ist Religion Aberglaube?

22 Antworten

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Kommt auf die Definition von Aberglaube an; laut der Definition auf die ich mich beziehe: Ja!

Wenn du die Definition aus dem Duden nimmst (als irrig angesehener Glaube an die Wirksamkeit übernatürlicher Kräfte in bestimmten Menschen und Dingen) dann ja - denn der einzige Unterschied zwischen "Aberglaube" und "Glaube" besteht dann darin, dass Aberglaube als irrig angesehen ist, das andere aber nicht.

Wer zu Gott / Jesus betet, um zu erfahren, womit er sein Leben verbringen soll (Entscheidung über Arbeitsplatz beispielsweise), wird höchstens belächelt - wenn ich jetzt aber Anfange, aus Fischinnereien die Zukunft zu deuten oder so, werde ich verspottet; einfach weil der Glaube gesellschaftlich [noch] akzeptiert ist.

Ich sehe daher (zumindest mit der Definition aus dem Duden) keine Unterschiede - denn für mich ist jede theistische Religion ein "als irrig angesehener Glaube", zumindest für mich und andere Antitheisten ;)

Im Endeffekt findest du viele fließende Übergänge - ein Amulett, dass Böses abwehrt? Aberglaube. Aber eine Sure aus dem Koran, die Djinns vertreibt? Perfectly legit - das bekräftigt mich nur.. :D

Lg

Damit differenzierst du aber nicht zwischen Glauben, der eventuell wahr sein könnte, und Glauben der eindeutug als falsch widerlegt worden ist.

Und gemäß der Def. des Dudens (als irrig angesehener Glaube an die Wirksamkeit übernatürlicher Kräfte in bestimmten Menschen und Dingen) ist das Christentum kein Aberglaube, weil es weder an die Wirksamkeit übernatürlicher Kräfte in  Dingen glaubt, noch an die Wirksamkeit übernatürlicher Kräfte in bestimmten Menschen, denn Jesus ist kein lebender Mensch. Es gibt nur lebende Menschen oder die Erinnerung an Menschen.

Wenn es um Religion geht, wird fast jeder erstaunlich oberflächlich und hört exakt dann auf zu denken, wenn sein Denkresultat mit seinem Glauben übereinstimmt. DAS ist für mich die Erklärung, warum du trotz deiner (nach meiner Ansicht) sehr fehlerhaften Antwort, so viel Zustimmung erhalten hast.

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@ThorbenHailer

Dazu sage ich nur folgendes:

"Dass Glaube etwas ganz anderes sei als Aberglaube, ist unter allem Aberglauben der größte." - Karl Heinz Deschner

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@waldfrosch64

Plumpe Höllendrohung...

Leider werde ich niemals in die Genugtuung kommen, dass ein Gläubiger nach seinem Tod merkt, dass seine Religion nur Aberglaube war - weil danach alles vorbei ist.. :3 Aber damit kann ich leben. :D

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Nach den üblichen Definitionen nicht.

Klar ist, dass es Aussagen gibt, die von der Wissenschaft bewies´en werden können. Das nennt sich Wissen.

Dann gibt es Aussagen, für die es keine Beweise gibt, das sind und bleiben dann einfach Behauptungen.

Sind diese Behauptungen dann religiöser Natur, dann werden sie als "Glauben" bezeichnet.

Sind es Behauptungen ohne Beweise, an die die Leute trotzdem gluben, obwohl es eben kein religiöser Glaube ist, dann wird das normalerweise als Aberglaube bezeichnet.

Die Bedeutung von Aberglauben kommt besser raus, wenn man den lateinischen Begriff nimmt: superstitio. Im englischen heißt es noch fast genauso: "Superstition") . Da steckt das Wort "Über" drin. Aberglaube ist zu vergleichen mit zu viel zu glauben, also über das notwendige/vernünftige Maß hinaus. Den ollen Römern galt die Religion viel. Man hat als gläubiger Mensch seine üblichen religiösen Aufgaben zu erfüllen, aber wenn dann jemand anfängt, irgendwelche Orakel zu befragen, um zu erfahren wann der beste Tag zum Haareschneiden ist, oder man Angst vor schwarzen Katzen bekommt etc., schießt man über das Ziel hinaus.

zu deutsch: Spinnertum .

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