Ist Religion wichtig für Gott?

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Ich denke, es ist eher umgekehrt: Gott ist wichtig für die Religion(en). Er oder sie (Götter) sind ja die Basis jeder Religion.

Die Frage ist doch eher: Brauchst Du Gott und wofür? Muss man an Gott glauben, um grundlegende menschliche Regeln (wie die 10 Gebote) einzuhalten? Kann man nur 'gut' sein, wenn man einer Religion angehört? 

Wird Gott nicht allzuoft als letzte verantwortliche Instanz gesehen? Als der, auf den man die Verantwortung abschieben kann? Hinter dem man sich verstecken kann? Auf der anderen Seite ist das natürlich auch wohltuend, man ist zwar der Handelnde, aber das Ergebnis liegt nicht in meiner Hand. Der Glaube hat wie alles natürlich auch seine gute Seiten. Er hilft Menschen in verzweifelten Situationen, nicht verrückt zu werden, in schweren Krankheitsfällen und als Trost bei Verlusten.  

Ich hatte mal eine Arbeitskollegin, die bezahlte ihre Kirchensteuern, war aber eigentlich nicht gläubig und ging auch nicht die Kirche oder betete etc. Ihre Erklärung war: "Ich bezahle lieber meine Steuern, weil, wenn es Gott doch gibt, dann will ich ja nicht in die Hölle, ich geh da auf Nummer sicher.!" 

Was für eine verquere Logik und was für eine Vorstellung von Gott. Als wäre Gott die GEZ und ließe mit sich schachern, das macht nicht mal die GEZ.

Zum Schluss noch eine Antwort von Nietzsche: 

„Gott ist eine faustgrobe Antwort, eine Undelicatesse gegen uns Denker –, im Grunde sogar bloss ein faustgrobes Verbot an uns: Ihr sollt nicht denken!“

Und Goethe: 

„Die Geschichte des guten Jesus hab ich nun so satt, daß ich sie von keinem, außer von ihm selbst, hören möchte.“

Liebe Grüße

Danke für Dein Feedback!

LG

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Religion ist im Prinzip völlig unwichtig, es geht um die Wahrheit, wer die Welt erschaffen hat, einen Plan für unser Leben hat, der über die irdische Existenz bis in ein wundervolles ewiges Leben hinausreicht und wie Sünde und Schuld vergeben werden können. Gerade der letzte Punkt erscheint mir absolut entscheidend!

Die Bibel beschreibt, dass die Menschen durch die Sünde seit dem Sündenfall von Adam und Eva von Gott getrennt sind. Beide wollten selbst wie Gott sein und Gott akzeptierte ihre Entscheidung, die Auswirkungen auf die Nachkommen von Adam und Eva bis heute hatte. Trotzdem hat Gott die Menschen nicht verlassen, auch wenn das durchaus verdienst gewesen wäre, sondern hat uns in Jesus einen Rettungsanker ausgeworfen: Alle, die an Jesus glauben und ihre Sünden vergeben haben wollen, erhalten Vergebung und das ewige Leben (1. Johannes 1,9; Johannes 3,16, Johannes 5,24; Römer 6,23).

Der wichtigste Schritt dazu ist die Erkenntnis der eigenen Sünden und Fehler. Viele Religonen versuchen durch eigene Werke den Himmel (oder andere Vorstellungen) zu erreichen. Das ist im Prinzip typisch für Religionen. Doch die Bibel zeigt einen anderen Weg. Wie könnten wir einem allmächtigen Gott mit unseren Werken gefallen und ihn damit beeindrucken? Wie könnten wir uns durch unsere vermeintlich tollen Werke das Himmelreich erwerben? Wie könnten wir aus unserer eigenen Kraft und unserer vermeintlich guten Werke es bis in den Himmel, da wir in Worten, Taten und Gedanken Fehler begehen und sündigen (tagtäglich...). Doch Gott hat uns in aller Freiheit und in seiner Gnade die Möglichkeit zur Vergebung unserer Sünden gegeben und öffnet uns damit die Tür zu ihm in seine Herrlichkeit. Trotz unserer Fehler und Sünden können wir reingewaschen, sauber und heilig vor einem völlig reinen, heiligen und gerechten Gott stehen.

Gott ist geduldig und freundlich zu uns, aber er ist auch gerecht und heilig. Er hat uns als Geschöpfe geschaffen, die sich frei entscheiden können. Wir sind weder Roboter noch Marionetten noch Tiere, die ihren Instinkten folgen müssen. Mit der Freiheit haben wir auch die Verantwortung. Gott liebt uns (obwohl es keiner von uns verdient hat), aber er zwingt sich uns nicht auf. Wir können unser Leben selbst bestimmen, für Gegenwart und Zukunft. Gott möchte uns ein sinnvolles Leben und eine herrliche Zukunft schenken, - aber wir müssen sein Geschenk auch ergreifen. Mit Religion hat das eigentlich nichts zu tun, es geht um Fragen nach dem Sinn des Lebens und unserer Existenz und darum, wie ich meine Sünden und meine Schuld vor einem reinen, heiligen und gerechten Gott loswerden kann...

was ist gerecht daran, wenn einem "reuigen" Mörder vergeben wird, einem ungläubigen Gotteslästerer (entspr. ja juristisch höchstens einer Beleidigung) aber nicht?

Ist das menschliche Rechtssystem, welches Beleidigung weit weniger hart bestraft als Mord denn so viel gerechter als das göttliche?

Das widerspricht diametral meiner Vorstellung von Gerechtigkeit, Liebe, Barmherzigkeit usw.

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Du liegst da absolut richtig. Die meisten Menschen sind einfach mit ihrem Denken nicht so weit wie du. Religionen sind vollkommen irrelevant. Das einzig gute an ihnen ist das zusammengehörige Gefühl der Gemeinschaft, wodurch wir aber wissen, das dadurch oft nichts gutes entsteht (Kriege durch Religionen, Ablehnung, Hass etc.). Der Sinn des Leben ist die Liebe zu Gott, und wir sind Gott, das heißt ganz und einfach die Unterbindung von Wut, Neid und all diesen negativen Energien, da wir alle in Wirklichkeit eins und verbunden sind. Denn erkennt man das erstmal, merkt man auch, wie bescheuert es ist, sich gegenseitig zu hassen.

True story, b'tch! :P

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