Ist Organspende wirklich so gut wie alle sagen?

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8 Antworten

Überleg Dir mal wie Du zu der Frage nach einer Organspende stehst, wenn es Dich selbst oder Angehörige oder enge Freunde betreffen würde (was niemand hofft).

Ich habe schon seit ca. 20 Jahren einen Organspendeausweis. Meiner Meinung nach sollte jeder der für sich selbst im Notfall ein Spenderorgan möchte auch bereit sein seine eigenen Organe (die einem selbst ja nicht mehr nutzen) für andere Menschen zu spenden.

Du kannst ja auch nur bestimmte Organe zur Spende freigeben. Außerdem wird vor einer Organspende der Hirntod von mindestens zwei unabhängigen Ärzten festgestellt.

Auch ich sage DU musst es entscheiden, nachdem du alle Pros und Kontras abgewogen hast. War das denn eine Veranstaltung, die der Aufklärung dienen sollte? Genau da sehe ich ein großes Dilemma. Entscheiden kann ich mich nur, wenn ich auch wirklich weiß, was bei einer Organentnahme geschieht und wie sie vonstatten geht.

Solange ich nur gesagt bekomme, dass ich nach meinem Tod - wo ich ja nichts mehr merke - meine Organe für einen guten Zweck entnommen bekomme, ist das nicht die volle Wahrheit. Es wird häufig verschwiegen, dass es nur der Hirntod ist, es wird auch verschwiegen, dass hierfür nicht einmal ein Null-Linien-EEG erforderlich ist, auch keine Zusatzuntersuchung wie Ultraschall oder ähnliches.

Verschwiegen werden auch Fehldiagnosen, die aber sehr wohl schon vorkamen.

Wer weiß, dass er nicht in Ruhe und Frieden sterben kann und diese Risiken kennt und dennoch anderen Menschen seine Organe schenken möchte, sollte dies in den Ausweis eintragen, damit seine Angehörigen entlastet sind.

Ich persönlich lehne Organspende ab und möchte auch kein Organ empfangen, da ich es niemandem zumuten möchte - denn für mich ist die Frage Schmerzen bei der Entnahme nicht so klar zu beantworten...

Auch wenn man an die Menschen denkt, die Organe brauchen: Es sollte mehr Geld investiert werden in die Forschung die mit adulten Stammzellen usw. schon sehr weit gekommen ist. Ohne Förderung keine, oder nur langsame, weitere Fortschritte... Mit eigenen Stammzellen bräuchte man auch keine gefährlichen Immunsuppressiva und müsste nicht jahrelang auf ein Organ warten. Leider ist es noch nicht soweit, dass die Alternativen in jedem Fall ein Spenderorgan ersetzen, aber das wäre wünschenswert.

minimal123 18.03.2012, 21:44

Nein das war nur so ein Fest vom Roten Kreuz aber da gingen so welche rum und die haben diese Organspendeausweise an Leute verteilt, aber viel haben sie dazu nicht gesagt. Auch nichts erklärt oder so, deshalb musste ich das dann ja selbst in Angriff nehmen und hab mich im Internet schlau gemacht. Ja und genau diese Sache ist es bei mir auch die Zweifel vorruft, also diese Sache mit dem Hirntod meine ich. Ich kann mir nicht vorstellen dass man Tod ist nur weil das Gehirn nicht mehr funktioniert. Also ich habe jetzt immer noch nichts in diesen Ausweis eingetragen weil ich mich irgendwie nicht traue. Da kann man ja auch sagen, dass man nicht spenden will aber das ist ja dann irgendwie auch unsozial....find ich.

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Also erstmal, lass dich von diesem "Geschenk" nicht unter Druck setzen. Es ist allein deine Entscheidung, ob du deine Organe nach deinem Tod spenden willst oder nicht. Mir persönlich wär es egal, denn wenn ich genau wüsste, dass ich immer so weitervegetiere und nicht mehr aufwache, würde ich eh wollen, dass man mich abschaltet. Vorrausgesetzt, der Arzt weiss das genau... Aber ich glaube für die Angehörigen wäre es schlimmer.. Stell dir vor, der Arzt kommt zu dir und fragt dich kurz nach dem Tod eines nahen Verwandten, ob du seine Organe spendest. Du bist noch voll in Trauer, aber anstatt an seinem Bett zu sitzen und dich zu verabschieden, liegt er im OP? Und ich würde mir bei der Beerdigung die Narben vorstellen. Ich habe auch schon darüber nachgedacht, aber solange ich nicht ohne Bauchgrummeln sagen kann -Ja, ich machs und fühle mich gut dabei, lass ich es lieber.

ich würde das an deiner stelle schon machen, weil vll brauchst du ja auch mal ein organ, nach einem unfall z. b. , und da es ja nach deinem tod ist, würde ich mir nicht so viele gedanken machen... ich habe auch einen ausweis und spende meine nieren. arzt hat mir versichert, dass es nicht möglich ist, schmerzen zu fühlen, da das gehirn tot, und man auch keinen schmerz spürt, und wenn du keinen schmerz spürst, kann es dir doch eigentlich egal sein....

Ich wüsste auch nicht für was du Deine Organe noch gebrauchen könntest wenn du tot bist. Und wenn du "hirntot" bist kannst du doch gar keine Schmerzen empfinden..

marina39 15.03.2012, 19:44

Ach, und das weisst du woher?

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minimal123 15.03.2012, 21:10
@marina39

Das frage ich mich nämlich auch. Woher wollen die alle wissen, dass man wirklich da keine Schmerzen mehr spüren kann? Das ist doch so genau gar nicht erforscht. Und die Hirntoten selbst können es uns nicht sagen....

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es ist auf jeden fall eine gute sache und es ist ja nicht nur 1 arzt der den tod feststellt. so kann man quasi mit seinem eigenen tod anderen helfen .

Eure Meiung könnt ihr bitte zusätzlic in dieser Umfrage festhalten :)) wäre echt toll so viele wie möglich Teilnehmer zu finden. Ist alles ANONYM und KOSTENLOS:)) hier gehts zur Umfrage: https://www.umfrageonline.com/?url=survey_det&uid=72770

toele 19.03.2015, 17:30

tolle umfrage wo man sich erst anmelden muss  ist sehr anonym

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Mach es. Mitkriegen tuste nix mehr, wenn du hirntot bist.

Nicky7 17.04.2012, 15:17

woher weißt du das warst du schon mal hirntot ich glaube nicht?

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