ist moral denn nicht ansichtssache?

14 Antworten

Es gibt individuelle Erfahrungen, was für einen gut ist und was nicht. Es gibt aber auch gemeinschaftliche Erfahrungen, was für die Gemeinschaft als Einbettung des Individuums gut ist und was nicht. In dem Maße, in dem sich eine Gemeinschaft als Gemeinschaft erfährt und darauf pocht, dass zum Wohle aller bestimmte Verhaltensweisen eingehalten werden, bekommt die Moral dieser Gemeinschaft Verbindlichkeit, wird für das Individuum bindend, wenn es sich in dieser Gemeinschaft wohl fühlen will.

Dass die Frage wie getan überhaupt gestellt werden kann, zeigt an, dass in einer Großgesellschaft eine solche Bindung weder ausreichend vermittelt noch vom Individuum eingefordert wird. An seine Stelle tritt in immer stärkerem Maße das Gesetz und das Gefühl, dass dafür der Staat mit seinen Organen zuständig ist. Die Frage, ob ein innerer Zusammenhalt einer Gesellschaft durch Selbstorientierung an gemeinsamen Werten ersetzt werden kann durch einen Vorschriften- und Überwachungsapparat, wird sich erst evolutionär herausstellen.

Derjenige, der sein Gutdünken, seine Ansichtssache zum Wertmaßstab erhebt, muss im Interesse der Gemeinschaft eingegrenzt werden. Die Gesetztesmaschen werden immer dichter, die Aufpasser immer mehr und schlechter bezahlt, was die Chance erhöht, dass Weggucken bezahlbar wird und mit der Zeit wird evtl. auch "Gerechtigkeit" eine Sache des Geldes. Dann jammern die Leute über die "Macht des Geldes" und übersehen, dass sie selbst diese Situation herbeigeführt haben.

Gute Antwort. DH. lieben Gruß :-)

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Moral ist individuell. Moral ist das was jemand für gut und richtig ansieht. Moral ist das, nach dem man seiner Meinung nach leben sollte um ein guter Mensch zu sein.

Hallo, Sitte; bezeichnet - im Unterschied zur Ethik als Theorie der Moral - die normativen Regeln, die das Handeln von Menschen faktisch bestimmen bzw. bestimmen sollten, wobei Menschen auf den Verstoß gegen diese Regeln mit Schuldgefühlen reagieren. Diesen Satz konnte ich ergooglen.

Warum werden im Internet inzwischen sogar Opfer von Gewaltverbrechen verhöhnt?

Guten Morgen an die Community! Als ich mit dieser Geschichte konfrontiert wurde, hat es mich wirklich ein Stück weit fassungslos gemacht.

Nicht weit entfernt von der Gegend, in der ich lebe, wurde ein Mensch ermordet. Der Täter ist (Stand heute) noch nicht gefasst, die Ermittlungen laufen noch. Es ist leider sogar fraglich, ob der Täter überhaupt gefunden wird, da es kaum verwertbare Informationen und erst recht keine Zeugen gibt... Aber darum geht es in der Frage nicht hauptsächlich.

Denn in gewissen Kreisen "weiß" man natürlich schon wieder sehr viel mehr als die Polizei: der Täter muss definitiv ein Flüchtling/Migrant oder sonstiges sein! Und es kommt noch besser: das Mordopfer wird im Internet lächerlich gemacht und als "abschreckendes Beispiel" hingestellt!

Ich muss dazu sagen, dass dieser Mensch wohl eine ziemlich weltoffene, liberale Grundeinstellung hatte und intellektuellen Kreisen entstammte. Womit manche, am politischen Rand angesiedelte Bürger ja bekanntlich so ihre Probleme haben.

Da kommen dann Kommentare wie (aus dem Gedächtnis zitiert):

"Natürlich ist jeder Mord an einem Deutschen traurig. Aber besser, es erwischt so einen linksgrün versifften Gutmenschen, als einen strammen Nationalisten."

oder:

"Naja, wenigstens haben wir jetzt einen Merkel-Wähler weniger."

oder:

"Selber Schuld, wenn man sich mit Muttis Goldjungs einlässt."

Ich wiederhole noch einmal, dass über die Identität oder das Motiv des Täters NICHTS bekannt ist!

Ganz ehrlich: ist das noch normal? Sich über einen Menschen lustig machen, dessen Leben auf so schlimme Art und Weise enden musste? Muss man selbst solche Taten noch instrumentalisieren? Merken diese Menschen nicht, dass sie ihrer Partei oder Ideologie durch dieses Verhalten Schaden, indem sie sich selbst bloßstellen?

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