Ist meine Vision eines U-Bootes realistisch?

5 Antworten

Von Experte ponter bestätigt

Uboote haben nur solange einen Vorteil, wie sie nicht entdeckt werden. Die größte Gefahr entdeckt zu werden besteht durch die Eigengeräusche, die ans Wasser abgeben werden. Genau hier liegt der größte Haken von mehreren in deinem Konzept.

Es gibt aktuell keinen Antrieb, der auf der einen Seite stark genug wäre, um deinen U-Kreuzer anzutreiben, der auf der anderen Seite aber geräuschlos arbeitet.

"Flugzeugträger sind zu groß, praktisch unmöglich zu verstecken"

Deshalb agieren diese außerhalb der Reichweite der Gegner.

"noch weniger zu verteidigen."

Äh, die kann man sehr wohl verteidigen mit unterschiedlichen Raketensystemen und seinen eigenen Flugzeugen.

"Sie eignen sich um Verstärkungen in Krisen Gebiete zu bringen sowie eine begrenzte Anzahl an Flugzeugen, mehr nicht."

Sie eigenen sich sehr wohl um gegnerische Kräfte Kopfschmerzen zu bereiten und eigene Kräfte mit Aufklärung und Feuerkraft zu unterstützen

Zum U Boot, das alles ist eher theoretisches Wunschdenken. Du willst haufenweise Raketen und Torpedorohre drin haben, haufenweise Automatisierte Systeme die einfach so funktionieren, dann noch einen dicken Druckkörper und irgendwo ist dann nochmal Platz für die energieversorgung für Monate. Dann bräuchtest du auch noch Platz für die Lagerung von Nahrung für die Besatzung und dessen Räume, Ersatzteillager und Werkstätten um deine Drohnen zu warten,.....

Theorie klingt toll, Praxis ist wieder was anderes.

Wie alt bist Du denn?

So ein Konzept haben mein Kumpel und ich in der neunten oder zehnten Klasse mal entwickelt.

Es war etwas beeinflusst von Seaquest DSV und einer Konzeptzeichnung eines Stealth-Flugzeugträgers.

Bei uns lief es auf einen U-Flugzeugträger hinaus mit Senkrechtstarter hinaus.

So wie aber auch früher Schlachtschiffe die Meere dominiert haben, es dann die Flugzeugträger taten, so stellt sich heute die Frage: "Braucht man so etwas überhaupt noch?"

Solange die Kommunikation funktioniert kann jeder Einsatz auf der Welt von jedem Ort der Welt kommandiert werden. Große mobile Kommandozentralen sind nicht nötig, und wenn, dann packt man sie nicht auf ein Fahrzeug das aktiv an Kampfhandlungen teilnimmt.

Ich kann dir nur zustimmen, aber so ein Trägerboot würde ja auch nur im Notfall direkt an Kampf teilnehmen, normalerweise nicht. Ich bin 18, das ganze Ding hab ich mir vor über einem Jahr ausgedacht und hab Zeichnungen wieder gefunden.

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Du solltest dich mal mit einem Flugzeugträgerverband (!) mal besser beschäftigen. Dazu gehören übrigens auch U-Boote. Verstecken? Klar, geht nicht. Aber noch weniger verteidigen? Großer Trugschluss.

Der Kommandant von U 24 kann über diese Aussage sehr müde lächeln, er hat mit diesem Diesel-U-Boot den Abwehrring des Flugzeugträger "Enterprise" unbemerkt durchbrochen, ein paar astreine Zielfotos gemacht und ist dann wieder lautlos verschwunden.

Das war 2001, von den neueren Modellen werden mittlerweile ähnliche Manöver bei Übungen ausgeführt.

U206a ist neben eine Atom-U-Boot hergefahren, ohne das sie bemerkt wurden.

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@HoskevonBerg
Der Kommandant von U 24 kann über diese Aussage sehr müde lächeln, er hat mit diesem Diesel-U-Boot den Abwehrring des Flugzeugträger "Enterprise" unbemerkt durchbrochen, ein paar astreine Zielfotos gemacht und ist dann wieder lautlos verschwunden.

Das war übrigens nicht der einzige Fall, in dem ein deutsches Uboot manövermäßig einen Flugzeugträger versenkjt hat. Auch die britische Ark Royal musste schon dran glauben.

U206a ist neben eine Atom-U-Boot hergefahren, ohne das sie bemerkt wurden.

Wir sind damals, als ich noch dabei war, bei einer Aufklärungsfahrt mitten in ein Manöver der Roten Flotte reingefahren und erst, als wir sie direkt provoziert haben, haben sie uns bemerkt. Die anschließende Jagd auf uns durch den gesamten Verband verlief aber für die andere Seite erfolglos, obwohl wir zwischendurch sogar durch Leuchtkugeln unsere Position verraten haben.

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Hallo,

Ist meine Vision eines Ubootes realistisch?

JAEIN

Man nehme die modernste deutsche U-Boot Generation und entwickele sie weiter.

U-Boote - Klasse 212 A

Diese U-Boote kommen ohne Nuklearantrieb aus, fahren nahezu geräuschloß und können trotzdem lange abtauchen. Sie sind weltweit die ersten außenluftunabhängigen U-Boote. Sie fahren mit einem Wasserstoffantrieb (Brennstoffzelle).

Diese U-Boote fahren so leise, dass sie selbst einem Trägerverband gefährlich werden können. Das wurde bereits erprobt und ist nachgewiesen.

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Während eines Manövers in der Karibik durchbrach ein deutsches Diesel-U-Boot (U 24) den angeblich undurchdringlichen Abwehrring um den US-Atom-Flugzeugträger "Enterprise", feuerte aus günstigem Schusswinkel einen simulierten Torpedofächer ab, fotografierte den 75 000-Tonner durch das Angriffssehrohr und tauchte dann ohne Vorwarnung unmittelbar neben dem Riesenziel auf. Der US-Admiral soll außer sich gewesen sein.

Ein anderes U-Boot des Typs 206 A (500 ts) passierte in der Karibik ein auf es angesetztes US-Jagd-U-Boot der Los-Angeles-Klasse (7100 ts, Atomantrieb) in geringer Distanz mehrmals, ohne dass die US-Crew den nahen "Feind" erkannt hätte. Amerikanische U-Boot-Offiziere an Bord des deutschen Bootes verfolgten das Duell nach Zeugenaussagen "mit Schweißtropfen auf der Stirn".

Quelle: Hamburger Abendblatt

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Das A & O eines U-Bootes ist seine Unauffindbarkeit. Damit steht und fällt seine Wirksamkeit. Alles andere sind Gedankenspiele. Was es wahrscheinlich nicht benötigt, ist eine separate, mobile Kommandozentrale

Theoretisch ließe sich sicherlich der deutsche U-Boot Antrieb in größeren U-Booten verwirklichen und definitiv lässt sich sicherlich auch eine Stealth-Fähigkeit integrieren. Die Klasse 212 A ist sehr klein, mit einer Länge von 56m und einer Breite von 7m ist sie im Vergleich zu den nuklear betriebenen U-Booten nahezu winzig.

Es werden bereits größere Varianten gebaut. Diese sind trotzdem im Vergleich eher klein. Die Klasse 216 verfügt über einen etwa um 40% längeren Rumpf.

Alles Gute Dir... und bleib gesund.

Gruß, RayAnderson  😉

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Technische Merkmale der U-Boot-Klasse 212 A

Die Boote können im gesamten Operationsgebiet der Deutschen Marine, vornehmlich in europäischen Gewässern und dem Nordatlantik eingesetzt werden. Bautechnische Merkmale sind:

  • Schwerortbarkeit durch nicht magnetischen und hochfesten Bootsbaustahl
  • Hybridantrieb, aus Brennstoffzellen und konventionellem dieselelektrischem Antrieb kombiniert
  • Antrieb mit nur einer, allerdings sehr geräuscharmen Siebenblattschiffsschraube
  • lange Tauchzeiten durch den neuen Hybridantrieb
  • außenluftunabhängiger Antrieb durch Brennstoffzellen
  • erhöhte Kampfkraft
  • hoher Eigenschutz durch die Fähigkeit, gegnerische Torpedos zu erkennen
  • Führungswaffen- und Einsatzsystem mit integrierten Sensoren
  • technisch abgestimmte Sonarsysteme mit großem Reichweitenvorteil: Bugsonar, Rumpfseitensonar (Flank Array) und ein elektrisch ausfahrbares Schleppsonar (Towed Array) im Heckbereich
  • Sehrohr und ESM-Anlage.

Bewaffnung

Die Hauptwaffe sind Torpedos vom Standardkaliber 533mm, die nicht mehr im Rohr gestartet werden, sondern mit Druckwasser aus dem Rohr ausgestoßen und erst kurze Zeit später anlaufen. Dieses Verfahren verhindert die Ortung des Bootes beim Abschuss. Die Torpedorohre sind aus Platzgründen asymmetrisch angeordnet, wobei sich vier Rohre backbords und zwei Rohre steuerbords der Mittellinie befinden. Insgesamt können 12 Torpedos vom Typ DM2A4 mitgeführt werden. Dieser Torpedotyp wird nach dem Schuss über einen Lichtwellenleiter (Glasfaser) gelenkt und von einem Elektromotor angetrieben. Alternativ können auch bis zu 24 Rohrminen mitgeführt werden. Die Klasse 212 ist zweitschussfähig und somit das erste deutsche Nachkriegsunterseeboot mit dieser Fähigkeit, die zunächst erst einmal von der NATO genehmigt werden musste. Zum Eigenschutz werden die U-Boote U35 und U36 mit dem Täuschkörperausstoßsystem TAU 2000 ausgerüstet.

Die vier Ausstoßcontainer mit je zehn Täuschkörpern befinden sich vor dem Turm im freiflutenden Oberschiff, also außerhalb des Druckkörpers. Der Einbau des Waffensystems IDAS ist im Rahmen einer Nachrüstung geplant. Der Flugkörper IDAS (Interactive Defence and Attack System) ist eine lichtwellenleitergelenkte Mehrzweckwaffe zur Selbstverteidigung gegen Bedrohungen aus der Luft und zur Bekämpfung von Schiffen bis mittlerer Größe und küstennaher Landziele.

Das zweite Baulos

Das geplante zweite Baulos (U35 und U36 sieht keine tiefgreifenden technischen Änderungen gegenüber dem ersten Baulos vor. Allerdings werden die Fähigkeiten zum weltweiten Operieren, zum Einsatz von Spezialkräften und zur verdeckten Aufklärung entscheidend erweitert. Dazu zählt ein neues INDRA Satellitenkommunikationssystem im X-Band-Bereich mit einer Leistung von 128 kb/s zur Sprach- oder Datenübertragung bei Periskoptiefe. Des Weiteren wird das bisherige Computersystem durch ein neues verbessertes und integriertes Sensor-Unterwassersystem ATLAS Elektroniks ersetzt. Das Sonar wird überarbeitet und mit einer Flächenantenne ausgerüstet, ein Sehrohr wird durch einen OMS 100 Optronikmast mit SERO 400 Periskop von Carl Zeiss Optronics ersetzt. Für das verdeckte Aussetzen von Kampfschwimmern wird eine Vier-Mann- Schleuse eingebaut. Letztlich wird die an Bord befindliche Klimaanlage tropenfähig gemacht. Die Kommunikationsfähigkeiten werden mit der Einrüstung der Antennenboje CALLISTO Gabler Maschinenbau entscheidend verbessert. Dabei stehen zwei Einsatzvarianten zur Verfügung: Die Antennenboje ist ander Spitze eines Ausfahrmasten eingeklinkt und funktioniert als normales Antennensystem, oder CALLISTO ist an einem Schleppkabel ausgeklinkt und ermöglicht dem tiefgetauchten Boot, auf allen Frequenzbändern terrestrisch und mit Satelliten zu kommunizieren. Der Stapellauf von U35 ist in 2011 geplant, während U36 ein Jahr später folgen soll.

Deutsche U-Boot Klasse 212 A

 - (Politik, Deutschland, Bundeswehr)

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