Ist Randalieren eine effektive art des Protest?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Freiheit, zu sagen und zu denken was man will, regelt die FSGO und das GG - solange man dies im sozialen Kontext tut - also mit Rücksicht auf die Rechte der anderen Mitbürger.

Randale schließt Letzteres aus und ist somit nicht gesellschaftsfähig und akzeptabel.

Zudem bewegen sich Randalierer oft im Bereich des Zivil- und Strafrechts und damit bewusst - also mit Vorsatz - außerhalb des Gemeinwesens. Insofern entzieht sich ein Randalierer selbst den juristisch-gesellschaftlichen Boden, um ernst genommen zu werden.

Daraus lassen sich nur 3 Schlüsse folgern:

  1. Randalieren ist gegen das Sozialsystem, also asozial
  2. Wer randaliert, hat offenbar eher ein Problem mit sich selbst als mit dem Thema, das er/sie ändern will.
  3. Der/die Randaliere sind nicht intelligent genug zu erkennen, mit welchen Mitteln man tatsächlich in einem Staat wie Deutschland etwas verändert - z.B durch eigene POLITISCHE Aktivität innerhalb der Parteienlandschaft (und wenn man eben selbst eine gründet).
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schreibst gleich nen Aufsatz :3... vielen dank

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@DBert

Naja. Wenn es für die Schule ist, wird der Lehrer sich sicher nicht mit einem "Nö" zufrieden geben. ;-)

… und mit 8 Finger geht das auch recht zügig

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Dass Randalieren effektiv ist, haben gerade Frankreichs Gelbwesten gezeigt: Solange es friedliche Demonstrationen gab, hielt die Regierung an ihrer Linie fest. Erst als es zu gewalttätigen Aktionen kam, machte sie eine 180-Grad-Wendung.

Nicht, dass ich deshalb Randalieren gutheisse. Im Gegenteil, wenn man die Forderungen der Randalier erfüllt, gibt man ein falsches Signal (was ich aber nicht kritisiere, denn die Regierung hatte gar keine andere Wahl) : "Gewalt wird belohnt".

Aber man kann die Realität nicht leugnen: Gewalt führt letzendlich zum Ziel, wenn alle anderen Stricke reissen. So bedauerlich es auch ist.

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Danke, sehr hilfreiche Antwort👍👍👍👍👍👍👍😊

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Nein.

Es ist eine eher strafbare Art des Protestes, diskreditiert die Protestierenden, schadet daher ihrem Anliegen, sorgt dafür, dass Randalierer möglicherweise strafverfolgt werden und dadurch in ihrem privaten und beruflichen Umfeld noch mehr Stress bekommen.

Andererseits sind politische Zustände denkbar, in denen gesitteter Protest von den regierenden nicht mehr zur Kenntnis genommen wird und diese sich bei der Machtausübung zunehmend selber sich rechtsstaatlich nicht einwandfreier Methoden bedienen. Dann sähe das schon wieder anders aus...

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