Ist Schüchternheit nicht eigentlich eine Folge eines geringen Selbstwertgefühls oder glaubt ihr das hat andere Ursachen?

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9 Antworten

  • Nein, das glaube ich nicht. Ich schätze, es ist hilfreich, die Begriffe Selbstsicherheit, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl voneinander zu unterscheiden.
  • Zweitens halte ich es grundsätzlich für einen förderlichen Ansatz, alle Facetten der menschlichen Gefühlswelt als natürlich und erlaubt zu akzeptieren und sie nicht schlecht zu machen. Es ist völlig normal, dass es von der sozialen Situation abhängt, ob man sich gerade selbstbewusst und selbstsicher fühlt oder eher ängstlich, eingeschüchtert und unsicher ist. Das ist normal und natürlich und gehört zum Menschsein dazu!
  • Drittens ist es offensichtlich, dass Intro- und Extrovertiertheit vorkommen und einen großen Einfluss auf selbstsicheres vs. schüchternes Verhalten haben. Hier sind grundlegende Charaktereigenschaften im Spiel, die nicht mit Selbstwertgefühl korrelieren. Auch Menschen mit hohem Selbstwertgefühl können introvertiert und schüchtern sein. Umgekehrt können auch sehr extrovertierte Menschen im Inneren ein geringes Selbstwertgefühl haben ("Klassenclown"-Syndrom).
  • Ich gebe dir aber schon insoweit recht, als dass mit wachsender Selbstsicherheit aufgrund von Kompetenz und Erfahrung die Schüchternheit in Bezug auf genau diese sozialen Situationen im allgemeinen abnimmt. Je besser die Erfahrungen mit der Umwelt sind, desto geringer ist in analogen Situationen meistens die Schüchternheit.
  • Insofern sehe ich Schüchternheit in der Praxis sehr oft in engem Zusammenhang mit Lebenserfahrung und Erziehung stehen.

Schüchternheit hat etwas mit Unsicherheit zu tun,egal ob aus Angst oder sonstigen Gründen.

Nicht unbedingt etwas mit Selbstbewusstsein.

Als Mensch kann ich durchaus selbstbewusst sein-mich aber in einigen Dingen recht unsicher fühlen.

Allerdings stehen Unsicherheit und Selbstbewusstsein oft miteinander in Verbindung.

Ich denke schon, dass es damit zu tun hat. Unter Schüchternheit verstehe ich, dass man sich zurückzieht und vorsichtig verhält, weil man sich vor etwas schützen möchte. Und das (denke ich) liegt schon an mangelnder Selbstsicherheit. 

Menschen, die zurückhaltend und vorsichtig sind, sind aber nicht gleichzeitig auch schüchtern. Da sollte man dann unbedingt unterscheiden. 

Ich bin keine Psychologin, deshalb stelle ich nur Vermutungen auf. Mich würde es selbst aber auch interessieren, was ein Mensch vom Fach dazu sagen würde.

Sry, dass ich kein Mensch vom Fach bin, aber ich bin selber etwas schüchtern und habe kein geringes Selbstwertgefühl. Es gibt nämlich mehrere Arten der Schüchternheit. Schüchtern sein bedeutet für mich vielmehr, dass man sich nicht sicher ist, wie die andere Person auf etwas reagiert, das man eig vor hat zu machen und ebendiese Sicherheit unbedingt braucht. Falls du verstehst, was ich meine :)

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@Fritz3100

Interessant. Ja natürlich, ich bin auch keine Psychologin und habe nur meine persönliche Einschätzung gegeben.  Von Selbstwertgefühl habe ich nicht gesprochen, sondern von Selbstsicherheit. Und ist man nicht automatisch weniger schüchtern, wenn man besonders selbstsicher ist? Dann ist man doch eher überzeugt davon, dass die eigene Meinung gut und richtig ist, auch für den Gegenüber.

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Ich denke schon.

Schüchternheit ist mit Unsicherheit verbunden, und die wiederum damit, dass man meistens nicht weiß was man sagen soll weil man Angst hat, dass man etwas falsches sagt.

Klar hat jeder Mensch seinen eigenen Charakter und manche sind eben ruhiger als andere, aber das ist dann auch keine Schüchternheit

Es gibt Menschen die von natur aus schüchtern sind

und es kann durchaus den Grund haben durch schlechte Erfahrungen (z.b. Mobbing ...) oder auch durch ein geringes Selbstwertgefühl

Schüchternheit liegt in der Natur des Menschen, denn wir möchten zu unserem über spitzt gesagt "Schutz" agieren.Unter anderem hat Schüchternheit auch mit dem Verlust der gewohnten Umgebung zu tun.Es muss nicht das geringe Selbstwertgefühl sein sondern die Angst etwas neues Erfahren zu müssen.(Gewohnheit)
Meiner Meinung nach gibt es ein gesundes Maß an Schüchternheit.

Hier wird aber recht oft Selbstwertgefühl mit Schüchternheit zusammengewürfelt. Selbstwertgefühl ist doch was völlig anderes oder? 

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Ich glaube, dass Schüchternheit normal ist... zu Beginn... wenn man irgendwo neu hinkommt... neue Leute trifft - ist man ja meist noch etwas zurückhaltender... 

Erst wenn man sich besser/länger kennt wird man dann meist von selbst aufgeschlossener... 

Es hat vielleicht auch mit Lebenserfahrung zu tun... jemand der sich in vielen Bereichen gut auskennt - tut sich leichter als eine Person, die viele Dinge zum ersten Mal sieht... So jemand ist ja dann auch viel auf die Leute, die mehr können angewiesen... 

Natürlich, wer viel Selbstvertrauen besitzt ist nicht schüchtern.

Die Schlussfolgerung ist korrekt.

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