Ist Psychologie eine Wissenschaft?

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11 Antworten

Psychologie ist die Wissenschaft, die sich mit dem Erleben und dem Verhalten von Menschen (einzelnen oder Gruppen) beschäftigt.

Die Psychologie steht  als Wissenschaft in der Schnittstelle zwischen Biologie (Verhaltensforschung), Medizin (Störungslehre, organische Krankheit) und Pädagogik (Lernen, Lernerfahung anleiten: Erziehung).

Die Frage nach Mensch-Sein und Menschenwürde (Philiosophie) wurde in der Mitte des 19. Jh. anhand des Umgang mit psychisch Kranken thematisiert. Aus der Erkenntnis, dass diese nicht nur weggesperrt werden sollten, wurden dann die Grundlagen für die heutigen Therapien gelegt (Psychoanalyse, Verhaltenstherapie, etc.).

Die Wissenschaftliche Psychologie arbeitet empirisch, d.h. sie erhebt gezielt Informationen und wertet diese aus. Anders als andere Naturwissenschaften gibt es für die Psychologie keine 100-prozentig verlässlichen Informationen, da bekanntermaßen alle Menschen unterschiedlich sind. Daher werden viele Erkenntnisse der Psychologie auf der Grundlage von Wahrscheinlichkeiten und Abweichungen von einer (statistischen) Norm berichtet.

Die Umsetzung für den einzelnen Menschen erfordern eine solide theoretische Kompetenz, Kompetenz in der Bewertung von statistischen Ergebnissen (Tests, etc.) sowie ständige Offenheit für die Besonderheiten des Einzelfalles, vor allem das Erleben, das Grundlage für das Verhalten ist.

Viel Erfolg!

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Ja natürlich. Wenn auch keine Wissenschaft mit exakt messbaren Ergebnissen wie die Physik.

Wer das versucht, und solche Versuche gab es etliche, handelt unwissenschaftlich, da versucht wird, das zu beobachtende Objekt den Methoden anzupassen.

Man muss sich immer bewusst bleiben, dass das Objekt nicht mit Lichtstrahlen oder Gewichten vergleichbar ist.

Psych. hat jedenfalls nichts mit Esoterik zu tun.

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Kommentar von schloh80
18.09.2016, 12:46

Es geht tatsächlich vorwiegend um exakte Messungen. 

Die Psychologie als universitäre Wissenschaft wurde im 19. Jh. aus einer Synthese der Physik und der Sinnesphysiologie entwickelt. Dass dann auch Anteile der empirischen Sozialwissenschaften integriert wurden, ändert nichts an der Ausrichtung der akademischen Psychologie.

Wobei ich jetzt absichtlich die vielen neu aus dem Boden gestampften Pseudo-Psychologiestudiengänge ignoriere, die nur auf eine Unfähigkeit der deutschen Politik zurückzuführen sind. Ich beschränke mich in meinen Aussagen auf seriöse Universitäten, deren Fakultäten Psychologie bereits zu (noch gesetzlich geregelten) Diplomzeiten angeboten haben. 

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Nach dem, was sich beobachten läßt, sehe ich eher eine Mehrfachdefinition.

Die Justiz hält es für eine Wissenschaft, die Patienten halten mehr für einen Religionsersatz, die praktische Psychologie im Alltag hält es für eine profitable Einnahmequelle, und wer sich wirklich intensiv damit beschäftigt hat, hält es in diversen Bereichen für Schwachsinn.

Ganz offiziell wird es allerdings als Wissenschaft bezeichnet.

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Kommentar von schloh80
18.09.2016, 12:48

Patienten? Psychologie ist was anderes als Medizin! Bitte nicht mit Psychiatrie verwechseln!

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Ja. Psychologie ist ein im 19. Jh. aus Physik und Sinnesphysiologie synthetisiertes, mathematisch-naturwissenschaftliches universitäres Fachgebiet, in das dann auch empirisch sozialwissenschaftliche Anätze integriert wurden. Im Vordergrund steht aber immer noch das streng experimentelle Arbeiten, an dem sich auch der Prozess der Theroriebildung der Psychologie primär ausrichtet.

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Im wahrsten Sinn des Wortes ja, da sie Wissen schafft und zwar Wissen über die menschliche Psyche. Dabei geht sie nach wissenschaftlichen Grundsätzen vor, um die Ergebnisse überprüfbar zu machen.

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Ja.

Es ist eine empirische Wissenschaft - wie bei Ärzten oder Apothekern gehts auch hier um Medikamente und die zulassung diese verschreiben zu dürfen.

Allerdings sind viele geistigen Krankheiten nicht empirisch erfasst, somit kann dieser Wissenschaft auch eine geisteswissenschaftliche Komponente angerechnet werden.

Die Psychologie ist zudem bereichsübergreifend. sie lässt sich also nicht direkt den Naturwissenschaften (Neuropsychologie), den Geisteswissenschaften (Kognitionswissenschaft) oder den Sozialwissenschaften (Verhaltenswissenschaft) zuordnen, sondern muss als eine Art Mischung dieser Bereiche betrachtet werden. Zusätzlich natürlich die pharmazeutische Komponente bzgl. der Medikamente.

Neben der akademischen Psychologie gibt es auch eine Alltagspsychologie. Diese ist zwar der akademischen Psychologie entsprungen bedient sich aber eher unwissenschaftlicher Methoden - das Schlagwort hierzu und Hauptargument der Alltagspsychologie ist sicher "der gesunde Menschenverstand".

Akademisch nahm das so mit Freud seinen Anfang und begründete sich an der Uni in Leipzig so anfang des 19.Jhd.

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Kommentar von Dahika
18.09.2016, 12:20

wie bei Ärzten oder Apothekern gehts auch hier um Medikamente und die zulassung diese verschreiben zu dürfen.

Hä? In der Psychologie geht es nicht um Medikamente und um das Verschreiben Dürfen. Das ist allein Sache der Medizin/Pharmazie.

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ja, psychologie ist eine naturwissenschaft. die definition ist, sich naturwissenschaftlicher methoden zu bedienen und das tut die psychologie. daher ist die psychologie eine naturwissenschaft.

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Das Suffix -logie (von altgr. λόγος lógos, ‚Wort‘, auch: ‚Lehre‘, ‚Sinn‘, ‚Rede‘, ‚Vernunft‘) bezeichnet in der Regel die Wissenschaft eines bestimmten (Fach-)Gebietes. (Wikipedia)

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Ja ist es.
Aber ich finde das es mehr Philosophie als Medizin ist.

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Kommentar von qqquestionnn
18.09.2016, 18:33

Dann hast du entweder eine seltsame Definition von Philosophie oder von Psychologie

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Kommentar von DUHMHAITTUHTWEE
18.09.2016, 18:42

Naja in machen Bereichen greift es schon sehr ins philosophische.
"Hat der Mensch einen freien Willen?"

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Ich bin schon der Meinung dass es eine Wissenschaft ist.

Wissen - schafft
schafft - Wissen

= schafft Wissen über den Menschlichen Verstand :)

Offiziell weiß ich es nicht

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Kommentar von nin555
18.09.2016, 12:03

offiziel:) bzw. Meinung wäre auch sehr intersessant!:)

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