Ist mein Zukunftspessimismus noch normal?!

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21 Antworten

Frage dich selbst: Ist wirklich deine eigene Lebenssituation Grund für deinen Pessimismus oder sind deine Ängste und Sorgen durch MASSENMEDIEN vermittelt? Ich tippe eher auf Zweites. Wenn dies zu trifft, mache einfach folgendes Experiment: Schalte Fernseher und Radio ab und hör auf Negativschlagzeilen in der Zeitung und im Internet zu lesen oder reduziere zumindest deren Konsum. Das müssste helfen - wenn nicht, könntest du überlegen, ob deine Sorgen nicht doch eher privater Natur sind.

Ich habe für mich festgestellt, dass die medial verbreiteten Schreckensmeldungen meist nichts mit meinem Leben zu tun haben: Ich habe einen recht großen Freundes- und Bekanntenkreis und kenne niemanden, der arbeitslos ist oder für einen Niedriglohn schuften muss. Ich selbst bin maximal Durchschnittsverdiener und trotzdem bleibt am Monatsende soviel Geld übrig, dass ich mir jeden Monat zehn Paar Schuhe, Elektronikkram bis zum Abwinken, Restaurantbesuche ect. leisten oder sogar nach New York zum Shoppen fliegen könnte (bin zugegebenermaßen Single und muss derzeit keine Familie ernähren, aber das würde ich auch auf die Reihe bekommen). Ich habe nicht den Eindruck, dass Lebensmittel immer teurer werden, sondern dass wir in einem Discounter-Schlaraffenland leben: Australischer Rotwein, italienische Pasta, Garnelen aus dem Pazifik, argentinisches Rindfleisch u. v. a. - all das wird zu Schleuderpreisen verramscht, so dass sich jeder den Bauch mit Dingen vollschlagen kann, die noch vor wenigen Jahrzehnten als Luxus galten. Trotz aller rechtspopulistischen Schreckensmeldungen über "Überfremdung" oder "Islamisierung" habe ich noch nie schlechte Erfahrungen mit Ausländern gemacht: Moslems, Chinesen und andere Nationalitäten gehören zu meinem engen Freundeskreis. Und von Umweltverschmutzung und Klmawandel bekomme ich ehrlich gesagt nichts mit: Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich bewaldete Hügel und höre zwitschernde Vögel. Und nein, ich lebe nicht auf einer Insel der Glückseeligen, sondern in einer deutschen Großstadt.

Das soll nicht heißen, dass die von dir genannten Probleme nicht existieren. Frage dich aber, was sie mit deinem Leben zu tun haben. Wenn du anderen bei der Bewältigung ihrer Probleme helfen willst, dann hilft kein Jammern, sondern nur aktives politisches und soziales Engagement deinerseits.

Wilkinson 06.06.2016, 13:17

Ein Super-Kommentar, ein Suuuper-Kommentar!!!

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Hi Maya,

was "normal" ist, das ist ein weites Feld. Aber Deine Ängste sind m.E. leider berechtigt und ich sehe vieles ähnlich.

Ein Grund, weshalb die Zukunft von vielen eher negativ gesehen wird, liegt m.E. noch im erbe des Kalten Krieges. Zwischen 1945 und 1989 gab es u.a. einen Wettbewerb der Systeme (nicht nur beim Wettrüsten oder im All). Ein Teil der Propaganda des Ostens war, sich als Arbeiter- und Bauernparadies und den Westen als Ausbeutersystem darzustellen. Das hatte für den Westen (und besonders für West-Deutschland, das an der Zonengrenze lag) den Vorteil, dass Staat und Unternehmen zu sozialen Zugeständnissen gezwungen waren. Ein tolles Argument bei jeder Tarifverhandlung seitens der Gewerkschaften war damals: „Wir müssen soziale sein als der Osten“. Interessant sind hier auch die Bundestagsprotokolle von 1958 während der Kohlekrise. Alle Fraktionen hatten eine Höllenangst, dass das Ruhrgebiet "rot" wird. Deshalb haben sie (bis heute) Milliarden rein gescheffelt, um das befürchtete Feuer zu löschen.

Seit 1990 ist es aber anders. Bei Tarifverhandlungen können nun die Arbeitgeber argumentieren: „Wenn Ihr keine Nullrunde akzeptiert, gehen wir nach Rumänien oder China“. Während man damals die Kohleindustrie mit gigantischen Geldmassen gestützt hat, lässt man heute die (gleichwohl kleinere) Solarbranche mit einem Achselzucken vor die Wand fahren.

Ein anderes Problem stammt auch aus der Zeit des Kalten Krieges. Am 11. September 1973 wurde eine grundlegende Wende in der Wirtschaftspolitik eingeleitet. Damals putschte Pinochet gegen Allende. Was auf den ersten Blick wie einer von 100 Militärputschen in Südamerika aussieht, ist aber viel gefährlicher. Denn unter Pinochet wurde der Neoliberalismus von Milton Friedman und August Hayek erstmalig in der Politik erprobt. Pinochet berief nämlich Friedman-Anhänger (sog. Chicago-boys) in sein Kabinett, die das Bildungssystem umwälzten und privatisierten. Das religiöse Dogma der Neoliberalen ist: wenig Staat und geringe Steuersätze, besonders für Reiche. Die Teaparty-Bewegung ist eine Variante dieser säkularen Religion. (Ich verwende den Terminus Religion bewusst, weil ich denke, dass Kommunismus und Kapitalismus zentrale Elemente einer Religion enthalten, nur halt ohne Gott oder ewiges Leben usw.).

Die neoliberale Politik von Pinochet wurde dann in Europa erstmals unter Thatcher und (in abgemilderter Form unter Kohl) eingeführt. Man sah sich gezwungen, Steuern zu senken und hatte gleichzeitig Ansprüche auf Minimalsicherung (Hartz 4) abzusichern. Durch Ereignisse wie die Wiedervereinigung und die Krise von 2008 stieg dann die Staatsverschuldung ins Gigantische. Das wird in Zukunft eine riesige Belastung für die Mittelschicht sein. Sie muss das untere Drittel der Gesellschaft alimentieren. (Die Möglichkeit für untere Lohngruppen sich selber aus dem Sumpf zu ziehen wird verhindert, weil es in Deutschland keinen Mindestlohn gibt, sondern der Steuerzahler über die Grundsicherung asoziale Arbeitgeber subventioniert. Gleichzeitig wird die Oberklasse immer reicher und zahlt weniger Steuern (Die Managergehälter z.B. in der Schweiz sind von 2000 bis 2011 um das Zehnfache gestiegen.). Während zwischen 1948 und 1989 das Realeinkommen in Westdeutschland verachtfacht hat, ist es seit 1990 eher gesunken.

Richtig ist auch, dass nur eine starke Mittelschicht eine Demokratie ermöglicht. Daher das Problem Demokratie in Staaten mit schwacher Mittelschicht wie Russland, Afghanistan oder Ägypten einzuführen.

D.h. Deine politischen Befürchtungen was Gefährdung der Demokratie und soziale Spaltung (mit allen Nebeneffekten wie Radikalisierung und Kriminalisierung) angeht, sind m.E. gerechtfertigt.

Neben weiteren Problemen wir dem Klimawandel und dem Umweltschutz (bes. in China & Indien) und der unverantwortlichen Einführung des Euros - ohne vorhergehende politische und fiskalische Union ist das eine üble Ausgangslage.

Unabhängig von den politischen und sozialen Problemen gibt es noch ein kulturelles Problem der Industriegesellschaft, das am besten von Aldous Huxley in Brave New World 1931 beschrieben wurde. 1958 hat er in Brave New World Revisited ausgesagt, dass die Zukunftsgesellschaft, die er 1931 beschrieben hatte nicht erst in 6 Jahrhunderten kommen wird, sondern schon einige Zeit früher. Der Roman zeigt die Zukunft der kapitalistischen Gesellschaft (ähnlich wie 1984 für die kommunistische).

Wenn Du die o.g. Titel mit dem Zusatz pdf in Google eintippst, bekommst Du die Texte. Brave New World ist auch u.a. mit Leonard Nimoy verfilmt worden, aber das Buch ist erst mal besser.

FORTSETZUNG FOLGT

SiriusBlack 05.11.2012, 10:36

FORTSETZUNG

Die wichtigste Frage ist nun, wie mit den berechtigten Ängsten umzugehen ist. Es klingt ziemlich abgegriffen aber es ist immer noch richtig, die Resignation zu vermeiden und die Wut in Kraft zu verwandeln. (Ähnlich wie bei asiatischen Kampfsportarten die Angriffsenergie des Gegners genutzt wird, um sie gegen ihn umzuleiten). Letztlich ist es ein Topos, dass auch ein Einzelner oder eine kleine Gruppe die Weltgeschichte die Weltgeschichte verändern kann. Allerdings in beide Richtungen. Während Duweißschonwer 1933 die Welt mit einer Partei, die noch 1928 kaum Mitglieder hatte, ins Chaos stürzte, wird in der Literatur ein anderer Duweißtschonwer von Harry Potter und ein paar Freunden gerettet. Das beste Beispiel in der Literatur ist natürlich Frodo und seine Gefährten. Ich denke, dass das allgemeine Unbehagen an der sozialen Situation ein weiterer Grund ist, weshalb Erlösergestalten in magischen Welten seit 10 Jahren so populär sind (Frodo, Harry Potter oder Emma Swan in Once Upon a Time). Momo ist ein frühes Beispiel aus dem zentralen Jahr 1973.

Im 19. Jahrhundert hat es ca. 70 gedauert, bis auf die sozialen Verwerfungen der neoliberalen Politik reagiert wurde. Die Liberalisierung (Gewerbefreiheit etc. wurde in Westeuropa um 1800/1810 eingeführt) Erste soziale Maßnahmen war die Sozialversicherung seit den 1880ern in Deutschland. Nun gab es damals viele Analphabeten, während es heute das Internet gibt. Das hat den Vorteil, dass politische Aktionen und Orientierung und Organisation des Widerstands ungleich schneller ablaufen. Ich denke, dass Greenpeace, Attac und Occupy nur der Anfang ist. Auf der anderen Seite werden die Leute durch Internet im realen Leben eher isoliert. (Facebook ist ganz nett aber kein Ersatz für eine Gewerkschaftsversammlung oder einer Demo in Stuttgart oder Gorleben.;-) Die Informationsflut ist also zweischneidig.

D.h. Die Angst und Befürchtungen sind gerechtfertigt, aber es ist falsch sich davon lähmen zu lassen.

Groetjes

Sirius

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Ich finde es ja gut und richtig, wenn man bestimmte Entwicklungen in der Gesellschaft kritisch betrachtet. Allerdings glaub ich, dass es bei dir wirklich etwas übertrieben ist.

Du hast natürlich Recht, wenn du feststellst, dass sich in Deutschland (und Europa) derzeit die Vermögens- und Einkommensverteilung weiter aufspaltet. Man muss aber auch erkennen, dass es auf der Welt kaum Länder mit so geringer sozialer Ungleichheit wie Schweden, Dänemark, Norwegen und dann auch Deutschland gibt. Nach wie vor hat unser Land eine Top-Gesundheitsversorgung. Bei den Staaten mit der niedrigsten Korruption liegen wir in der Top 10 weltweit.

Dass viele Menschen in Deutschland immer weniger Geld für ihre Arbeit erhalten, hat aus meiner Sicht in erster Linie etwas mit unserem zu schlechten Bildungssystem zu tun. Deutschland schafft es, eine sehr gut gebildete Elite hervorzubringen. Aber ganz viele lassen wir (zum Beispiel durch unser anachronistisches, gegliedertes Schulsystem) schon sehr frühzeitig zurück. Fakt ist: Wenn du Massenware produzierst, musst du billig sein um internation zu konkurrieren. Hohe Löhne gibt es nur bei High-End-Produktion (und -Dienstleistungen). Und dafür brauchen wir mehr fähige Akademiker.

Sicherlich sind die von Dir genannten Fakten nicht von der Hand zu weisen, aber Krisen, Ungerechtigkeit u.ä. gab es schon immer und wird es vermutlich immer geben. Einen nicht geringen Anteil an der derzeitigen Stimmung haben auch die Medien, die diese "Schreckensszenarien" noch verstärken. Ich gehöre, wie Du vermutlich auch, zu den Menschen, die angesichts der bestehenden Missstände, mehr politische und gesellschaftliche Anteilnahme und Engagement von anderen erwartet. Schließlich gehen die Probleme alle etwas an. Ich ärgere mich manchmal darüber das sich viele über den Status Quo beschweren, aber die wenigsten von ihnen wirklich bereit sind etwas dagegen zu unternehmen, weil sie der Meinung sind, es ließe sich doch nichts ändern. Natürlich lassen sich die Probleme in der Welt nicht vom heimischen Sofa aus lösen, aber man kann im eigenen Umfeld etwas bewirken. Die Menschen sind heute besser vernetzt als jemals zuvor in der Geschichte. Wir können problemlos mit Menschen auf der ganzen Welt in Kontakt treten und uns austauschen. Wenn wir diese Möglichkeit nutzen, können wir vielleicht auch etwas bewirken. Am Anfang steht immer der Dialog mit anderen....

Ja, es gibt und gab weltweit Katastrophen.

Ja, es sollte vieles verbessert werden.

Aber:

Trotz sozialer Ungerechtigkeit hat in Deutschland

  • (fast) jeder ein Dach über dem Kopf mit fließend Kalt- und Warmwasser (viele andere müssen viele Kilometer laufen, damit sie Trinkwasser bekommen, deren Quaität noch weiter unter dem liegt, was wir für die WC-Spülung nutzen)

  • (fast) jeder eine Krankenversicherung

  • jeder die Möglichkeit, kostenlos eine Schule zu besuchen und eine Berufsausbildung zu machen (sofern man sich etwas in der Schule anstrengt)

  • jeder die Gewißheit, daß ihm im Alter oder im Falle der Berufsunfähigkeit eine Rente zusteht (über die Höhe darf sich selbstverständlich gestritten werden)

  • jeder Bedürftige einen Anspruch auf Hilfsleitstungen

  • die Möglichkeit, ein vernünftig funktionierendem Leben teilzunehmen: Straßen und Gehwege sind vorhanden und nutzbar, der Öffentliche Nahvekehr funktioniert, Läden mit entsprechendem Warenangebot in verschiedenen Preiskategorien gibt's auch fast überall, ... etc. ... usw. ...

Selbstverständlich ist vieles verbesserungswürdig. Aber wenn ich mir so die Nachrichten ansehe, komme ich mir von so manchem deutschen "Klageweib" veralbert vor. Selbst in Polen (einem deutschen Nachbarstaat) oder den reichen U.S.A. sind die Sozialleistungen bei weitem nicht so hoch wie in Deutschland!

Mit fällt zu Schluß noch ein hübscher Spruch ein: Es ist allemal besser, jeden Tag eine kleine gute Tat zu tun als tausend gute Worte oder Gedanken!

Sebastien12 05.11.2012, 10:32

Deutschland ist das Land mit:

  • dem geringsten Durchschnittslohn in Europa (trotz oder gerade wegen der reichsten Verwertungswirtschaft)

  • über 20% der Menschen arbeiten in prekären oder Niedriglohnsektor, Aufstocker oder gering bezahlte Leiharbeit, neue Jobs werden nur in diesem Sektor geschaffen, Leiharbeit ist meist nur 70% LOonzalung bei gleicher Arbeit wie andere ohne irgendwelche Prämien bei gleicher "Leistung"

  • sehr viele Menschen können die völlig überteuerten Mieten uns Energie kosten schon heute kaum bezahlen, oder auch die Krankenversicherungen (freie künstler und Publizisten etwa)

  • die Inflation ist enorm gestiegen, sämtliche erhöhten Kosten übersteigen die wenn überhaupt sehr niededrigen und WEITER SINKENDEN Einkünfte Gehälter und Löhne, die Menschen habe einen dauerhaften und realen Lohnverlust ohne Ausgleich dafür

  • faktisch gab es seit 1995 keine echte Lohnerhöhung mehr ,abe die Profite sind enorm gestiegen (der Industrie und Wirtschaft) aber die geben nichts mehr her und bringen ihr Geld / Gewinn ins Ausland)

  • vergleichbares HartzIV ist geringer als in anderen (ärmeren Ländern) wird weniger dramatisch, keine repressive Grundsicherung (mit weniger Stress ausgezahlt und weniger Druck, etwa in Frankreich batrögt sogar 405.- EUR, ..

  • Viele verlassen das Land da bei geringem Gehalt und Lohn hier kaum noch etwas übrig bleibt und sie daher als Hilfskräfte in anderen Ländern (auch schweiz und Skandinavien oder Spanien sogar real ruhiger relaxter udn zufriedener leben, )

  • in den meisten auch europäischen Ländern, werden Menschen (ausser USA) mehr respektiert , weniger drangsaliert, angeschrien, unterdrückt, diszipliniert ausgebeutte etc, als in Deutschland, ..

  • in Deutschland = Täuschland verdient die Oberschicht und die Selbstständigen (Ärzte, Anwälte, Freiberufler und Unternehmenr = 10% der Bevölkerung so viel wie die 75%, die "anständig" unterwürfig arbeiten gehen, etwa 600 MRD EUR im Jahr, der Durchschnittslohn der unteren liegt bei 885.-EUR, der Lohn der oberen im Durchscnitt bei über 12.000 EUrR aber die allgemeinen Kosten sind gleich, also für die Reichem ergibt das erheblich niedriger, die sich ab 5000 EUR Verdienst auch günstiger versichern können, als Dank dafür, das sie mehr verdienen

  • wer 10.000 EUR verdient zahlt 5% von seinem Gehalt für Krank enversicherung und Sozialabgaben, wer 5000 verdient zahlt 15%

  • unterschichten haben überhaupt weder Geld noch Bildung ihre Kinder auf höhere Schulen zu schicken schon kaum noch das Geld um Schulausflüge etc bezahlen zu können,

  • etc

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Sebastien12 05.11.2012, 10:38
@Sebastien12

Straßen und Gehwege sind vorhanden, an denen andere massiv verdient haben, ha ha ha

auf Lehm und echtem Boden läuft es sich besser als auf zu betonniertem Asphalt wüsten, die die Natur zu baggern und verschlucken und die Lebenswelt der Menschen zusehends ausklammern und nur gegen eld , also Eintritt (in vielen deutschen Parkanlagen) zur Besichtigung frei geben, ..!?

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Fotografin1958 05.11.2012, 11:19
@Sebastien12
  • Für Bildung benötigt man nicht unbedingt Geld, dafür aber um so mehr Fleiß und Durchhaltevermögen. Oder zahlt man neuerdings etwa Schulgeld oder muß eine Schuluniform gekauft werden? Übrigens habe ich mir sagen lassen, dass es für gute bis sehr gute (!!!) Abiturienten Stipendien für's Studium geben soll!

  • Häufig komme ich an "Sozialbrennpunkten" vorbei. Dabei kann ich sehr häufig Menschen beobachten, die mit haufenweise Alkohol und Zigaretten aus den Discountern kommen ... merkwürdig finde ich dabei nur, dass mir als sogenannte "Besserverdiene" dafür mein sauerverdientes Geld zu schade dafür ist.

  • In einem nahegelegenden Naturerholungsgebiet kann man schönen, warmen Wochenenden Menschen beobachten, die augenscheinlich zu den "Gerinverdienern" gehören, die dort grillen. An sich schön ... weniger schön allerdings dabei ist, dass sie die restlichen Leensmitel zum einen einfach in der Landschaft liegen lassen und zum anderen sehr viele gute Lebensmittel einfach "entsorgt" werden (Fleisch, nur einmal angebissen, fast volle Packungen mit Kartoffelsalat und vielen anderes mehr). Sind etwa Lebensmittel zu günstig oder die Einkommen zu hoch? Nein, ich schmeiße keine Lebensmittel in den Abfall!

  • Wenn jemand im Ausland eine besserbezahlte Tätigkeit angeboten wird, kann ich sehr gut nachvollziehen, wenn der Betreffende dieses Angebot angenommen wird. Und dreimal dürfen Sie nun mal raten, warum so vielen Polen, Rumänen, Spanier etz. nach Deutschland drängen? Übrigens habe ich eine Französin in meinem Haushalt beschäftig: Häufig genug darf ich mir anhören, wie schlecht Arbeitsbedingungen und Emtlohnung in Frankreich seien (sie ist gelernte Restaurantfachfrau) ... eigenartig, eigenartig!

  • Es soll in Deutschland freie Berufswahl geben. Es hindert einen also niemand daran, beispielsweise Arzt oder Rechtsanwalt zu werden: Aber lassen Sie sich sagen, dass der Weg nach oben lang, beschwerlich, anstrengend und steinig ist. Mit einer vierzig-Stunden-Woche wird man dabei ganz bestimmt nicht auskommen! Und es gibt in Hamburg den Spruch, dass man als Taxifahrer ein abgeschossenes Studium benötigt, weil unter den Taxifahrern sich viele Akadamiker finden.

  • Zwar bin ich keine Akademikerin, war aber lange Jahre recht erfolgreich selbständig .... eine achtzig-Stunden-Woche war das absolute Minimum! Es soll ja auch recht erfolgreiche Handwerksmeister geben: Ein mir bekannter Tischlermeister kann sich und seiner Familie drei bis vier Urlaubsreisen jährlich leisten, u. a. einmal jährlich einen Winterurlaub in der Schweiz.

  • Ja, die "Oberschicht" verdient recht gut, zahlt dafür aber auch über achtzig Prozent der Einkommenssteuer!

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Wenn man es mal logisch betrachtet und das Wort "normal" als "Standart" oder "gewöhnlich" übersetzt, ist deine Weltanschauung, die ich übrigens teile, nicht normal. Denn wenn sie zum Standart der heutigen Menschen gehören würde, hätten wir die aktuellen Probleme nicht. Es ist nunmal Fakt, dass wir uns immer weiter unserem Ende zuneigen, was uns sogar primitiver macht als die Tiere, denen wir uns so überlegen fühlen. Denn wir sind die einzigen Lebewesen, die uns mit unserer Spaßgesellschaft selbst vernichten und uns davor verschließen, bis es zu spät ist. Ich bin nicht traurig darüber. Wäre die Menschheit fähig, so etwas wie Einsicht zu entwickeln, hätte sie das schon lange getan. Es gäbe längst keine Kriege mehr, keine Gewalt, keine geheuchelte Politik, keine finanziellen Probleme. Aus dem Grund denke ich, dass der Mensch erst durch seine eigens herbeigeführte Vernichtung gestoppt werden kann.

Du hast Recht! Jeder der Denken kann, müsste zu diesem Urteil kommen. Wir haben die Gegenwart so derartig beschleunigt, dass die Vergangenheit dumm aus der Wäsche guckt. Es ist ein nie dagewesenes Phänomen. Es ist nicht nur EIN Faktor der ins verderben führt, sondern tausende gleichzeitig, die nicht mehr zu stoppen sind. Im Punkte schlechtes zu Stoppen, sind wir Menschen anscheinend nicht kompotent genug und oder aber nicht willens.

In den meisten genannten Dingen kann ich zustimmen. Sehe ich ähnlich, wenn auch nicht gaaaaanz so schwarz.

Dazu eine kurze Geschichte: Ich bin im sogenannten "Kalten Krieg" aufgewachsen. Alle Nachrichten drehten sich um Aufrüstung und Overkill. Ich dachte mir: "Das Jahr 2000 erreicht die Menschheit sowieso nicht! Es hat keinen Sinn, irgendetwas zu tun oder zu lernen. Alles ist kaputt und geht den Bach runter.

Nun, das waren die 70er und 80er... 30 bis 35 Jahre her. Es gab keinen 3. Weltkrieg, die Menschheit lebt noch, sogar die Vereinigung der beiden "Deutschen Staaten" durften wir erleben.

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Ich hoffe auch in diesem Fall!

Gruß Jens

Also jetzt erstmal hinsetzen und Luft holen... ;-)

Wenn wir alle Dramen der Welt zusammenfassen, ist das Leben eigentlich nichts als eine einzige Katastrophe, ich weiß. Auch ich sehe viele Gefahren, kleinere, größere und kleinere, die sich nach dem Schneeballprinzip womöglich irgendwann zu unkontrollierbaren großen entwickeln werden.

ABER: Ich lebe. Und ich werde (hoffentlich) weiterleben. Und solange ich in der Früh noch im Stande bin, meine Augen zu öffnen, werde ich aus meinem Leben das machen, zu dem ich in der Lage bin. Und dazu benötige ich auch eine gewisse Portion naiven Positivismus. Alles andere wäre seelischer Suizid.

okay also dein text hat mir wirklich ein bisschen angst gemacht ..:s aber was bringt es dir alles so negativ zu sehen ? wenn es wirklich so weit kommen wird kannst du als einzelperson nich wirklich was dran ändern oder ?

Ich denke nicht das wir am ar*ch sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir wirklich pleite gehen. Von fehlgeschlagener Integration najaaaaaaa.. schwieriges Thema. Die Zahl bewegt sich immer so um die 7%... Also 7% bei Polen und Türken, sind die Gesamtzahl der Angezeigten Straftaten 2011 der Ausländer. Die Gesamtkriminalität von Ausländer ausgehend beträgt auch 7%, also 7% der Ausländer sind Kriminelle sozusagen.

martin201 06.02.2016, 00:00

Wäred den Anfängen.Was würde passieren?Wenn wir wie es in vielen Ländern schon der Fall ist den 100 Euro Schein abschaffen?Ach ja habt ihr schon mal 100 Euro abgehoben und ihr bekommt nur 5,10,20,50 Euro Noten?Komisch oder?

Das Höste was ich aus dem Geldautomat bekomme ist ein  50 Euroschein.

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j a recht gute Analyse und es gibt wirklich viel aufmerksame politische Beobachter ( aber wenige r beim Export und Verwertungsweltmeister Deutschland,) die das ähnlich sehen

Jutta Dietfurt (von der undogmatischen Linken _ also keine Partei) sagt etwa :

Der Kapitalismus hat keine Krise, der Kapitalismus ist die Krise"

Du bist nicht der Einzige der das sieht, aber viele sind zu angepasst, dumm gehaltenträge und verblödet das zu erkennen und nützen kaum 5% ihres Gehirns sondern sind damit beshcäftigt (treu und doof) zu funktionieren und gerade in Deutschland hat die Traditiondes sich Unterwerfens Gehorchens und Erduldens eien verhängnissvolle Geschichte, die aber daher auch gerne ausgeblendet wird:

dei deutsche KZ*s haben nicht funktioniert weil ein paar verrückte Leute das durchgezogen haben sondern weil das gesamte Volk geschwiegen und sich unterworfenhat und lieber eine perfekte Verwertung auch des Todes verwaltet und durchgezogen hat,

der jüdische Dinter Celan sagte einmal (der Todesfuge)

Der Tod ist ein Meister aus Deutschland, sein Auge ist blau, er trifft dich mit bleierner Kugel er trifft dich genau"

darüber haben nach dem Krieg, ind er "Gruppe 47" (Literatengruppe) sogar andere Schriftstler noch gelacht (auch Günter Grass) aber sich später entschuldigt,

Was hältst du von der Vorstellung davon, dass Deutschland nurnoch ein totaler Kontrollstaat wird, der nix mehr mit der richtigen Demokratie zutun hat? Nein, noch besser, es hat schon längst begonnen sich so zu entwickeln! Es soll auch Pläne geben, dass die Weltbevölkerung auf 1 Millarde geschrumpft werden soll! Bill Gates soll über 2 Milliarden US $ zu dieser Stiftung, diese dieses Ziel hat gespendet haben!

Das war kein Sarkasmus, das war völlig ernst gemeint! Im gegensatz zu dem, was ich von der Regierung halte ist deine Sichtweise ja noch nichtmal "so schlimm"! Und das waren nur zwei Punkte von vielen, die ich habe, da sowieso nieman mehr zuhören wird...

martin201 06.02.2016, 00:26

2032 sprechen wir uns noch mal!!!

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Ich denke genauso wie du und zerbreche mir auch den Kopf darüber! Kurz gesagt: Ich finde wir sind wirklich alle am A.....!

Interessante Weltanschauung. In dem Fall kann ich nur raten: Mit 1,0 nen Abitur machen, Wirtschaft studieren, nen gut bezahlten Job finden. Sobald du dann in der oberen Liga bist sieht die Welt genau andersrum aus! Dann heisst es hey mir gehts super und was kann ich tun damits mir noch besser geht, allerdings ist das dann meist auf dem Rücken der anderen (Schwächeren). Alles ne Sache der Perspektive.

MayaPapaya89 05.11.2012, 01:50

Ich hab mein Abitur schon seit 5 Jahren in der Tasche und mittlerweile sogar nen Bachelor ^^

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juggernaut83 05.11.2012, 17:29
@MayaPapaya89

Hab mein Abi schon seit 11 Jahren, Studium hab ich nach meiner Lehre nicht benötigt. Ist bei jedem unterschiedlich, kommt auch immer drauf an wie man sich selbst einbringt.

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Sebastien12 05.11.2012, 10:06

@juggernnaut83

ja interessanter Tipp und so dumm zu sein zu glauben, das du mit einem 1,0 Abitur allein deswegen in die Oberschicht aufgenommen wirst, ist wirklich ober schlau, wie beschränkt, und davon zu leben, andere auszubeuten, auszurauben, zu verwerten (also wie deine Vorbilder) ist weniger als human, das ist verbrecherisch, und barbarisch, schon mal von Höhlenmenschen gehört, die waren sogar schon sozialer, als das was du hier ansprichst

hast du überhaupt eine Ahnung davon, was der Juggernaut wirklich ist oder war??

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juggernaut83 05.11.2012, 15:08
@Sebastien12

schonmal was von sarkasmus gehört!? Also mal schön locker bleiben und die Füsse still halten lieber Sebastien12

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Mondorakel 05.11.2012, 11:54

Eine gute Note garantiert noch keinen Job. Heute im Land der Niedriglöhne 1-Euro-Jobber nimmt man lieber ungelernte Leute, die man schnell anlernt und auch wieder schnell rausschmeißen kann, anstelle von Akademikern, denen man ja ein entsprechendes Gehalt zahlen müßte.

Oder wie erklärt ihr euch die vielen arbeitslosen Fachkräfte und Absolventen?

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juggernaut83 05.11.2012, 17:35
@Mondorakel

Du musst auch schauen in welchem Bereich Fachkräfte und Absolventen nichts finden. Bei nem Überangebot von einer Sorte muss man schon einer der Besten sein oder Vitamin B haben.

Hast du nen Studium mit summa cum laude abgeschlossen in nem Bereich der derzeit heiss gefragt ist rennen sie dir im Studium schon die Tür ein.

Neue Berufe in neuen Medien werden überall mit Kusshand genommen. Z.B. Wirtschaftspsychologe.

Grade wenns um Wirtschaftsforschung oder Personalentwicklung geht kannste keinen Hilfsarbeiter anlernen.

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Ach weißt du. Mir haben schon einige alte Menschen gesagt, dass dies schon immer so war. Das ihr ganzes Leben lang immer wieder davon geredet wurde. Ja kurz nachdem die Rente eingeführt worden ist, hat jeder gesagt. Wir bekommen niemals ne Rente. Und ihnen ging es gut...

Uns wird ziemlich viel von den Medien vermittelt was wir auch immer brav so hinnehmen. Wenn es nicht direkt die Bild oder RTL ist nehmen wir es auch gern mal ernster.

Letzten Endes aber, sind wir unseres eigenen Glückes Schmied! Während der eine sich sein Leben mit Pessimismus selbst kaputt macht. Lebe ich mein Leben und genieße jeden Tag.

Nein ich ignoriere es nicht. Aber ich lass mich auch nicht von jedem Geschwafel wirr im Kopf machen! Ich werd's schon noch überleben! Und wenn es kommt, kann ich es sowieso nicht mehr verhindern.

Ich hab einfach nur dieses eine Leben, noch dazu find ich das Leben richtig geil!

Warum sollte ich mir das dann depressiv diskutieren lassen?

Nene du.. Das können andere machen. Die dürfen dann auch sagen.. Ich habs doch gewusst ...

Betrachtet man die von Dir aufgezählten Fakten einmal ganz realistisch, müssen wir Dir zustimmen - die Lage der Menschheit ist zur Zeit ziemlich bedrückend...

... Fortschritte in den Bereichen Umwelt, Wissenschaft, Technik, Medizin haben uns auf lange Sicht nicht wirklich weitergebracht. Geniale Entdeckungen schlugen zum Schaden aus (Stichwort: Atomkraft). Armut und Hunger - häufig Folge von Kriegen und menschlicher Selbstsucht, verschlimmern sich weiterhin. Selbst in Wohlstandsländern ist die Armut auf dem Vormarsch. In Deutschland verhindert zwar das soziales Netz, das jemand verhungert - nicht aber, das er in's soziale Aus geraten kann.

Kein Wunder also, das Unzufriedenheit, Frustration, Aggression und Resignation zunehmen. Das schlägt sich nicht nur im fehlenden Miteinander und Lieblosigkeit nieder, sondern ist auch verantwortlich für den enormen Anstieg von Depressionen, Borderline und einer Vielzahl anderer psychischen Störungen, sowie verkehrter Verhaltensmustern.

Auf einem Boden aus Ungerechtigkeiten, Hass und Selbstsucht können eben keine Blumen mehr wachsen ! Interessant ist in diesem Zusammenhang das die Bibel bereits eine solche Entwicklung voraus sagt und davor warnt: Was immer ein Mensch sät, das wird er auch ernten! Galater 6:7


Aus der Bibel erfahren wir auch, das Problemverursacher Nr.1 zum einen fehlerhafte menschliche Entscheidungen sind (Prediger 8:9), zum aneren Kräfte eines abgrundtief bösen Geistgeschöpfes, Satan dem Teufel, dessen erklärtes Ziel es ist, die Menschheit zu verderben (Offenbarung 12:12).

...nun weiß ich genau, wie dieser Text auf jemanden wirkt, der sich noch nie intensiv mit der Bibel befaßt hat - und doch gibt uns das Wort Gottes die einzig plausible Erklärung, warum es hier auf der Erde so aussieht und der Mensch es trotz guten Willens und bester Vorsätze nicht schafft, seine Probleme in den Griff zu bekommen - sondern vom Schlimmen zum Schlimmeren fortschreitet.

Ist die Lage also trostlos?

Nein - denn auch wenn wir in kritischen Zeiten leben, mit denen man schwer fertig wird (2.Timotheus 3:1) Gottes Wort läßt uns nicht im Dunklen, über das was kommen wird. Im Matthäusevangelium 24: 3-14 wurde für uns niedergeschrieben welche Ereignisse dem Eingreifen Gottes vorausgehen würden. Danach wird Christus als König der Könige die Dinge auf der Erde richtigstellen und alles wieder in Ordnung bringen, was uns heute Kummer und Sorge, Schmerz und Leid bereitet, nachzulesen in der Offenbarung 11:18 und 21:3-5

Zusammenfassend kann man also sagen, Du siehst die Dinge wie sie jetzt sind durchaus realistisch - doch haben wir trotz allem Grund, hoffnungsvoll und mit Vorfreude in die Zukunft zu blicken. Die Erde mit all ihren Wundern ist ein Geschenk Gottes an uns Menschen und wird uns erhalten bleiben...

LG IID

martin201 06.02.2016, 00:16

Man kann nicht erfreuter sein,die Erde zu entdecken.

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Willkommen in der traurigen Realität!

Diese Zukunftsängst sind nicht wirklich begründet.

Warum sollte man Filme wie Terminator in den 80 Jahren anlegen?Weil der Kapitalistmus es so wollte?Es waren wohl er Filme und auch Spiele die das eine Vorraus gesagt haben.

Was mir sorgen macht ist die Abbschaffung des Bargeldes.Jeder Bürger wäre kontrollierbar und steuerbar.

martin201 05.02.2016, 23:51

Sowohl die Nazis als auch die DDR hatte ihre Bürger klein gehalten in dem es kein Bargeld gab.Mal DENKEN ;)

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Auf den letzten Satz antwortend

JA, du bist es !!!!

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