Ist selbständiger Alkoholentzug gefährlich?

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5 Antworten

Zunächst einmal möchte ich Dich zu Deinem Entschluss, mit dem Trinken aufzuhören, beglückwünschen!!

Selbständiger Entzug bzw. "kalter Entzug" KANN sehr gefährlich und lebensbedrohlich sein. Wie gesagt: kann - nicht muss. Aus eigener Erfahrung kann ich nur jedem raten, eine solchen Entzug unter ärztlicher Aufsicht, also in einer Entzugsstation zu machen. Ich selbst habe zwar nie "kalt" entzogen, kenne aber die Entzugserscheinungen sehr gut. Die ersten drei Entzüge waren so easy, wie es anscheinend bei Dir ist. Hatte ausser Schwitzen und Nervosität auch keine Probleme. Aber ich war trotzdem abhängig! Nach meinem Verständnis gibt es kein "leicht abhängig" oder "extrem abhängig" [Frauen werden ja auch nicht nur ein "bißchen schwanger" :) ] Bei meinem vierten (und letzten) Entzug ging es mir aber schon ziemlich dreckig. Aber noch immer nicht so schlimm, wie es hätte sein können: Krampfanfälle, Halluzinationen (Delirium) etc.

und falls diese häftigen Enzugserscheinungen kommen..., merke ich davor etwas davon ,das ich noch rechtzeitig einen Arzt aufsuchen kann, oder wird es mich quasi wie ein Schlag treffen??

Was ich in meiner bisher über 5jährigen Trockenheit gelernt, gehört und gesehen habe (mache auch Krankenhausvorstellungen), kommen solche Krampfanfälle von jetzt auf gleich. Du hättest also keine Gelegenheit mehr, einen Arzt anzurufen, geschweige denn aufzusuchen!

Das Beste ist, sich über seinen Hausarzt einen Termin für eine Entgiftung zu besorgen und - so bescheuert sich das vielleicht anhört - bis zu diesem Termin weiterzutrinken! So werden eben (möglicherweise gefährliche) Entzugserscheinungen vermieden. Das wird übrigens auch von den meisten Ärzten geraten.

Aber ich denke, wenn Du schon seit Samstag entziehst, hast Du das Gröbste hinter Dir. Hoffe nur, Du hast Dir auch schon Gedanken darüber gemacht, wie Du weitermachen willst - mit oder ohne Hilfe (in Form von Selbsthilfegruppe, Therapie o.ä.). Es kann möglicherweise auch ohne Hilfe funktionieren. Aus eigener Erfahrung sage ich aber, das ist wie der Versuch von Baron Münchhausen ist, sich an seinen eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen.

Der Süchtige kann sich nur alleine helfen, aber alleine kann er das nicht!

Wünsche Dir auch weiterhin viel Kraft!

Hey. Sei ca. 1 Jahr trinke ich jeden Tag Bier und am Wochenende mehrere Flaschen Vodka. Seit drei Wochen bin ich trocken. Dafür brauchst du keinen Arzt. Am besten suchst du dir anstatt zutrinken eine alternative wie Sport oder so. Mit freundlichen Grüßen. Spice257

Gefährlich ist der Alkoholismus. Jede Art von Entzug, die ich kenne, ist ungefährlicher.

Wenn Du nicht allein bist, sondern jemand bei Dir ist, der Erste Hilfe leisten könnte, ist es abgesichert.

DIe entcheidende Frage ist wohl nicht eine Gefahr, sondern, ob Du es schaffst. Und wenn Du es nicht schaffst, würde Dein gefühltes "Versagen" sicherlich weitere Entzugsversuche negativ belasten, da Du weniger Vertrauen hättest.

Aus diesem Grunde hätte ich eher zu einem begleiteten Versuch geraten, denn mehr Unterstützung und sozialen Druck es gibt, um so besser klappt es m.E. auch.

nopepope 06.12.2013, 01:56

Jede Art von Entzug, die ich kenne, ist ungefährlicher. Was ist denn das für ein Blödsinn? Schonmal was von Entzugserscheinungen gehört?

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Es wäre mit Arzt vllt besser, aber ich denke nicht gefährlich.

wen du es allein schaffst ist dagegen nichts einzuwenden, drück dir die daumen dass es dir gelingt

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