Ist Optimismus nicht gefährlich?

9 Antworten

"Ich denke Optimismus ist sehr gefährlich oder?"

Wie es hier bereits erwähnt worden ist, so scheinst du hier Naivität mit Optimismus ein wenig zu verwechseln.

"Mit Optimismus fällt man doch ständig auf die Schnauze?" 

Naivität oder fehlende Realitätsbezüge können im Zusammenhang mit enttäuschenden Lebensereignissen durchaus 'gefährlich' sein und auch mal zu einer Konfrontation mit dem harten&kalten Boden der Tatsachen führen,.

solche Erfahrungen sind oftmals unangenehm,  unschön,  usw.  Aber jeder selbst entscheidet was er/sie draus macht.

Es als Erfahrung für's weitere Leben mitzunehmen, daraus ggf. Konsequenzen zu ziehen und an bisheriger  persönlicher Sichtweise der Dinge,  etc. etwas zu ändern z.B.   hilft vielen um daran ebenso wachsen zu können wie andere an ständigen Erfolgen im Leben.

"Und wenn man sowieso von Anfang an vom schlimmsten ausgeht dann ist es doch viel unwahrscheinlicher das man enttäuscht wird?"

Klar wirst du nicht enttäuscht. Du befindest dich ja in diesem Fall bereits in absoluter Erwartungshaltung auf das Negative, das Schlechte,  den Misserfolg oder whatever. Dementsprechend bist du innerlich eingestellt.

das hat seine Auswirkungen auf Ausstrahlung,  Handeln, all die Dinge die andere an dir wahrnehmen können. Egal ob zwischenmenschlich, beruflich oder sogar im Umgang mit Tieren wird das unweigerlich  zu Bilanzen unterm Strich führen, die aus der vorab bereits pessimistischen Einstellung so ziemlich allem gegenüber heraus resultieren. 

Auch hier liegt es stark am Individuum selbst, was es aus Situationen und seiner Lebenseinstellung selbst macht.

"Ich jedenfalls halte Optimismus für sehr gefährlich."

Das ist deine Meinung. 

Optimisten sind heutzutage eher bewundernswert  und man sollte sich durch deren Art und Weise dem Leben sowie all seinen Herausforderungen gegenüber zu treten viel mehr vielleicht auch mal zu etwas mehr  Selbstüberwindung motivieren lassen. 

"Pessimismus ist besser denn man ist dann sehr vorsichtig."

Dass reiner  Optimismus zwingend zu mehr Risikobereitschaft oder Leichtsinn führt, daran zweifle ich!!  

jedoch empfinde ich das was Du hier als 'Vorsicht' bezeichnest bei bekennenden Pessimisten sehr oft viel mehr als ein (ängstlich-) vermeidendes Verhalten.  (subjektiv.)

"Warum etwas wagen wenn es doch klar ist das man sowieso scheitern wird?" 

Genau das meine ich (..by the way...)  nämlich da oben... :

Die Erwartungshaltung spielt eine große Rolle. Und mit einer solchen begünstigt man definitiv den Ausgang vieler Dinge. Aber man vergisst dabei, wieviel Einfluss man selbst auf ziemlich vieles hat. Und daran sollte man sich erinnern,  bevor man aufgibt ohne überhaupt einen Versuch gestartet zu haben.

auch wenn das hier eine 0815-Weisheit ist, so ist trotzdem ein Funken Wahrheit dran:  'Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.'

"Es ist doch besser wenn man sich für einen Versager hält und sich unterschützt als sich zu überschätzen oder?"

Es tut mir sehr leid, aber für mich hat das eine hier nicht wirklich etwas mit dem anderen zu tun. Sich selbst so dermaßen zu entwerten und nichts an Fähigkeiten oder Potential zu zu trauen ist deutlich das ernstere Problem von beidem.

Selbst wenn man sich überschätzt so gerät man eben einmal mit seinen grenzen aneinander,  doch das hat m. E.  deutlich mehr Wert an Selbsterfahrung. Zudem hängt Optimismus ebenso nicht zwangsläufig mit Selbstüberschätzung zusammen wie mit Risikofreude oder Leichtsinn.  

Ich wünsche dir nichts mehr, als dass du deine Zeilen nochmal überdenkst oder aus einer der hier verfassten Antworten vielleicht etwas für dich zum nachdenken mitnehmen kannst, das dir hilft um dir künftig einen ausreichenden Selbstwert zugestehen zu können... trau dir selbst mehr zu, sonst verpasst du viel zu viel!!

Alles gute wünsche ich dir!!!

Es stimmt soweit, dass man als Optimist mitunter "auf die Schnauze fällt", wie du es ausdrückst. Aber was ist eigentlich schlimm daran?
Als Optimist versucht man was, fühlt sich gut dabei, und manchmal geht es halt schief. Als Pessimist würde ich mich nicht so gut fühlen.

Aber ich bin auch kein Vollblut-Optimist, ich bewahre mir einen gewissen Anteil an "gesundem Pessimismus". Meine Tendenz geht aber in Richtung Optimismus (aufgrund des besseren Lebensgefühls).

Ich bin ein Optimist durch und durch klar Fall ich öfter auf die Schnauze als andere aber Hey aus Fehler lernt man ja bekanntlich und wenn es heute nicht funktionieren tut dann eben morgen ich versuche Dinge solange bis es geht weil ich der Meinung bin alles ist möglich (hat auch was mit dem glauben zu tun) und du bist auch ein Optimist, ein optimistischer Pessimist (hoffe das kommt jetzt verständlich rüber) und gestorben bin ich noch nicht durch mein Optimismus ;)

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