Ist Selbstmord ein Verbrechen?

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9 Antworten

Für mich ist der Selbstmord kein "Verbrechen", sondern eigentlich eine Form der Freiheit über sein Leben - also der Freitod. Jeder sollte das Recht haben, sein Leben beenden zu können, wenn er das für richtig hält. Das halte ich vor allem bei schweren Krankheiten, die den Patienten unnötiges Leid bereiten, für richtig. Allerdings sollte man dabei auch Rücksicht auf andere nehmen, indem man diese nicht unnötig mit hinein zieht. Also sozusagen mit Sterbehilfe.

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Kommentar von LiselotteHerz
06.12.2015, 08:00

Es gibt aber leider Menschen, die auf Sterbehilfe angewiesen sind. Wenn Du beispielsweise gelähmt, an alle möglichen Apparate angeschlossen in einem Krankenhaus liegst, ist es nicht so ohne weiteres möglich, Deinem Leben ein Ende zu setzen.

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Meiner Meinung nach hat sollte jeder das Recht haben, über sich und sein Leben zu entscheiden.

Dennoch sollte der Staat sehr vorsichtig sein, dies per Gesetz zu unterstützen.

Genau deshalb ist die Sterbehilfe so ein heikles Thema.

Man balanciert auf einem schmalen Grat, zwischen dem bloßen Ausnutzen von Patienten in Notsituationen und der Freiheit jedes einzelnen.

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Nein, Suizid ist kein Verbrechen. Natürlich ist es so, dass wir beispielsweise einem Jugendlichen, der lösbare Probleme hat (Ritzen, Mobbing, Streit mit den Eltern, häusliche Gewalt) auf andere Art und Weise helfen wollen, aber wenn z.B. ein todkranker Mensch, der ständig unerträgliche Schmerzen hat und dem keine Hoffnung mehr gegeben werden kann, sich verständlicherweise umbringen möchte, dann sollte man ihn auch gehen lassen. Und ich vertrete die Ansicht, dass in letzterem Fall da auch nichts unternommen werden sollte, um das in letzter Minute zu verhindern (Magen auspumpen, Reanimation, Zwangsernährung). Wenn ein Mensch das Leben einfach nicht mehr ertragen kann, hat niemand das Recht, ihn zu zwingen, weiterzuleben. lg Lilo

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Hallo StanleyFunny,

als Erstes möchte ich wirklich hoffen, dass du (wie im 1sten Satz beschrieben) wirklich nicht an Suizid denkst! Man kann seinen Leben ohne rechtlichen Problemen ein Ende setzen, da es sein EIGENER KÖRPER ist. Nur sollte man Bedenken, dass das für Angehörige und Verwandte, Eltern und Freunden extrem schlimm ist, wenn sich jemand umbringt. Ausserdem gibt das sehr viele Aufgaben für Sicherheitsbehörden. Die müssen nähmlich sicherstellen, dass der Selbstmord nicht unfreiwillig gemacht wurde und dass der Rettungsdienst den Toten evtl Reanimieren können.

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Jemand, der Selbstmord begeht, wird nicht bestraft! Also, er muss nicht tot in einer Zelle sitzen, falls du das meinst. :) In der christlichen Religion ist Selbstmord verwerflich. Allerdings ist der Begriff "Verbrechen" ein wenig irreführend in dem Zusammenhang. Wer Selbstmord begeht, hat es wohl hinter sich. Alle, die ihm dabei helfen (Stichwort "Sterbehilfe"), werden i.d.R. bestraft und dies gilt als "Verbrechen" in dem Sinn, den du offenbar meintest.

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Nein,  deswegen würde ich auch die neutralen Begriffe Suizid oder Selbsttötung vorziehen.  Mord ist ein Verbrechen,  eine heimtückische Tötung aus niederen Beweggründen. Suizid resultiert entweder aus dem jedem Menschen zustehenden Selbstbestimmungsrecht oder einer tiefen Verzweiflung und Aussichtslosigkeit,  hat beides nichts mit Verbrechen zu tun. 

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Kommentar von XxAngerFreak2xX
05.12.2015, 23:53

Noch eine kleine Ergänzung in Bezug auf deine Frage: theoretisch sollte jeder das Recht haben über sein Leben und seinen Tod zu bestimmen,  wenn der Todeswunsch jedoch aus tiefer Verzweiflung und Aussichtslosigkeit,  ggfs aus schweren Depressionen resultiert,  wäre Hilfe das richtige.  Jemanden vor sich selbst schützen kann vielleicht in bestimmten Fällen auch notwendig sein,  aber eigentlich ist echte Hilfe notwendig und in vielen Fällen eher Schutz vor dem, was ihn krank macht und das ist oft nicht der Betroffene selbst sondern das Umfeld oder unsere Gesellschaft,  die sich sowohl mit der Hilfe als auch mit einem offenen Umgang mit dem Thema sehr schwer tut. 

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Soweit ich weiß, wird man nicht "bestraft" für einen Selbstmordversuch. Man kommt aber höchstwahrscheinlich in psychologische Behandlung, falls die Polizei oder ein Krankenwagen gerufen wird und man noch lebt, sodass die Person es nicht nochmal versucht.

Funfact: In Frankreich war es früher verboten Suizid zu begehen, weil es als Ketzerei angesehen wurde.
Die Bestrafung, falls man überlebt hat war dann eine Hinrichtung.

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Kommentar von RoyalWarrior
05.12.2015, 23:33

Die Bestrafung bestand wohl eher darin, dass man nicht auf einem Friedhof beerdigt wurde, sondern in ein Massengrab geschmissen ...

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Selbstmord ist kein Verbrechen und selbst wenn es eines wäre, wie sollte man einen Toten betrafen? Und wenn er überlebt, hat er ja keinen Selbstmord begangen, sondern es nur versucht.

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Nein. :)

Jeder, der voll zurechnungsfähig ist, sollte seinem Leben ein Ende setzen dürfen. Für alle anderen Menschen gibt es entsprecheden Einrichtungen ...

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