Ist meine Bekannte tablettensüchtig (Xanax)?

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3 Antworten

Hallo,

ob deine Bekannte tablettensüchtig ist, kann ich nicht beantworten, doch zumindest handelt es sich bei Xanax um ein Medikament, welches für seine Suchtgefahr bekannt ist und wenn sie es bereits seit fünfzehn Jahren nimmt, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch.

Allerdings wird dieses Medikament nicht leichtfertig verschrieben und es ist natürlich, dass die Dosis im Laufe der Jahre erhöht werden muss, weil der Körper eine Toleranz für die Wirkstoffe entwickelt. Theoretisch ist Xanax ein Medikament, welches begleitend zu einer Psychotherapie verschrieben wird, dadurch sollte deine Bekannte unter stetiger Kontrolle eines Arztes stehen, der in diesem Fall am besten einschätzen kann, ob sie das Medikament braucht – da er es
verschreibt und ihre Dosis erhöhte, scheint er es für nötig zu befinden.

Die Medikamente „einfach mal ein paar Wochen nicht nehmen“ ist erstens leicht gesagt und zweitens sicherlich nicht die beste Alternative, denn der Arzt deiner Bekannten wird sich sicherlich etwas bei der Verschreibung gedacht haben. Nicht nur, dass
deine Bekannte unter den Entzugssymptomen, die bei jedem derartigen Medikament und unabhängig von bestehender Abhängigkeit auftreten, leiden müsste, sie wäre ihrer Krankheit zudem schutzlos ausgeliefert. Psychische Störungen verschwinden nicht einfach, weil man das gerne so hätte, oftmals müssen die Betroffenen ihr Leben lang Medikamente einnehmen, um ein normales Leben führen zu können. Einem
Krebskranken sagst du sicherlich auch nicht, er solle einfach seine Chemo abbrechen, dann würde die Übelkeit schon aufhören!

Lethargie, Müdigkeit usw. sind häufige Nebenwirkungen. Wenn dir jedoch aufgefallen ist, dass diese Symptome erst kürzlich aufgetreten sind, dann liegt es sicherlich nicht an dem Medikament, welches sie bereits seit fünfzehn Jahren einnimmt, sondern an etwas anderem. Wenn du ihr wirklich helfen willst, dann überzeuge sie, dass sie ihrem Arzt diese neuen Symptome mitteilen soll, denn dieser wird am besten einschätzen können, woran es liegt. Ihr die Einnahme entgegen des ärztlichen Rates und auf eigene Faust ausreden zu wollen, ist vermutlich das Dümmste, was du in dieser Situation machen kannst.

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Ich kenne die Medikamente nicht, aber ich glaube nicht, daß sie abhängig ist. Die Dosierung ist niedrig. Kann aber nur ein Arzt beurteilen.

Aber ich denke, sie hat wohl eher Depressionen. Das würde nämlich erklären warum sie so ist. Es wären typische Anzeichen für eine Depression. Aber die Medikamente verschreibt ja wohl ein Arzt. 

Man kann nicht pauschal sagen, wenn du die Tabletten nicht mehr nimmst hast du mehr Energie. Wenn sie wirklich depressiv ist braucht sie Gespräche, eine Therapie.

Vermutlich sind die Tabletten um es nicht schlimmer zu machen. Depressiv ist ähnlich wie schläfrig sein. Da kommt man nicht so schnell raus.

Wenn man ihr sagt, daß sie es falsch macht hilft man ihr eigentlich nicht. Auch, wenn es gut gemeint ist.

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Klar, man muss echt aufpassen mit medikamenten. Man kann immer süchtig werden und es wäre auch möglich, dass deine freundin sich schon so fühlt, als ob sie ohne die tabletten nicht mehr klar kommt. ABER du kannst nicht entscheiden, dass sie die nicht mehr nehmen soll. Diese medikamente sind verschreibungspflichtig, das heißt ihr arzt weiß bescheid! Sie sollte nicht selbstständig die dosis erhöhen, aber es könnte durch absetzen der Medizin echt zu einem emotionalen zusammenbruch kommen. Ich spreche da aus erfahrung, du musst immer bedenken, dass es ihr im moment nur durch dir tabletten "gut" geht. Sie ist nicht geheilt

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