Ist meine Einstellung rassistisch - diskriminierend ja, aber rassistisch - geht um Chinesen?

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8 Antworten

Ja, das ist Rassismus.

Rassismus (im leicht erweiteren Sinn) liegt immer dann vor, wenn Du einen Menschen nachteilig behandelst, bloß weil er zu einer Gruppe gehört. Insbesondere, wenn er für diese Gruppenzugehörigkeit nicht verantwortlich ist: Nationalität, Geschlecht, Hautfarbe, Religion (seiner Eltern).

Einen Chinesen nicht einzustellen, nur weil er Chinese ist, ist per se rassistisch. Und keinen deut besser, als keine Frauen einzustellen, weil die ja solwieso ALLE schwanger werden, oder keine Moslems einzustellen,weil die ja sowieso ALLE Frauen verachten oder keine Schwarzen, weil die ja ALLE einen niedrigeren IQ haben.

Fehlt nur noch, auch keine Halb- oder Viertelchinesen einzustellen. Denn die könnten ja auch womöglich zurückwollen und dann selbstverständlich Geheimnisverrat begehen!

Unabhängig vom Rassismus hast Du Dich wenig schlau gemacht: Autohersteller können in China nur Autos verkaufen, wenn sie auch vor Ort ein Joint-Venture mit einer chinesischen Firma gründen und dann Autos dort von Chinesen produzieren lassen. Und da China ein Riesenmarkt ist, machen das ALLE Autoproduzenten.

Lies mal https://de.m.wikipedia.org/wiki/Shanghai_Volkswagen und denke dann noch einmal über Deine Argumentationskette nach.

Mal ein wenig am Rande:

Glaubst Du ernsthaft, dass ein Entwickler heutzutage sein Leben lang bei derselben Firma bleibt? Glaubst Du, dass ein Entwickler, der von BMW zu Audi wechselt, sein Wissen dabei vollumfänglich vergisst?

Ich habe bereits in beiden Bereichen gearbeitet und überall ausländische Kollegen (auch aus China) getroffen. Deshalb dürfte der Grund für die erfolglosen Bewerbungsversuche Deines Bekannten eher in einer anderen Richtung zu suchen sein.

Streitaxt 06.05.2016, 16:07

Er sagte nur, dass es extrem schwer ist... nicht unmöglich. Und er bezieht sich dabei nicht nur auf sich selbst sondern auf die ganze chinesische Community in Deutschland.

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Ich als Chinesin bin der Meinung, die Bedenken der deutschen Rüstungsindustrie sind absolut gerechtfertigt. Auf keinen Fall einen Chinesen nicht einmal als Praktikant einstellen. Du musst das Deinem Freund gegenüber aber nicht in dieser offenen Art erwähnen. Vermeide das Thema.

Streitaxt 06.05.2016, 10:36

Tu ich ja nicht... ich finde ihn sehr sympathisch und mag ihn. Trotzdem finde ich den Grundgedanken der Arbeitgeber vollkommen richtig. Ich kenne ihn auch nicht gut genug, um ihn wirklich einschätzen zu können.

Aber schön, dass mir eine Chinesin zustimmt und die ganzen Deutschen mich hier beleidigen.

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cecelev 06.05.2016, 10:47

aber nicht alle sind ja so? wenn ein chinese in deutschlabd geboren ist, dort aufgewachsen ist und praktisch ein deutscher ist (mit chinesischen eltern) ist es doch ungerecht, wenn er anders behandelt wird als leute, die europäisch aussehen oder?

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Streitaxt 06.05.2016, 11:11
@cecelev

ich hab ja auch nie gesagt, dass alle so sind. es geht eher um prävention.

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OlliBjoern 09.05.2016, 21:44
@Streitaxt

Wenn jemand aus deinem Dorf (oder deiner Stadt) mal etwas bei seinem Arbeitgeber geklaut hat, fändest du es auch ok, wenn deine Bewerbung aus Gründen der "Prävention" abgelehnt würde?

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Es gibt in China ein Gesetz, dass die Kinder dazu verpflichtet sich um ihre Eltern zu kümmern

Nur mal so Nebenbei, ein solches Gesetz gibt es ebenso in Deutschland. Auch Du bist dazu verpflichtet für die Pflege Deiner Eltern aufzukommen.

Ich würde das einerseits also eher als Unwissenheit abstempeln, andererseits verstehe ich nicht wie diese Pflicht / dieses Gesetz zu Deiner Meinung und dem Ruf als Ideenklauer passt. Mir kommt es irgendwie so vor, als wenn dieser Ruf der einzige Grund für Dich ist.

Streitaxt 06.05.2016, 10:30

Naja was heißt "Ideenklauer". Es ist bei ihm nunmal so, dass er 100 % nicht hierbleiben wird und wenn er dann eine Anstellung in China bei einem Autobauer oder Rüstungskonzern findet und die erfahren, dass er beispielsweise bei Audi oder Mercedes gearbeitet hat.... was werden die wohl von ihm erwarten? (abgesehen davon, dass er ganz automatisch ohne Aufforderung seine Ideen weitererzählen wird)


Ansonsten hab ich noch nie von deutschen Auswanderern gehört, die nur wegen ihrer Eltern nach 40 Jahren zurück nach D kehren mussten.

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apophis 06.05.2016, 10:36
@Streitaxt

Und genau an diesem Punkt wären wir beim Rassismus.

Du unterstellt ihm er würde jegliche Betriebsgeheimnisse freiwillig an sein Heimatland verraten.
Seinen potentiellen neuen Kollegen/Arbeitgebern unterstellst Du, dass sie diese Betriebsgeheimnisse sofort einfordern würden.

Und die Begründung dieser Unterstellungen lautet, dass sie Chinesen seien.

Mit Deinem Kommentar als Ergänzung lautet die Antwort also ganz klar: Ja, es ist rassistisch.

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Streitaxt 06.05.2016, 10:38
@apophis

Und die Begründung dieser Unterstellungen lautet, dass sie Chinesen seien.

Dieser Punkt ist falsch. Die Begründung ist eher, dass sowas systematisch in China passiert. Keine Einzelfälle.

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apophis 06.05.2016, 10:40
@Streitaxt

Ohne Quelle, die das tatsächlich so weit beweisen kann, dass es verallgemeinbar ist (und solche Beweise gibt es nicht), ist auch das nur eine Unterstellung Deinerseits. Ein Vorurteil.

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Ehrlich gesagt: ich kann deine Frage gar nix verstehen, was willst du eigentlich hier formulieren?

Er darf nicht in der Rüstungsindustrie von Deutschland arbeiten? Dann zwei Beispiele:

Zitat aus einem Artikel von Welt.de vor 2 Jahren namens " Warum Chinas Waffen plötzlich Weltspitze sind "

Der Test eines Hyperschall-Flugkörpers beweist, dass China bei der Rüstungstechnik rasant aufgeholt hat.

Bislang gelang es nur der deutschen Marine, mit ihren ultraleisen U-Booten übungshalber in eine amerikanische Kampfgruppe einzudringen und als unliebsame Überraschung direkt neben dem Flugzeugträger aufzutauchen – sprich: der Träger wäre versenkt worden. 

2012 schaffte das erstmals auch ein chinesisches U-Boot.

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article123933699/Warum-Chinas-Waffen-ploetzlich-Weltspitze-sind.html

Deswegen kannst du zu diesem Chinesen sagen: du kannst ruhig nach Hause fliegen, weil du dort sicher einen Job in der Rüstungsindustrie finden würdest.

Streitaxt 06.05.2016, 12:40

Anhand deiner Antwort merke ich, dass du wirklich rein gar nichts von meinem Ursprungspost verstanden hast. Alle anderen haben es zum Glück schon verstanden, also liegt der Fehler zum Glück nicht bei mir. Danke trotzdem für deine Mühe.

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Norbert1981 06.05.2016, 12:42
@Streitaxt

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Aber rein meiner persönlichen Meinung nach würde niemand hier deine Meinung wirklich verstehen (oder gar nix verstehen)

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666Phoenix 06.05.2016, 15:57
@Norbert1981

An den Antworten hier begreift man ja auch schnell, dass diese Frage i-wie im Vollrausch oder anderer geistiger Umnachtung gestellt wurde!

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666Phoenix 06.05.2016, 15:56

hi, Norbert, wo warst Du denn die ganze Zeit in den letzten 1-2 Jahren? Schön, dass Du wieder da bist!

Es ist eben immer noch so wie vor 150 Jahren: über China und die Chinesen kursieren zumeist (unglaublich dämliche) Gerüchte! Vor allem hier im gelobten Pisa-Land!

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Streitaxt 06.05.2016, 16:06
@666Phoenix

Ist klar, dass du als Fliesenleger keine Angst vor chinesischer Industriespionage haben musst.

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Norbert1981 06.05.2016, 21:51
@Streitaxt

Schon wieder.  

Rassismus, Industriespionage, Freundschaft mit einem Chinesen usw.

Noch einmal: Was genau möchtest du hier formulieren?

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Und wenn dich in einem anderen Land alle diskriminieren, weil du Deutscher bist, wirst du den Mund nicht mehr so weit aufmachen. Wieso sollte ein Chinese, der in Deutschland aufgewachsen ist, für den Ruf des Landes bezahlen aus dem er kommt? Hab ich da irgendein Zeitrückspulung in unserer Gesellschaft verpasst?

Streitaxt 06.05.2016, 11:13

Er ist nicht in Deutschland aufgewachsen. Er ist heute 30 und kam mit 25 oder 26 nach Deutschland.

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Egal. Es ist auf jeden Fall dümmlich und rechtswidrig.

Streitaxt 06.05.2016, 10:24

Rechtswidrig ja... aber dümmlich??? Zum Glück bist du kein Verantwortlicher in einem Großkonzern.

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apophis 06.05.2016, 10:31
@Streitaxt

Zum Glück seid Ihr beide keine einflussreichen Personen. :)

Je nach Sichtweilse ist es keineswegs dümmlich und rechtswidrig ist es schon garnicht.

Auch wenn es rassistisch sein sollte, so hat jeder ein Recht auf eine eigene Meinung und sofern diese nicht gegen ein Gesetz verstößt -beispielsweise indem Du die Einstellung von Mitarbeitern davon abhängig machst- ist es auch nicht rechtswidrig.

Die Gedanken sind frei, egal wie schmutzig sie sind.

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YoungLOVE56 06.05.2016, 10:55

Nein, Rassismus ist keine Meinung, sondern einfach nur der Gipfel aller Verblödung - nur mal so in den Raum geworfen.

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Ist das jetzt Rassismus?

I wo! Das ist bloß an Dummheit grenzende Unwissenheit!

Streitaxt 06.05.2016, 16:04

Unwissenheit? Du bist hoffentlich kein Naivchen, das denkt, dass Chinesen nie etwas plagiieren?!

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666Phoenix 06.05.2016, 16:05
@Streitaxt

Und Du bist hoffentich kein Dummchen, der allen Chinesen Plagiatsabsichten unterstellt!

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Streitaxt 06.05.2016, 16:53
@666Phoenix

Ne, das nicht. Aber als Präventivmaßnahme ist die Einstellung der deutschen Industrie gut, da von Chinesen nunmal überdurchschnittlich viel geklaut wird. Deswegen finde ich es auch gut, dass z.B. Briten nicht so sehr diskriminiert werden aber Chinesen eben schon.

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666Phoenix 07.05.2016, 11:56
@Streitaxt

als Präventivmaßnahme ist die Einstellung der deutschen Industrie gut,

Und deswegen schafft sie auch immer mehr Produktion nebst Technologie nach China :-)

Und dass Du die Diskriminierung irgendeiner Nationalität gut findest, grenzt stark an Rassismus und nationalen Größenwahn!

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OlliBjoern 09.05.2016, 21:41
@Streitaxt

Die Einstellung ist genauso daneben, wie die eines (fiktiven) Unternehmens, das niemanden mehr aus Sachsen einstellt, weil mal ein Sachse dort was geklaut hatte.

(Bitte durch Bundesland der Wahl ersetzen, das war nur mal ein Beispiel)

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