Ist mein Zukunftspessimismus noch normal?!

21 Antworten

Frage dich selbst: Ist wirklich deine eigene Lebenssituation Grund für deinen Pessimismus oder sind deine Ängste und Sorgen durch MASSENMEDIEN vermittelt? Ich tippe eher auf Zweites. Wenn dies zu trifft, mache einfach folgendes Experiment: Schalte Fernseher und Radio ab und hör auf Negativschlagzeilen in der Zeitung und im Internet zu lesen oder reduziere zumindest deren Konsum. Das müssste helfen - wenn nicht, könntest du überlegen, ob deine Sorgen nicht doch eher privater Natur sind.

Ich habe für mich festgestellt, dass die medial verbreiteten Schreckensmeldungen meist nichts mit meinem Leben zu tun haben: Ich habe einen recht großen Freundes- und Bekanntenkreis und kenne niemanden, der arbeitslos ist oder für einen Niedriglohn schuften muss. Ich selbst bin maximal Durchschnittsverdiener und trotzdem bleibt am Monatsende soviel Geld übrig, dass ich mir jeden Monat zehn Paar Schuhe, Elektronikkram bis zum Abwinken, Restaurantbesuche ect. leisten oder sogar nach New York zum Shoppen fliegen könnte (bin zugegebenermaßen Single und muss derzeit keine Familie ernähren, aber das würde ich auch auf die Reihe bekommen). Ich habe nicht den Eindruck, dass Lebensmittel immer teurer werden, sondern dass wir in einem Discounter-Schlaraffenland leben: Australischer Rotwein, italienische Pasta, Garnelen aus dem Pazifik, argentinisches Rindfleisch u. v. a. - all das wird zu Schleuderpreisen verramscht, so dass sich jeder den Bauch mit Dingen vollschlagen kann, die noch vor wenigen Jahrzehnten als Luxus galten. Trotz aller rechtspopulistischen Schreckensmeldungen über "Überfremdung" oder "Islamisierung" habe ich noch nie schlechte Erfahrungen mit Ausländern gemacht: Moslems, Chinesen und andere Nationalitäten gehören zu meinem engen Freundeskreis. Und von Umweltverschmutzung und Klmawandel bekomme ich ehrlich gesagt nichts mit: Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich bewaldete Hügel und höre zwitschernde Vögel. Und nein, ich lebe nicht auf einer Insel der Glückseeligen, sondern in einer deutschen Großstadt.

Das soll nicht heißen, dass die von dir genannten Probleme nicht existieren. Frage dich aber, was sie mit deinem Leben zu tun haben. Wenn du anderen bei der Bewältigung ihrer Probleme helfen willst, dann hilft kein Jammern, sondern nur aktives politisches und soziales Engagement deinerseits.

Ein Super-Kommentar, ein Suuuper-Kommentar!!!

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Du hast Recht! Jeder der Denken kann, müsste zu diesem Urteil kommen. Wir haben die Gegenwart so derartig beschleunigt, dass die Vergangenheit dumm aus der Wäsche guckt. Es ist ein nie dagewesenes Phänomen. Es ist nicht nur EIN Faktor der ins verderben führt, sondern tausende gleichzeitig, die nicht mehr zu stoppen sind. Im Punkte schlechtes zu Stoppen, sind wir Menschen anscheinend nicht kompotent genug und oder aber nicht willens.

Wenn man es mal logisch betrachtet und das Wort "normal" als "Standart" oder "gewöhnlich" übersetzt, ist deine Weltanschauung, die ich übrigens teile, nicht normal. Denn wenn sie zum Standart der heutigen Menschen gehören würde, hätten wir die aktuellen Probleme nicht. Es ist nunmal Fakt, dass wir uns immer weiter unserem Ende zuneigen, was uns sogar primitiver macht als die Tiere, denen wir uns so überlegen fühlen. Denn wir sind die einzigen Lebewesen, die uns mit unserer Spaßgesellschaft selbst vernichten und uns davor verschließen, bis es zu spät ist. Ich bin nicht traurig darüber. Wäre die Menschheit fähig, so etwas wie Einsicht zu entwickeln, hätte sie das schon lange getan. Es gäbe längst keine Kriege mehr, keine Gewalt, keine geheuchelte Politik, keine finanziellen Probleme. Aus dem Grund denke ich, dass der Mensch erst durch seine eigens herbeigeführte Vernichtung gestoppt werden kann.

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Und warum wird man durch etatistischen Zwang dazu verurteilt sich für sie einzusetzen und für sie zu bürgen? Man hört ja immer "Du bist kein Teil der Gesellschaft wenn du dies und jenes nicht machst", "Die sind nicht Teil unserer Gesellschaft", "Gesellschaftlicher Abschaum" oder "Das darfst du nicht in unserer Gesellschaft tun".

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