Ist Reisezeit Arbeitszeit wenn die Zeit dem Kunde berechnet wird?

3 Antworten

Reisezeit bei auswärtigen Arbeitsstellen ist in diesem Fall auch Arbeitszeit, anders verhällt es sch, wenn es sich um Reisezeit zum Firmensitz verhält, also Bsp. Wohnort Bielefeld, Arbeits-/Firmensitz Bochum. Anonsten kann man hier mit seinem Arbeitgeber individuell verhandeln. Hoffe, es hilft ein wenig.

Der Arbeitnehmer kann für die Fahrt von zu Hause zum und vom Betrieb nach Hause keine Vergütung verlangen.

Unter Abzug der gewöhnlich für die Fahrt zum Betrieb ist die benötigte Zeit für die Fahrt zum Kunden als Arbeitszeit zu vergüten ( soweit keine gegenteilige tarif- oder einzelvertragliche Regelung besteht) so in div. Urteilen des Bundesarbeitsgerichtes.

Die tatsächlich erforderliche Fahrzeit kann nur zwischen der Arbeitsstelle und dem konkreten Standort des Betriebes und dem Ort des Kunden ermittelt werden. Es müßte dann ggf. ermittelt wrden, ob der ArbN „Weg spart". Diese Zeit ist abzuziehen.

Es wäre dann überhaupt KEINE Vergütung für die Fahrt zur auswärtigen Arbeitsstelle zu zahlen, wenn durch Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag eine gesonderte Vergütungsregelung für Fahrzeiten vom Betrieb zur auswärtigen Arbeitsstelle getroffen worden ist.

Also - das kann man nur einzelfallbezogen prüfen - es ist zu prüfen ob es tarifvertragliche, arbeitsvertragliche Regelungen oder eine Betriebsvereinbarung gibt, die die Anrechnung der Reisezeit die Arbeitszeit ausschließen.

Dort werden meist aber auch "Ausgleichsregelungen" mit vereinbart - so ganz ohne Vergütung findet man das selten.

Wenn es keine rechtswirksamen Ausschlußregeln gibt, dann ist Fahrzeit zu vergüten.

"so ganz ohne Vergütung findet man das selten." - soll heißen, daß oft ein Stundenkontingent (Plusstunden zum Abfeiern) als Ausgleich gewährt wird

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@DerSchopenhauer

"Beifahrer oder mit Bahn/Flugzeug keine Arbeitszeit"

Das gilt so pauschal nicht - wenn z. B. in der Bahn Präsentationen vorbereitet werden, Telefonate geführt werden oder E-Mails bearbeitet werden o. a., dann ist das Arbeitszeit; das gilt auch für den Beifahrer.

Also: entscheidend ist ob man arbeitet oder seine Zeit beliebig mit privaten Angelegenheiten verbringen kann (dann gilt diese Zeit als Ruhezeit)

Fehlt eine Ausschlußvergütung sind auch für Beifahrer und Bahnfahrer Vergütungen zu zahlen.

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Was auf der Rechnung steht muß nichts mit der innerbetrieblichen Regelung zu Vergütung von Reisezeiten zu tun haben.

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