Ist Schwulsein wirklich angeboren?

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6 Antworten

Hallo Valamorin

Die Aussage, die sexuelle Orientierung (und damit Homosexualität) seie angeboren ist aus biologischer Sicht nicht korrekt, da die sexuelle Orientierung ein psychologischen Merkmal ist, somit nur Dispositionen angeboren sein können.

Richtiger wäre es zu sagen, es ist eine gewissen Wahrscheinlichkeit (ungleich 0 oder 100) für die Ausprägung einer gewissen sexuellen Orientierung angeboren.

Das Alter zu dem die sexuelle Orientierung dann fest ist dürfte individuell sein und von Mensch zu Mensch unterschiedlich, der eine weiß schon mit 10, dass er Homosexuell ist, der andere merkt mit 17, dass er doch Heterosexuell ist.

In Ausnahmefällen kann sich die sexuelle Orientierung auch noch im Erwachsenenalter ändern, z.b durch ein traumatisches Ereignis.

In England gab es einen Fall, in dem ein Mann nach einem Schlaganfall Homosexuell wurde.

Außerdem muss man festhalten, dass viele Menschen gar keine komplett eindeutige sexuelle Orientierung haben, sondern sich unter gewissen Umständen auch Sexualkontakte mit dem anderen Geschlecht vorstellen können

LG

Darkmalvet

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Valamorin 06.05.2016, 19:38

Danke....aber wie hast du das alles in einer Minute geschrieben ?

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Streitaxt 06.05.2016, 19:39
@Valamorin

Weil er das unter jede Frage die so ähnlich ist wie deine reinkopiert. Hab das auch schon bei Fragen zu Suizid, Bulimie, Übergewicht gesehen (von anderen Nutzern)

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Darkmalvet 06.05.2016, 19:40
@Valamorin

Ein Teil der Antwort war für eine andere Frage bestimmt, die dann aber entfernt wurde,

Ich hatte den Tab aber noch offendeswegen ging es so schnell

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Darkmalvet 06.05.2016, 19:44
@Streitaxt

Jetzt fangen wir aber mit Unterstellungen an.

Ich kopiere tatsächlich so gut wie nie, wenn dann nur wenn es 100% passt oder mal einzelne Absätze.

In diesem Fall war es eine Ausnahme, weil ich noch den Tab einer gelöschten Fragen offen hatte und die Antwort größtenteils passte.

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CalicoSkies 06.05.2016, 20:26

Das heißt deiner Meinung nach sind epigenetische Faktoren nicht dafür entscheidend, dass jemand homosexuell geboren wird... sondern nur dazu, dass jemand später eine höhere Wahrscheinlichkeit besitzt, homosexuell zu werden?

Wenn ja, wann findet dieser Prozess statt, wo jemand homosexuell wird?

Ich war bspw. schon als kleines Kind homosexuell, meine frühesten Erinnerungen ungefähr mit 8 oder so, weit vor meiner Pubertät :)

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Darkmalvet 07.05.2016, 14:48
@CalicoSkies

Epigenetische Modifikation treten das ganze Leben über auf, ich würde die sexuelle Orientierung weniger Modifikationen der Genregulation, als eher Hirnoraganischer Struktur zuschreiben.

Sicherlich spielen beim Aufbau derer auch Modifikationen der Genregulation, ebenso wie der grundsätzliche Gencode eine Rolle.

Und sicherlich wird durch diese sexuelle Orientierung eben auch schon vor der Geburt zu einem gewissen grad geprägt werden, aber

Die sexuelle Orientierung ist ein Persönlichkeitsmerkmal, eine psychlogische Eigenschaft.

Damit kann diese nicht komplett fest angeboren sein, sondern höchstens eine Wahrscheinlichkeit zur Ausprägung kann angeboren sein

Mag sein, dass diese bei manchen Menschen schon recht klar in eine spezielle Richtung geht, das möchte ich nicht ausschließen, wie gesagt, der Grad zu dem es angeboren ist dürfte sich von Mensch zu Mensch unterscheiden.

Und mit 8 ist man auch kein kleines Kind mehr, sondern ein Kind, viel wichtiger als diese Phase dürfte aber die Kleinkind und Säuglingsphase sein, da in diese Phase die meisten Synapsen gebildet werden.

So ein Thema wie die sexuelle Orientierung ist viel zu komplex um ihm eine Ursache zuzuschreiben, es wird mit sicherheit mehr Faktoren geben, die da mit einspielen, als wir uns jemals vorstellen können

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Servus,

Das ist noch nicht vollständig belegt, aber sehr wahrscheinlich.

Du musst dazu bedenken, dass Sexualität keine harten Unterteilungen hat - es gibt nicht nur "schwul", "hetero" und "mag Beides zu 50:50" (bisexuell), sondern Sexualität ist fließend - da gibts auch fließende Unterschiede :)

Im Kinsey-Report wurde die Vermutung aufgestellt, dass fast die Hälfte der Menschheit eigentlich bisexuell ist, was aber nichts darüber aussagt, welches Geschlecht er bevorzugt.
Der Report kommt zu dieser Schlussfolgerung, da sehr viele Menschen homosexuelle Erfahrungen machen, obwohl sie später rein heterosexuell leben - und zieht so seine Schlussfolgerungen daraus (https://de.wikipedia.org/wiki/Kinsey-Report)

Wir wissen, dass Homo- und Bisexualität nicht änderbar ist; wir wissen auch, dass sich Homo- und Bisexualität schon sehr früh äußern kann :)

Es gibt auch viele Hinweise auf epigenetische Faktoren, die eine homosexuelle Neigung auslösen können (-> https://en.wikipedia.org/wiki/Epigenetic_theories_of_homosexuality), damit wäre es tatsächlich angeboren, ja.

Man kann natürlich jetzt auch schlussfolgern, man würde nicht direkt damit geboren werden, sondern mit einer Tendenz dazu - aber auch dafür gitbs keine ausreichenden Belege.

TL;DR: Es ist nicht vollständig belegt, aber es gibt Theorien, die dieser Ansicht sind.

Es ist auf jeden Fall wichtig zu verstehen, dass es eine völlig normale sexuelle Präferenz ist, wie Heterosexualität auch - und keine "Krankheit" oder eine "Störung", sie hat ja durchaus auch einen evolutionären Sinn.

Lg

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Darkmalvet 07.05.2016, 15:19

So ein Thema wie die sexuelle Orientierung ist viel zu komplex um ihm eine Ursache (epigenetische Modifikationen im Mutterleib) zuzuschreiben, es wird mit sicherheit mehr Faktoren geben, die da mit einspielen, als wir uns jemals vorstellen können und wahrscheinlich werden sich selbst die miteinspielenden Faktoren und deren Gewichtung von Mensch zu Mensch unterscheiden.

Und zu sagen die sexuelle Orientierung wäre nicht änderbar ist auch falsch, richtiger wäre es zu sagen, dass sich diese für gewöhnlich nicht ändert, den Ausnahmefälle gibt es in der Biologie immer.

Es gab schon Fälle, da hat sich die sexuelle Orientierung durch z.b. einen Schlaganfall im Erwachsenenalter geändert

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Es ist nicht klar bewiesen, aber es ist weder eine Krankheit noch ein Lebensstil.
Ob es wirklich in der DNA der Mutter und des Vaters steckt, der medizinischen Behandlungsmöglichkeiten oder der Erziehung ist auch noch, ich betone: zum Glück, noch nicht festgestellt,
da sonst wahrscheinlich Profit-Begeisterte und homophobe Menschen alles dafür tuen würden dies zu beseitigen, was natürlich menschlich ziemlich verwerflich ist.

Vermutet wird das jeder, ob nun Hetero, Bi oder Schwul, seine Homosexuellen aber auch Heterosexuellen Neigungen und Eigenschaften hat.
So wird der großteil der Schwulen bestimmt das ein oder andere Mädchen finden das er attraktiv oder eben nur sympathisch findet, jedoch lebt Liebe, Beziehung und Sex nicht nur vom sympathisch oder nur attraktiv sein.

Genauso wird es wohl auch heterosexuelle Männer geben die einige Gleichgeschlechtliche sympathisch oder gar in manchen Zügen attraktiv oder ''stark'' finden; heißt das, dass sie jemals mit einem Jungen eine Beziehung führen würden?

Um auf deine Frage zurück zu kommen, denke ich das es zum Teil angeboren ist, jedoch auch mit Erziehung, Umfeld und eigenen Erfahrungen zu tun hat, ob eine bestimmte Person sich nun mehr zu Männern oder zu Frauen angezogen fühlt.

Und um es nocheinmal in die Menge zu rufen, vorallem nach den vielen Trolls hier auf GuteFrage.net, Homosexualität ist keine Krankheit.. Es ist ja auch keine Krankheit auf Blondinen oder als weißer auf Schwarze zu stehen.

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen! :)

Rufus~

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botero14 07.05.2016, 09:41

Sehr guter Kommentar.

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Roofies 07.05.2016, 09:57

Vielen Dank! :3

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Man sagt, dass äußerliche Einflüsse im Kindesalter erheblichen Einfluss darauf haben können, letztlich aber doch eine Veranlagung vorhanden sein könnte. Bewiesen ist hier nichts, jedoch sind gerade in der Philosophie in diesem Gebiet die äußeren Einflüsse von erheblicher bedeutung

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Ich glaube das dir diese Frage keiner zu 100% beantworten kann da sie keiner weis ob es angeboren ist oder nicht.

Ich finde es nicht schlimm wenn man Schwul ist man sollte einfach dazu stehen.

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Ja, ist es!

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