Ist Prädestination und Willensfreiheit miteinander vereinbar?

14 Antworten

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Beides sind Hirngespinste!

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Danke für den Stern.

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ups. das habe ich wohl irgendwie versehen geklickt.

Hast du wohl nicht erwartet^^

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@Coldnez

Ärgere dich nicht. Ein Stern mehr oder weniger ändert nichts an meiner insgesamt positiven Bilanz! :-)

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>Die Erfüllung solcher Prophezeiungen gehört zu den schlagkräftigsten Beweisen dafür, daß die Heilige Schrift wirklich Gottes Wort ist, denn allein Gott hat die Macht, vorauszusehen und zu bestimmen, was in Zukunft geschehen wird. In diesem Sinn enthält die Heilige Schrift wirklich im voraus niedergeschriebene Geschichte.

Gott selbst erklärt: „Gedenkt der ersten Dinge von langer Zeit her, daß ich der Göttliche bin, und da ist kein anderer Gott noch irgendeiner wie ich; der von Anfang an den Ausgang kundtut und von alters her die Dinge, die nicht getan worden sind; der spricht: ‚Mein eigener Beschluß wird bestehen, und alles, was mir gefällt, werde ich tun‘ . . . Ich habe es ja geredet; ich werde es auch herbeiführen. Ich habe es gebildet, ich werde es auch tun“ (Jesaja 46:9-11; 55:10, 11).

Der Name, durch den sich Gott seinen Propheten im Altertum kenntlich machte, lautet Jehova, was wörtlich bedeutet: „Er veranlaßt zu werden“ (1. Mose 12:7, 8; 2. Mose 3:13-15; Psalm 83:18). Gott offenbart sich als der Eine, der seine Verheißungen erfüllt, der seine Vorsätze immer verwirklicht.

Demnach setzt Gott seine Fähigkeit, Dinge vorherzuwissen, zur Verwirklichung seiner Vorsätze ein. Er hat diese Fähigkeit häufig dazu gebraucht, die Bösen vor einem bevorstehenden Gericht zu warnen sowie seinen Dienern die Hoffnung auf Rettung zu vermitteln. Macht Gott jedoch uneingeschränkt von dieser Fähigkeit Gebrauch? Ist in der Heiligen Schrift irgendein Anzeichen dafür zu finden, daß Gott beschließt, bestimmte Dinge nicht im voraus zu wissen?

Hat Gott alles vorhergewußt?

Alle Argumente für die Prädestination stützen sich auf die Annahme, Gott müsse, da er unbestreitbar die Fähigkeit besitze, künftige Ereignisse vorherzuwissen und vorherzubestimmen, folglich alles wissen, auch die künftigen Handlungen jedes einzelnen. Ist diese Annahme aber vernünftig? Was Gott in seiner Heiligen Schrift offenbart, legt einen anderen Schluß nahe.

Zum Beispiel sagt die Schrift, daß „Gott Abraham auf die Probe stellte“, indem er ihm gebot, seinen Sohn Isaak als Brandopfer zu opfern. Als Abraham im Begriff stand, Isaak zu opfern, hielt Gott ihn zurück und sagte: „Jetzt weiß ich wirklich, daß du gottesfürchtig bist, indem du mir deinen Sohn, deinen einzigen, nicht vorenthalten hast“ (1. Mose 22:1-12). Hätte Gott das gesagt, wenn er im voraus gewußt hätte, daß Abraham diesem Gebot gehorchen würde? Wäre die Probe ehrlich gewesen?

Überdies berichten die Propheten der alten Zeit davon, daß Gott wiederholt von sich sagte, er habe ‘Bedauern empfunden’ über etwas, was er getan oder zu tun beabsichtigt hatte. Zum Beispiel sagte Gott, er „bedauerte [von dem hebräischen Wort nachám], daß er Saul zum König über Israel gemacht hatte“ (1. Samuel 15:11, 35; vergleiche Jeremia 18:7-10; Jona 3:10).

Weil Gott vollkommen ist, können diese Verse nicht bedeuten, daß Gott einen Fehler gemacht hatte, als er Saul auswählte, der erste König Israels zu werden. Vielmehr muß daraus geschlossen werden, daß Gott bedauerte, daß sich Saul am Ende als treulos und ungehorsam erwies. Hätte Gott die Handlungsweise Sauls vorhergewußt, wäre es unsinnig von ihm gewesen, in bezug auf sich selbst eine solche Aussage zu machen.

Der gleiche Ausdruck kommt in den ältesten Schriften vor, wo im Bericht über die Tage Noahs gesagt wird: „Jehova bedauerte, daß er Menschen auf der Erde gemacht hatte, und es schmerzte ihn in seinem Herzen. Da sprach Jehova: ‚Ich werde die Menschen, die ich erschaffen habe, von der Oberfläche des Erdbodens wegwischen, . . . denn ich bedauere wirklich, daß ich sie gemacht habe‘ “ (1. Mose 6:6, 7).

Auch hier wird der Schluß nahegelegt, daß die Handlungen der Menschen nicht von Gott vorherbestimmt sind. Gott empfand Bedauern, Kummer, ja Schmerz — nicht weil sein eigenes Handeln fehlerhaft war, sondern wegen der überhandnehmenden Bosheit der Menschen. Der Schöpfer bedauerte, daß es notwendig geworden war, mit Ausnahme von Noah und seiner Familie die ganze Menschheit zu vernichten. Gott versichert: „Ich habe kein Gefallen am Tod des Bösen“ (Hesekiel 33:11; vergleiche 5. Mose 32:4, 5).

Kann in Anbetracht dessen gesagt werden, Gott habe den Sündenfall Adams und die verhängnisvollen Folgen, die das für die ganze Menschheitsfamilie haben würde, vorhergewußt und sogar vorherbestimmt?

Was wir betrachtet haben, zeigt, daß dies nicht stimmen kann. Mehr noch, hätte Gott all das tatsächlich vorhergewußt, wäre er der Urheber der Sünde geworden, als er den Menschen erschuf, und damit vorsätzlich für alle Bosheit der Menschen und alles Leid verantwortlich geworden. Das läßt sich eindeutig nicht mit dem vereinbaren, was Gott über sich in der Heiligen Schrift offenbart. Er ist ein Gott der Liebe und des Rechts, der Bosheit haßt (Psalm 33:5; Sprüche 15:9; 1. Johannes 4:8).

Zweierlei Geschick für den Menschen

Die Heilige Schrift sagt nicht, die Zukunft des einzelnen sei irgendwie von Gott im voraus festgelegt oder vorherbestimmt worden. Statt dessen zeigt sie, daß Gott den Menschen nur zweierlei Geschick vorausgesagt hat. Gott gewährt jedem Menschen die Freiheit, zu entscheiden, welches Geschick er sich erwählen will.

Vor langer Zeit erklärte der Prophet Moses den Israeliten: „Ich [habe] dir Leben und Tod vorgelegt . . ., den Segen und den Fluch; und du sollst das Leben wählen, damit du am Leben bleibst, du und deine Nachkommen, indem du Jehova, deinen Gott, liebst, indem du auf seine Stimme hörst und indem du fest zu ihm hältst; denn er ist dein Leben und die Länge deiner Tage“ (5. Mose 30:19, 20).

Und Gottes Prophet Jesus sagte warnend: „Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden“ (Matthäus 7:13, 14).

Es gibt zwei Wege, zweierlei Geschick. Unsere Zukunft hängt von unserem eigenen Handeln ab. Gott zu gehorchen bedeutet Leben, ihm ungehorsam zu sein bedeutet Tod (Römer 6:23).

Gott „läßt . . . den Menschen sagen, daß sie alle überall bereuen sollten. Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will“ (Apostelgeschichte 17:30, 31).

Geradeso, wie es sich die meisten Menschen in den Tagen Noahs erwählten, Gott nicht zu gehorchen, und vernichtet wurden, so gehorchen auch heute die meisten nicht den Geboten Gottes. Aber Gott hat nicht im voraus bestimmt, wer vernichtet und wer gerettet wird. Gottes Wort sagt sogar, daß er „nicht will, daß irgend jemand vernichtet werde, sondern will, daß alle zur Reue gelangen“ (2. Petrus 3:9).

Selbst sehr böse Menschen können bereuen, gehorsam werden und die nötigen Änderungen vornehmen, um Gottes Gunst zu erlangen (Jesaja 1:18-20; 55:6, 7; Hesekiel 33:14-16; Römer 2:4-8).

Gott verheißt denen, die ihm gehorchen, ewiges Leben in einem friedlichen Paradies auf einer gereinigten Erde, frei von aller Bosheit, Gewalttat und von Kriegen, in einer Welt, in der es Hunger, Leid, Krankheit und Tod nicht mehr geben wird (Psalm 37:9-11; 46:9; Jesaja 2:4; 11:6-9; 25:6-8; 35:5, 6; Offenbarung 21:4). Selbst die Toten werden auferweckt werden und die Gelegenheit erhalten, Gott zu dienen (Daniel 12:2;Johannes 5:28, 29).<

(Auszug aus „Wachtturm“ 1998, 15.4., S. 8)

LG ...

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Aber Gott hat nicht im voraus bestimmt, wer vernichtet und wer gerettet wird.

Da sagt die Bibel aber was anderes:

(Römer 9:18) . . .So erbarmt er sich, wessen er will, doch läßt er verstockt werden, wen er will. . .

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@telemann2000

Tja nu. Nobody hat doch erst einen kleinen Teil des "Wissensfundus" seiner Wachttürmer gebracht. Warte nur, bis der richtig loslegt!

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Die Worte aus Römer 9:18 sind ein Zitat aus 2. Mose 9:16 und waren an den Pharao gerichtet. Gott hatte ihn gebeten, sein Volk freizulassen, doch Pharao hatte ein verstocktes Herz. Gott gab ihm mittels der 10 Plagen ZEHN Gelegenheiten, sein Herz zum Guten zu ändern. Doch Pharao reagierte negativ.

Die Ursache dadür war nicht Gott, sondern der Pharao selbst, der sämtliche Warnungen in den Wind schlug. Gott änderte nichts an seinem Herzenszustand. Er ließ diesen Zustand aller Welt offenbar werden. Alles andere wäre ein Eingeiff in die Willensfreiheit des Pharao.

Gott ist zwar Liebe, und „erbarmt sich, wen er will“, aber er „lässt auch verstockt werden, wen er will“ (Rö. 9:18).

Gott hat den harten Herzenszustand des Pharao geoffenbart, ohne ihn zu einem Einlenken zu zwingen.

Doch der Pharao weigerte sich, Gottes Volk ziehen zu lassen. Hochmütig und höhnisch sagte er: „Wer ist Jehova, auf dessen Stimme ich hören soll, Israel ziehen zu lassen? Ich kenne Jehova nicht, und auch werde ich Israel nicht ziehen lassen.“

Um den Pharao wissen zu lassen, wer Jehova ist, und um ihn zu veranlassen, das Volk ziehen zu lassen, benutzte Jehova als Mittel zehn Plagen (2. Mose 5).

Jehova kann Umstände herbeiführen, die Einzelpersonen veranlassen, ihren wahren Herzenszustand zu offenbaren.

Das bedeutet nicht, daß Gott dem Herzen Pharaos böse Empfindungen eingepflanzt hätte. In der Neuen-Welt-Übersetzung lautet dieser Text: „Ich werde sein Herz verstockt werden lassen.“ Gott unternahm zu jener Zeit nichts gegen ihn, sondern ließ ihm so lange Bewegungsfreiheit, bis er sich schließlich im eigenen Netz verstrickte und in sein eigenes Verderben lief.

Jehova zwang Pharao nicht, gegen seinen Willen zu handeln. Pharao war entschlossen, die Israeliten als Sklaven zu behalten. Gott erwies Pharao Güte, indem er auf seine Bitten hin Ägypten immer wieder von den Plagen befreite.

„Einsichten II“, S. 1532:

>Zur Unterstützung dieser Wiedergabe wird im Anhang der Übersetzung Rotherhams gesagt, daß im Hebräischen die Möglichkeit oder Zulassung eines Geschehens oft als dessen Ursache dargestellt wird und daß „sogar ausdrückliche Befehle mitunter lediglich als Zulassung aufzufassen sind“.

Daher heißt es in 2. Mose 1:17 gemäß dem hebräischen Text wörtlich, die Hebammen „veranlaßten die männlichen Kinder zu leben“, während sie in Wirklichkeit jedoch zuließen, daß die Kinder am Leben blieben, indem sie es unterließen, sie zu töten.

Zur Bestätigung führt Rotherham dann die Hebraisten M. M. Kalisch, H. F. W. Gesenius und B. Davies an und erklärt im weiteren die Bedeutung der sich auf Pharao beziehenden hebräischen Texte folgendermaßen: „Gott ließ zu, daß Pharao sein Herz verhärtete — er verschonte ihn —, er gab ihm die Gelegenheit oder die Möglichkeit, die ihm innewohnende Bosheit zu offenbaren. Das ist alles“ (The Emphasised Bible, Anhang, S. 919; vgl. Jes 10:5-7).<

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@OhNobody

Dennoch ging die Aktion von Gott aus....

Das kann man nicht wegdiskutieren....

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Zitat „Zum Beispiel sagt die Schrift, daß „Gott Abraham auf die Probe stellte“, indem er ihm gebot, seinen Sohn Isaak als Brandopfer zu opfern. Als Abraham im Begriff stand, Isaak zu opfern, hielt Gott ihn zurück und sagte: „Jetzt weiß ich wirklich, daß du gottesfürchtig bist, indem du mir deinen Sohn, deinen einzigen, nicht vorenthalten hast“ (1. Mose 22:1-12). Zitat ende

Schau mal in der Bibel. Da steht nicht Gott hat gesagt „jetzt weiß ich wirklich...“ sondern ein Engel von Gott! Dieser kann natürlich nicht vorhersehen wozu Abraham bereit wäre. Genausowenig konnte Satan nicht vorhersehen wie treu Hiob wäre. Darum hat Gott es seinen Geistgeschöpfen demonstrieren lassen (weil er vom Erfolg bereits wusste).

Bedauern bedeutet nicht, das man etwas hätte besser machen können. Wenn man nur zwischen schlecht und schlechter wählen kann, so erfreut man sich ja nicht über seine Wahl die man treffen muss, obwohl es die beste ist.

Zitat „hätte Gott all das tatsächlich vorhergewußt, wäre er der Urheber der Sünde geworden, als er den Menschen erschuf, und damit vorsätzlich für alle Bosheit der Menschen und alles Leid verantwortlich geworden.“ Zitatende

Laut Definition hat man nur dann eine Verantwortung, wenn man sich für etwas verpflichtet zu tun. zB durch ein Versprechen, Vertrag, Gelübte usw. Ohne eine Verantwortung kann man auch keine Schuld haben. Und Gott hat es den Menschen eben nicht versprochen dass er dafür sorge leiste damit diese Leiden. Also kann er auch nicht dafür in Verantwortung gezogen werden. Anders ist es aber mit den Menschen. Ein Kriegsministier möchte freiwillig die Verantwortung übernehmen. Warum sollte dann Gott gegen seinen Willen seine Verantwortung auf sich übertragen (obwohl er es selber nicht will)? Mit dem Vorherwissen des Verursachers geht auch keine Verantwortung einher. Deswegen wird Gott dich nicht dafür verurteilen dass du deine Steuern gezahlt hast, obwohl du wusstest dass du den Krieg mitfinanzierst. Die gleiche Regel gilt auch für Gott.

Zitat „Die Heilige Schrift sagt nicht, die Zukunft des einzelnen sei irgendwie von Gott im voraus festgelegt oder vorherbestimmt worden.“ Zitat ende.

Such mal in deiner Bibel nachen den Wort Vorbestimmt. zB Epheser 1:11, 2. Timotheus 1:9 oder Römer 8:30 undundund

Du sagst Vorherbestimmung sei nicht vereinbar mit Willensfreiheit. Wenn jemand mit einer Waffe bei dir einbricht, kann er bestimmen ob du noch weiterleben sollst oder nicht. Wenn er will dass du noch weiter lebst, so hat er dich nicht zum weiterleben gezwungen. Wenn es nicht gezwungen ist, so ist es freiwillig. Also hast du eine Willensfreiheit. Aber wie ist es Möglich? Er hat etwas bestimmt, und du hast gleichzeitig einen freien Willen? Wenn Gott vorhersieht was du willst, so kann er wissen was er für dich vorbestimmt ohne dass die Bestimmung jemals gegen deinen Willen ist. Welche Annahme hast du, dass deine Vorherbestimmung gegen deinen oder des anderen Willens ist?

Ließ mal
1. Korinther 12:6, und 11
Philipper 2:13
Die Wirkungen gehen von Gott aus, es ist für ihn kein Zufall.
Offenbarung 4:11
Ja alle hat er gemacht. seines Willens wegens! Und nicht ein Ding ist gegen seinen Willen oder eines Zufalls willen
Römer 9:20,21

Spürche 16:4 alles hat er zu seinem Zweck gemacht. Es gibt kein Mittel dass er nicht gebrauchen kann (Determinismus)

und wenn er nicht schon alles gewusst hätte, würde er nicht Prediger 3:14 schreiben. und müsste ständig korrigieren.

Gott sagt eindeutig dass er der Versucher ist: Prediger 7:14, Jesaja 45:7, Sprücher 16:9

Aber wie gesagt. Es bedeutet nicht dass er der Verantwortlicher ist

Nirgendswo lese ich, dass es für ihn selbst ein Zufall ist. Aber anders herum gibt es viele Argumente.

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@Coldnez
Es bedeutet nicht dass er der Verantwortlicher ist

 Zwar erschafft dieser Gott alles, er ist allmächtig, er weiß alles, aber Verantwortung hat er keine. Nur seine Geschöpfe haben Verantwortung.

Ist so ein verantwortungsloser Gott irgendwie plausibel?

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Wenn ich eine Simulationswelt programmiere. Für wen trage ich die Verantwortung was darin alles passiert? Du wirst sagen: für niemanden! Obwohl ich alles darin erschaffen habe, und auch die Ursache für alles bin.

Wenn wir uns in einer Simulationswelt befinden, die Gott erschaffen hat, warum also muss Gott für alles verantwortlich sein?

Wenn du dich mal mit der Definiton Verantwortung auseinandersetzt, weisst du wieso er eben nicht die Verantwortung trägt. Er trägt nur die Verantworung für die Dinge die er will. Genauso wie bei uns Menschen auch.

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@Coldnez
Wenn wir uns in einer Simulationswelt befinden

Den Gedanken finde ich nicht einmal so schlecht. Schließlich ist das Universum groß genug....

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Wenn Gott allmächtig ist, soll man ja nicht glauben dass er etwas nicht kann^^

Ich sage deshalb Simulation. Weil niemand kann eine eigene Verantwortung für sein Schöpfer, oder in der Realität seines Schöpfers übernehmen.

zB kann ein Roboter, der in meiner Realität handlungsfähig ist, hier keine eigene Verantwortung übernehmen. Er trägt die gleiche Verantwortung wie auch ich, nur ich trage die Konsequenz, weil er ja im Prinzip mein Willen ausführt.

Anders ist es aber bei eine handlungsunfähige Simulation oder Traumwelt. Wenn jemand darin sagt „Ich will“, wer hat dann einen Grund zu widersprechen? Es sind wohl die Menschen selbst, die versuchen sich selbst zu widersprechen.. Mit dem Inkompatibilismus und den Indeterminismus.

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1.Timotheus 2, 3 - 4: "Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland, welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

"Gott sagt: Noch bevor etwas seinen Anfang nimmt, weiß ich, wie es ausgeht; ich allein kündige an, was in der fernen Zukunft geschieht. Meine Pläne verwirkliche ich, und was mir gefällt, das führe ich aus." Jesaja 46, Vers 10

Wenn Gott also will, dass alle Menschen gerettet werden dann werden auch alle gerettet, oder es handelt sich hiebei um einen Widerspruch in der Bibel. Außerdem weiß Gott sowieso wie alles aisgeht. Der Freie Wille ist also nur eindeutige Selbsttäuschung!

Epheser 1,3 - 7: "Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus, wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe, und uns vorherbestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich selbst nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten."

Hier steht eindeutig, dass die Glücklichen schon vor dem Bestehen der Welt vorherbestimmt wurden.

Philipper 2,13: "Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen." Epheser 5,17: "Darum werdet nicht unverständig, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist." Ps 73,24: "Du leitest mich nach deinem Ratschluss und nimmst mich am Ende auf in Herrlichkeit." Spr 3,5-6: "Mit ganzem Herzen vertrau auf den Herrn, bau nicht auf eigene Klugheit; such ihn zu erkennen auf all deinen Wegen, dann ebnet er selbst deine Pfade." Spr 16,9: "Des Menschen Herz plant seinen Weg, doch der Herr lenkt seinen Schritt"

Auch diese Worte sprechen alle eindeutig gegen einen Freien Willen.

Das meint dazu der Koran: Sure 9, Vers 51: Sprich: „Nimmer trifft uns ein anderes als was Allah uns verzeichnet.

Sure 57, Vers 22: Kein Unheil geschieht auf Erden oder euch, das nicht in einem Buch stünde, bevor Wir es geschehen ließen. Siehe, solches ist Allah leicht.

Sure 10, Vers 100: Und keine Seele kann gläubig werden ohne Allahs Erlaubnis; und Seinen Zorn wird Er über die senden, welche nicht begreifen.

Sure 76, Vers 31: Er führt, wen Er will, in Seine Barmherzigkeit,

Auch im Islam ist nichts mit Freiem Willen.

Andererseits steht im Koran auch wieder so etwas: "Allah verlangt von niemand mehr, als er vermag. Jedem kommt zugute, was er verdient, und über ihn bricht herein, worin er gesündigt hat." (2,286)

Und in der Bibel: Gal 6:4 "Ein jeder aber prüfe sein eigenes Werk, und dann wird er nur im Blick auf sich selbst Ruhm haben und nicht im Blick auf den anderen;"

_________________________________

Du fragtest nach der Bibel und auch nach anderem, das andere hier ist der Koran, ich habe so ein paar Stellen herausgesucht die dazu passen könnten.

Ich glaube an Gott aber weder an den Koran noch an die Bibel, und so sind solche Stellen auch nicht maßgeblich für mein Denken. Ich glaube, wenn Gott will dann geschieht es, und wenn ein Mensch an Gott glauben will und es ehrlich meint geschieht das auch. Und was wäre das für ein Gott der einem nur eine gewisse Entscheidungsfreiheit vortäuschen würde und letztendlich schon längst bestimmt haben würde, wer Erfolg im Jenseits bekommt?

Natürlich ist unser Freier Wille durch bestimmte Vorgegebenheiten eingeschränkt, und deren sind sogar recht viele, man hat seine Verpflichtungen, der Tag hat 24 Stunden, Schlafen, Essen, körperliche Einschränkungen, das Alter, Gesetze, denke nur mal selbst nach was dir alles noch dazu einfällt. Wir können bestenfalls unsere Gedanken mehr hin zum freien Denken trainieren, aber viel mehr ist nicht drin. Und gehört man dann noch einer Glaubensrichtung an wirds nur noch enger.

Ich denke, dass Freiheit etwas ist das wir gar nicht wirklich verstehen können und das es tatsächlich nur im Jenseits geben kann. Und dort hinbringen kann uns nur die Gnade Gottes. Und was wenn es Gott nicht gibt? Dann ändert sich am Freien Willen auch nichts und wenn wir sterben ist damit alles vorbei. Wäre aber doch schade ... :)

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Zitat
Wenn Gott also will, dass alle Menschen gerettet werden dann werden auch alle gerettet, oder es handelt sich hiebei um einen Widerspruch in der Bibel. Außerdem weiß Gott sowieso wie alles aisgeht. Der Freie Wille ist also nur eindeutige Selbsttäuschung!
Zitat ende

Er will dass alle Menschen geretten sind, das erfordert aber dass sie Gott gehorchen, damit die Menschheit sich nicht gegenseitig vernichten. Doch nicht alle wollen ihm gehorchen, oder sehnen sich nach einem ewigen Leben im Paradis. Er kann also nicht alle retten, und wenn er es täte, wären die Menschen unzufrieden da es noch sündige Menschen gibt die aber bestehen bleiben dürfen. Darum werden nicht alle gerettet weil er die Willensfreiheit der Menschen akzeptiert. Man man keine gezüchteten Wellensittich zufriedenstellen wenn er nur sein Käfig kennt. Er ist erst dann zufrieden, wenn er gesehen hat das ungehorsame Vögel in der scheinbaren Freiheit unglücklich sind, oder es auch selbst erlebt hat. Dann ist die ewige Neugier gestillt und die Gehorsamkeit freiwilig.

Vieles deiner zitierten Bibel oder Korantexte zeigen die Vorherbestimmung Gottes. Doch ich weiss immer noch nicht den Widerspruch zur Willensfreiheit.

Ob nun Gott nur eingeschränkt in die Zukunft schaut, oder alles vorhergesehen hätte, es macht keinen Unterschied was im Universum geschieht wenn er in beiden Fällen genau gleich gehandelt hätte. Warum bedeutet aber sein Wissen das ich Gezwungen werden? Für einen Zwang muss eine Kraft gegen meinen Willen wirken. Gottes Vorherwissen ist aber keine reale Kraft die mich an etwas hindert was ich will. Er kann vorhersehen wie sich der Mensch freiwillig entscheidet und dementsprechend handeln wird. Und wenn er es nicht täte, wäre es genauso freiwillig. Denn die Freiwilligkeit basiert nicht auf das Wissen von Gott. Sondern wenn wir eine nicht-Instinktive Entscheidung begründen können.

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@Coldnez

Ich sehe diese Lehre aber etwas anders. Es geschieht was Gott will, denn das ist die Vorbestimmtheit die erwähnt ist, der Mensch kann seinen Willen nur dem Wollen Gottes unterordnen über den er durchs Lesen der Bibel in Erfahrung bringen könnte. Und je mehr er sich Gottes Wille (oder dem des heiligen Geistes oder dem von Jesus - es ist nun mal der Glaube an die Trinität) hingibt wirkt Gott durch ihn, so ist also der Freie Wille in der vollkommenen Hingabe an Gottes Wille begründet. Das aber wird der Gläubige aber erst einsehen und begreifen wenn er es tun kann, darum gibt es auch Asketen und solche Leute die alle ihre irdischen Güter verschenkt haben und sich ins Kloster begeben. Das kann aber auch nicht das richtige sein weil wir dann aussterben würden.

Wenn Gott allwissend ist und daher weiß wie etwas ausgeht, bedeutet das nicht gleichzeitig, dass es keinen Freien Willen geben kann, denn Gott weiß wozu du dich entscheidest und greift nicht ein. Und wenn Er doch eingreift werden wir das nicht erfahren weil Gott Der Unbeweisbare ist und wir nichts von Seinem evtl. Eingreifen mitbekommen.

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Was hat der Koran mit Gottes Wort zu tun? Schrecklich

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@KaeteK

Der Koran behauptet von sich Gottes Wort zu sein, dazu hat er das gleiche Recht wie die Bibel. Ich glaube nicht, dass auch nur ein Wort in diesen beiden Büchern von Gott stammt.

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Ich sehe es genauso wie du!

Vorherbestimmung hört sich so an als ob man ein Teil zu Gottes Plan beiträgt, die einem zugeteilt wird obwohl man etwas anderes will.

An diese Art von Vorherbestimmung glaube ich nicht. Das wäre wie ein unabwendarer Schicksal die durch die Kraft Gottes gesteuert wird und es wie im Fatalismus in erfüllung bring. Aber so etwas lehrt die Bibel nicht. Gott greift nicht ohne Vorwarnung ein Amos 3:7

Denn es ist nicht Gott der dafür sorgt das unsere Bestimmung in erfüllung geht, sondern der Mensch selbst der es freiwillig tut

Eine einfache Logik:

Wissen ist keine Kraft. Vorherwissen ist keine Kraft. Uneingeschränktes Vorherwissen ist keine Kraft.

Der Zwang aber ist eine Kraft die gegen unser Willen wirkt.

Viele Schlussfolgern diesen Zwang wenn Gott uneingeschränkt in die Zukunft vorhersieht. Das macht für mich keinen Sinn

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1) Unterschieden Sie die verschiedenen von Hume aufgeführten Bedingungen menschlichen Denkens und Handelns?

2) Was meint Hume damit, aus dem Charakter auf die Handlungen zu schließen?

3) Wie erklärt Hume das "Vorurteil" von der Freiheit des Willens?

4) Humes Kritik an der Lehre von der Freiheit mündet in den Vorwurf, diese ziehe die Person aus der Verantwortung. Vollziehen Sie Humes Argumentation nach und diskutieren Sie sie kritisch.


Ich denke, wenn ich die ersten drei Fragen verstanden habe, dann werde ich die 4. Frage natürlich selbst beantworten können.

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