Ist nicht jeder in irgendeiner weise psychisch krank?

13 Antworten

Ich würde es eher anders sehen. Jeder ist einzigartig und man übertreibt oft wenn man von Psychischen Störungen spricht. Ich kenne Beispielsweise echt viele,die sich als depressiv ausgeben nur weil sie mal ´ne Trauer Phase durchleben. Jeder ist mal traurig. 

 Wenn man so will ist niemand wirklich normal.. denn was heißt "normal" und wer sagt was normal ist und was eben nicht?? klar gibt es Menschen die auf den ersten Blick genauso sind wie andere,die mainstream sein wollen...aber innerlich haben sie Eigenschaften die sonst niemand hat. 

Sei froh nicht das Leiden einer schweren psychischen Erkrankung kennen zu müssen! 

Meinung ist nicht Wissen, dies ist zu postfaktischen Zeiten nicht anders!

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Hallo Sterni,

ich habe mal gelesen, dass ca. 85 % der Menschen im psychiatrischen Sinne eine Störung aufweisen. Aber das heißt ja nun nicht, dass 85 % gleich krank sind. Zum kranksein gehört immer auch ein gewisser Leidensdruck.

Problematisch wird das nur bei der antisozialen Persönlichkeitsstörung. Denn die haben ca 3% der Bevölkerung, und das problematisch ist, dass davon nur ein Teil im Gefängnis sitzt. Ein Großteil sitzt auf führungspositionen und im Chefsessel. VW-Skandal lässt grüßen. Da ist es problematisch, dass die Leute mit APS normalerweise nicht selbst leiden, sondern hauptsäc hliche ihre Umgebung.

Normal ist ja nun wirklich ein sehr dehnbarer Begriff.

Und sicher hat jeder seine Eigenheiten. Das soll und darf in gewissem Maße ja auch sein. Deswegen ist man aber nicht gleich psychisch krank, auch nicht wenn man als einziger so wäre. ( ist man aber nie; irgendwo gibt es immer jemanden der auch so "tickt")

Manches ist allerdings wirklich behandlungsbedürftig, vor allem dann wenn man durch seine Psychische Krankheit auch noch dem Körper schadet.

Auf die Dosis kommt es an, hatte mal Paracelsus gesagt und hervorgehoben dabei, ob ein Ding giftig sei oder nicht. Den Gedanken von Paracelsus kann man auch auf dein Beispiel übertragen. Ob man psychisch krank ist oder nicht, ist eine Frage der Dosis. Ist sie ziemlichgering, wie bei vielen Menschen, dann liegt keine Krankheit vor, allenthalben ein Stimmungstief oder ne Macke, mehr isses meist nicht. alles was dann von diesere Norm negativ abweicht, hat dann irgendwann Krankheitswert.

Es geht bei psychischen Krankheiten/-Störungen nicht um Eigenarten. Es geht um das Leid, starke psychische Schmerzen, der geringen Lebensqualität und Einschränkungen im Alltag und nicht ob jemand in seiner Art auf andere Merkwürdig wirkt.

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