Ist meine Nebenkostenpauschale im Mietvertrag rechtskräftig?

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11 Antworten

Für die Positionen in Pauschale B fallen ca. € 750,- pro Jahr an. Also monatlich rund € 60,-. Kommt natürlich drauf an, wie hoch die Gebühren für die einzelnen Positionen bei Dir sind. Es kann durchaus kräftige Abweichungen nach oben geben, dennoch kommt auch mir der Betrag hoch vor. Schau doch noch mal genau im Mietvertrag nach, ob das wirklich eine Pauschale ist oder nicht doch eine Vorauszahlung. Denn selbst wenn man keine exakte Verbrauchserfassung hat, sind es doch gerade diese Positionen, die sehr gut einzeln nachgewiesen und auch aufgeteilt werden können. Ansonsten könnten die Vermieter Dir doch einfach mal die Kosten einzeln auflisten und damit belegen, dass die Pauschale als Kostendeckung korrekt ist und nicht der Gewinnerzielung dient.

Das ist völlig koreckt,es werden die Heizkosten mit warm Wasser,und die anderen Nebenkosten getrennt aufgeführ.Der Vermieter darf nur die tstsächlichen Kosten auf die Mieter umlegen und keinen Gewinn daraus erzielen.Die Kaltmiete ohne Nebenkosten ist dann der Teil aus dem die Kostenmiete erzielt wird und ein möglicher Gewinn für den Vermieter.

Das ist ja eine seltsame Antwort! "Der Vermieter darf keinen Gewinn daraus ziehen" Wenn du ungerechtfertigte Bereicherung der Pauschalmiete unterstellen willst, dann muss zuvor das BGB geändert werden.

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Nun muss ich nochmals schreiben, da deine Angaben in deinen Kommentaren und in der Frage überhaupt nicht konform sind. Einmal schreibst du:"Einmal Pauschale A für Heizung", dann wieder "Dazu kommt eine monatliche vorrauszahlung für heizung und warmwasser von100€". Ja was soll denn hier richtig geantwortet werden bei diesem Wirrwar? Nach nunmehriger Vermutung von mir zahlst du also monatlich für Heizung und WW monatlich eine Vorauszahlung in Höhe von 100 Euro und desweiteren eine Pauschale für die aufgezählten weiteren Betriebskosten in Höhe von 100Euro. In diesem Fall wird also lediglich jährlich über die Heizkosten abzurechnen sein, nicht aber über die vereinbarten Hausnebenkosten. Sollten keine Heizkostenverteiler oder Wärmemengenzähler da sein, sind die Heizkosten um 15% zu reduzieren.

Selbstverständlich ist das so möglich. In dem Fall gibt es keine jährliche Abrechnung. Die Pauschale/n gilt/ gelten für die gesamte Mietzeit. Eine Anpassung ist nur für die Zukunft möglich, wenn diese Möglichkeit ausdrücklich im Mietvertrag vereinbart wurde.

Gelten die 100 Euro nun für beide Pauschalen zusammen? Wenn ja, hast du bei 60 m² WF einen super Mietvertrag! Bei dieser Wohnfläche wären ca. 150 Euro Betriebskosten/Monat anzunehmen.

Jetzt zu meiner Frage, dürfen denn diese Punkte die ich Großschrieben habe überhaupt in einer Pauschale zusammengefasst werden?

Natürlich dürfen sie das. Es sind alles umlegbare Nebenkosten.

Ob die Höhe gerechtfertigt ist, ist eine andere Frage.

Bei einer Pauschale, das schrieb ich Dir schon zu Deiner anderen Frage, sichert sich der Vermieter einfach nur ab.

Vor allem Wasser ist da so Posten. Das kann für eine Person schon mal locker ca. 30 - 50 € im Monat ausmachen.

Die Fragestellung beschreibt das Problem nicht eindeutig. Pauschalmiete trennt nicht die Grundmiete von den Nebenkosten sondern stellt sich als eine Gesamtmiete dar, die keinerlei Abrechnung erfährt und jeden Monat als Gesamtbetrag an den Vermieter entrichtet wird. In diesem Fall braucht es auch keine Trennung zwischen NK A und NK B. Das Gegenstück wäre eine Gesamtmiete, bei der die Nebenkosten als pauschale monatliche Vorauszahlung mit der Grundmiete geleistet werden. Hier wird nach einem 12-monatigen Abrechnungszeitraum eine Abrechnung der NK und BK durch den Vermieter erstellt. Zu welcher Kategorie gehört dein Mietvertrag? Mischformen sind auch möglich.

pauschale monatliche Vorauszahlung

Es gibt keine pauschale Vorauszahlung, das wäre ein Paradoxon und würde sich in sich widersprechen. Das entscheidende Kennzeichen einer Vorauszahlung ist ja gerade, dass sie nicht pauschal ist...

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@MosqitoKiller

Nur die pauschale monatliche Vorauszahlung bei Abrechnung der Nebenkosten ist das übliche Modell der aktuellen Mietverträge, weil keine monatliche Abrechnung der Nebenkosten erfolgen soll.

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Also die Miete alleine sind 350€! Dann steht im Vertrag: zusätzlich zur Miete bezahlt der Mieter a) für Heizung und Warmwasser eine VORRAUSZAHLUNG von 100€ monatlich

b) für Wasserversorgung,Entwässerung, Müllabfuhr, schornsteinfeger, Versicherung, und Grundsteuer einen PAUSCHALbetrag von 200€ monatlich! Über die Vorrauszahlung wird jährlich abgerechnet, ist eine Pauschale vereinbart,erfolgt keine Nachforderung!

Das ist der Originaltext...

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@nitro87

Das heißt, Heizung und Warmwasserbereitung werden abgerechnet mit entsprechend Guthaben oder Nachzahlung, die restlichen Kosten jedoch nicht...

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@nitro87

Damit ist klar, dass die Nebenkosten durch 2 verschiedene Verfahren abgerechnet werden. Diese Form der Abrechnung ist möglich, weil sie frei von beiden Parteien vereinbart wurde. Vorteilhaft für dich muss das nicht sein, weil die gesamten Nebenkosten (5,00€/m²) annähernd so hoch sind wie die Grundmiete.
Sollte der Vermieter auf deine Forderung nach Veränderung des Mietvertrages nicht eingehen, bliebe dir nur die ordentliche Kündigung.

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Nach meinem Verständnis ist hier keine Bruttomiete vereinbart (was du hier meinst zu erkennen) sondern eine Nettomiete zuzüglich einer Pauschale für Heizkosten und einer Pauschale für die übrigen Betriebskosten (Hausnebenkosten genannt).

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@albatros

Der Begriff "Miete" im Mietvertrag bezeichnet die Nettomiete. Der Vermieter unterlässt es eine Gesamtmiete im Mietvertrag auszuweisen. In Worten ist ohnehin keine Zahl geschrieben worden. Aber egal wie die Mietteile benannt sind, der Mieter muss monatlich für 60m² Wohnfläche 650,00€ Gesamtmiete bezahlen. Das entspräche zwar einem durchschnittlichen Mietpreis bei Innenstadtlage einer deutschen Großstadt, aber der Preis entsteht hier durch die überhöhten pauschalen Nebenkosten, die der Vermieter dem Mieter damit verbirgt.

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Danke ersmal für die schnellen Antworten. Aber es ist ja ein unterschied ob eine Pauschale oder eine Vorrauszahlung vereinbart wurde. Meines Wissens nach muss man bei einer PAUSCHALE keine eventuelle Nachzahlung leisten aber man bekommt im Umkehrschluss auch nichts zurück. Anders als wenn eine Vorrauszahlung vereinbart wurde. Ich bin mir jedoch leider nicht sicher...

Eine Pauschale auf jeden einzelnen Monat bezogen..!!!

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@nitro87

Ist mir zwar netterweise unter meiner Antwort schon widerlegt worden aber..für mich ist der monatliche Abschlag als Pauschale zusehen(??)..habe mich wohl aber geirrt!! Also vergiß meinen Kommentar sowie auch meine Antwort..meine Logik hat dann wohl versagt!

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@amdros

Vielen Dank...also hab ich wohl leider die A...karte gezogen und muss auf die Kulanz des Vermieters hoffen!

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Das hast Du exakt richtig verstanden...

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Genau so ist es. Deine Erkenntnis trifft in's Schwarze!

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Diese Kosten werden eigentlich immer als Pauschale gezahlt. Einmal im Jahr bekommst du dann deine Nebenkostenabrechung und da müssen die Punkte dann einzeln und auf den Cent genau aufgeschlüsselt sein. Hieraus ergibt sich dann entweder eine Nachzahlung oder ein Guthaben, das dann natürlich an dich wieder ausgezahlt wird!

Das geschieht nur bei einer NK-Vorauszahlung. Bei einer Pauschale erfolgt keine Abrechnung zuviel gezahlte NK werden nicht erstattet, Nachforderungen können nicht gestellt werden.

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Ähm, zwei DHs für eine völlig falsche Antwort. Auch Du weißt offensichtlich nicht, was eine Pauschale ist...

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@MosqitoKiller

Offensichtlich kennen einige nicht den Unterschied zwischen Pauschale und Vorauszahlung.

Über Vorauszahlungen wird abgerechnet, über Pauschale nicht.

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@anitari

Fällt mir auch immer wieder auf, obwohl die Worte doch auch in allen möglichen Zusammenhängen (Pauschalierung, pauschale Aussage etc.) geläufig sein sollten...

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Du irrst da gewaltig. Solltest dich mal im BGB schlau machen. Da kannst du nachlesen, was der Gesetzgeber diesbezüglich festgeschrieben hat.

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Du bist lustig, sei froh, dass du eine Pauschale hast - denn dann bist du vor Nachzahlungen bei Heizung und Warmwasser gefeit. Und die Energiekosten steigen und steigen..... Auch in einer Pauschale kann man die groß geschriebenen Positionen unterbringen.

Man muss heute mit 2 € bis 2,50 € pro qm und Monat bei den Betriebskosten rechnen. Liegst du mit deinen beiden Pauschalen in dem Bereich?

Nein, bei 60 qm wären das dann 150 €

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@nitro87

Du hast nur die Höhe einer Pauschale mit 100 € in deiner Frage angegeben ..... oder sind es beide zusammen?

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@angy2001

Ja also die Miete sind 350€! Dazu kommt eine monatliche vorrauszahlung für heizung und warmwasser von100€ und dann eben nochmal die 100€von der beschriebenen Pauschale! Macht dann insgesamt 200€ nk...

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@nitro87

Das finde ich für 60 qm sehr viel - ehrlich gesagt. Was jetzt machen ist die Frage? Ich würde an deiner Stelle nochmal mit den Vermietern reden.

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Pauschale..das heißt doch, daß nach einem Jahr eine Nebenkostenabrechnung..einzeln aufgeschlüsselt..erfolgt. Hast du weniger verbraucht bekommst du es zurückerstattet bei Mehrverbrauch zahlst du den Betrag nach. So wird es jedenfalls bei uns gehandhabt!

Pauschale..das heißt doch, daß nach einem Jahr eine Nebenkostenabrechnung..einzeln aufgeschlüsselt..erfolgt.

Heißt es nicht. Bei Pauschale gibt es keine Abrechnung. Folglich auch keine Erstattung oder Nachzahlung.

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Da hast Du falsch gehört, diese Punkte dürfen in eine Pauschale, und im Gegensatz zu einer Vorauszahlung darf eine Pauschale auch ruhig gewinnbringend sein...

Ich hoffe, Du weißt, was Du da unterschrieben hast und was eine Pauschale ist?

Ich befürchte es bald nicht:-/... Dann bin ich wohl falsch informiert gewesen. Ich dachte das solche Zahlungen wie Grundsteuer und Schornsteinfeger zwar umgelegt werden dürfen aber eben nicht Gewinnbringend. Und ich gehe davon aus das es Gewinnbringend ist bei diesen hohen Kosten! Also habe ich keine Chance aus dem Mietvertrag vorzeitig raus zu kommen?

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@nitro87

Nein, deswegen jedenfalls nicht...

Eine Pauschale muss eigentlich gewinnbringend sein, wenn der Vermieter einen gewissen Puffer gegen Verluste einbaut und sie nicht jedes Jahr erhöhen will. Es ist ja gerade das Kennzeichen einer Pauschale, dass sie nicht exakt ist, und somit eigentlich immer Gewinne oder Verluste am Ende herauskommen...

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