Ist mit negativen Schufa-Einträgen zu rechnen, wenn ich mir aus meiner Sicht unrechtmäßig abgebuchtes Geld zurückhole?

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3 Antworten

aber beim Bestellvorgang wird der Kunde aus meiner Sicht bewusst in die
Irre geführt und es wird an keiner Stelle direkt auf ein Abo
hingewiesen.

Du hast nicht zufällig einen Screenshot der entsprechenden Seite?

Wenn auf dem Anmeldebutton steht "jetzt kostenfrei, später kostenpflichtig" dann genügt dies den Anforderungen des § 312j BGB.

Da ich zu keinem Zeitpunkt eine Einwilligung in Textform zu einem
SEPA-Mandat bzw. Einzugsermächtigung erteilt hatte, gehe ich davon aus,
dass das Unternehmen nach dem neuen SEPA-Verfahren streng genommen, kein Recht auf eine wiederholende Abbuchung hatte.

Wo steht das Textformerfordernis für ein SEPA-Mandat gesetzlich veranktert?

Textformformat wäre aber auch eine Anmeldemaske auf einer Seite, wo man letztendlich einen Haken setzt.

Meine Frage hierzu: Muss ich in diesem Fall mit einem negativen Schufa-Eintrag rechnen?

Ein Schufa-Eintrag bedingt immer deiner Zustimmung oder der gerichtlichen Feststellung der Schuld.

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Kommentar von HorstKalauer
15.10.2016, 08:13

Schau mal z. B. hier wegen SEPA-Mandat:

http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsanwalt/bankrecht/sepa_mandat

Ich bin mir nicht sicher, ob ein Häckchen reicht, auch wenn das ggf. eine gängige und von den Banken akzeptierte Form ist.

Ein Screenshot der Bestellseite habe ich gerade nicht, aber auf dem Bestell-Button stand nichts von ,später kostenpflichtig' oder ähnliches.

Dass die für einen Schufa-Eintrag meine Einwilligung benötigen war mir neu. Kann ein Unternehmen, das gar nicht mit der Schufa zusammenarbeitet (in den AGBs steht nichts darüber) überhaupt Daten an die Schufa melden?

Ich möchte denen wirklich kein Geld schenken, habe aber auch keine Lust auf einen negativen Schufa-Eintrag.

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Seit sechs Monaten ziehen die ab und jetzt reagierst du erst? Leider kann man davon ausgehen, dass ihr den Vertrag akzeptiert habt in der Zeit. Ein Rückholen auf diese Art ist nicht möglich. Ihr werdet dann in jedem Fall Ärger bekommen. Der bessere Weg ist es zu versuchen die Leistung Zurückerstatten zu lassen. Das werden die aber wohl auch nicht wollen und ein Anwalt kostet Geld. Hier werdet ihr den Kopf ganz schlecht aus der Falle bekommen. Auf alle Fälle jetzt schon zum nächst möglichen Termin vorsorglich kündigen!

Der beste Anlaufpunkt für eure Frage ist die Verbraucherschutzorganisation, die es in jeder größeren Stadt gibt. Hier bekommt ihr für eine geringe Gebühr Antworten, Tipps und Hilfe.

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Kommentar von HorstKalauer
15.10.2016, 07:50

Wo bitte steht denn, dass ich einen Vertrag akzeptiert habe, nur weil ich nicht bemerkt habe, dass die ständig Geld von meinem Konto abbuchen?

Was für Ärger soll ich denn bekommen wegen insgesamt ca. 200 Euro, die ich mir ggf. zurückhole? 70 Euro (8 Wochen) habe ich mir bereits zurückgeholt.

Meinst du die verklagen mich deswegen?

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Wenn du die AGB nicht liest, ist das allein dein Problem. Außerdem ist es recht unglaubwürdig, dass du ein halbes Jahr lang nichts von den Abbuchungen gemerkt haben willst.

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Kommentar von HorstKalauer
15.10.2016, 07:40

Und was ist, wenn in den AGBs steht, dass ich denen monatlich 20 Waschmaschinen abkaufen und 2 mal wöchentlich die Füße küssen muss? Bin ich dann auch dazu verpflichtet, wenn ich die AGBs nicht gründlich gelesen habe?

Ich kann mir kaum vorstellen, dass das rechtens ist, den eigentlichen Vertragsgegenstand erst versteckt in den AGBs und nicht offensichtlich beim Bestellvorgang zu präsentieren.

Bei einem Gemeinschaftskonto mit durchschnittlich 70-80 Kontobewegungen im Monat kann es ggf. schon mal passieren, dass unrechtmäßige Abbuchungen übersehen werden.

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Kommentar von HorstKalauer
15.10.2016, 09:48

Deine Antworten sind extrem praxisfern.

Ich bin überzeugt davon, dass 95 % der User bei Online-Bestellungen die AGBs nicht ganz durchlesen und das ist im Prinzip allein aus Zeitgründen auch kaum praktikabel, wenn man bedenkt wie lang diese Texte oftmals sind.

Der eigentliche Vertragsgegenstand darf nicht erst in den AGBs enthalten sein, sondern muss zwingend schon beim Bestellvorgang ersichtlich sein.

Alles andere ist Abzocke und zumindest aus meiner Sicht rechtswidrig.

Vielleicht hat ja jemand noch hilfreiche Hinweise/Ratschläge? Halbwissen hab ich ja schon selbst.

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