Ist Nagelkauen ein psychisches Problem?

7 Antworten

Man muss nicht zum Psychologen. Es ist im Grunde ein psychologisches Problem, weil es auf Nervosität zurückzuführen ist und das ist oft ein Zeichen von Unsicherheit. Man kann es aber auch als schlechte Angewohnheit sehen, die man selbstständig wieder verlernen kann (man hat sichs ja quasi auch angelernt die nägel in bestimmten situationen abzukauen). Zum Aufhören muss man sich mit den Momenten befassen, in denen man es tut und dann trainieren in den Momenten seine Nervosität anders abzubauen oder die Ursache der Nervosität zu beseitigen, z.b. sich selbst beruhigen, tief durchatmen, seine gedanken auf etwas anderes lenken.

Finde heraus, warum man seine Nägel kaut. Man beißt sich selbst seine Krallen weg. Warum? Es muß eine Ursache dafür geben. Rüdiger Dahlke hat dies in seinem Buch "Aggression als Chance" beschrieben.

Säuglinge folgen noch sehr stark ihren Instinkten, sie suchen nach der Mutterbrust, wenn ihnen etwas fehlt (meistens fehlt ihnen zu ihrem Glück Nahrung und körperliche Zuwendung).

Dieses Saugen bringt eine gewisse Befriedigung für das Kind. Ist ein Kind unruhig oder quengelig, bekommt es manchmal einen Nuckel verpasst (sieht für mich aus, als ob ein Kind mundtot gemacht werden soll), auch ein Nuckel beruhigt. Manche Kinder saugen auch an ihrem Daumen und später saugen manchen an Zigaretten. All das beruhigt. Das Nägelknabbern ist letztlich nur eine Variante des Daumenlutschens.

Was möchtest Du wissen?