreu geworden ist, weil sie/er keinen Sex mehr vom Ehepartner/in bekommen hat ist ein Wunsch nach Scheidung für mich in beiden Fällen durchaus nachvollziehbar. Und um Deine eigentliche Frage aufgrund der dargelegten Dinge abschliessend zu beantworten. Aufgrund meiner Ausführungen meine ich dass Sex grundsätzlich Pflicht ist, Ausnahmen aber möglich sind.

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nein keine pflicht beide müßen wollen sonst strafbar. anmerkung bis in die 1970 sicher jahre war es wirklich pflicht der ehefrau!!

Sex gehört in die Ehe, denn er ist wesentlicher Bestandteil, aber keine zwingende Pflicht. In jeder Ehe wird es Zeiten geben, zum Beispiel räumliche Trennung aus beruflichen Gründen oder Krankheit, in denen vorübergehen verzichtet werden muß.

Heute ist das anders:

  1. Niemand darf gegen seinen Willen zum Sex genötigt werden.

  2. Es benötigt keinen Grund, wenn ein Partner sich scheiden lassen möchte.

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Fazit:

Wenn ein Partner sich trennt, weil der andere keinen Sex möchte - ist das nicht zu verhindern.

Nein, eigentlcih nciht. Dann muss schon ncoh was anderes dahinter stecken!

warum muss da mehr dahinter stecken? was sagt dir das? es gibt genug paare deren trennungsgrund tatsächlich ein schlechtes oder fehlendes sexleben ist. solltest du eigentlich wissen, mit sex kennst du dich ja aus^^

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@mac82

HaHaHa

aber ein nromaler schiedungsgrunf sollte es zumeindest nciht sien..

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In der Bibel wird der "Beischlaf" (Sex) als Vollzug der Ehe angesehen. D.h. vorher ist die Ehe ungültig.

nein, denn es gibt auch die sog. Josefsehe, wo man sich die sexuelle enthaltsamkeit verspricht.

Was... von so einem Quatsch hab ich ja noch nie gehört :)

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wenn mann keinen sex will, dann natürlich nicht!

Wenn du es nicht schriftlich hast,hast du Pech gehabt,wenn der Partner keine Lust hat. Man sollte sich auch selbst fragen,warum der andere keine keine Lust auf Sex mit dem anderen hat.

pech nicht, man kann sich ja trennen ;)

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