Ist regelmässige Mieterhöhung im Rahmen des Mietspiegels und Kappungsgrenze (Bad mit Sammelheizung) bei fehlenden Heizkörpern in Bad und Küche gerechtfertigt?

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2 Antworten

Einschaltung des Amtsgerichts bedeutet, dass er auf Zustimmung zur Mieterhöhung klagen wird.

In der dann anstehenden Gerichtsverhandlung, die Du auf jeden Fall mit einem guten Anwalt bestreiten solltest, kannst Du auf den Zustand der Wohnung hinweisen. Möglicherweise wird der Richter befinden, dass der Zustand Deiner Wohnung am untersten Rand des Mietspiegels einzustufen ist und dementsprechend könnte sich die jetzige und auch künftige Mieterhöhungen nur noch daran orientieren. Der Richter wird vermutlich einen entsprechenden Vergleichsvorschlag machen und die Parteien dringend bitten, dem doch zuzustimmen.

Er wird damit drohen, dass er einen Gutachter beauftragen wird, der die Wohnung und das drumherum besichtigt, um die richtige Einstufung zu ermitteln. Das kann für beide Seiten ein Risiko sein. Möglicherweise ist das das Druckmittel, das der Vermieter braucht, um doch mit einer geringeren Mieterhöhung einverstanden zu sein, so wie es der Richter vorschlägt.

Du brauchst also keine Angst vor dem Gericht zu haben, denn dieses wird nicht auf eine höhere Mieterhöhung erkennen. Natürlich entstehen Kosten, aber vielleicht lohnt es sich nach so langer Mietzeit für Dich wirklich, es drauf ankommen zu lassen.

Wenn vor 3 Jahren z.B. die Grundmiete 600 € betrug, dann könnte heute die Miete auf 720 € (um 20%) angehoben werden. Diese Anhebung um 20 % kann auch in kleinen Schritte erfolgt sein > jedes Jahr um 6,67%. Wenn es einen qualifizierten Mietspiegel in deiner Kommune gibt, dann wäre sich danach zurichten, denn hier spielen die Ausstattung der Mieträume eine Rolle. 

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