Ist mein Vermieter verpflichtet einen Austausch des Bürgen für meinen Mietvertrag zu akzeptieren?

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4 Antworten

Kann es sein,wenn die Bürgschaft gekündigt wird, dass der Vermieter
versucht mich sofort mit rauszuwerfen (Wir haben die Wohnung ziemlich
aufgewertet und er könnte beim nächsten Mieter mehr Miete verlangen)?

Ja

Oder habe ich das Anrecht darauf wohnen zu bleiben und kann einen neuen Bürgen bringen?

Nein

Eindeutige Antworten, aber hier noch ein wenig mehr dazu:

"Rauswerfen" kann er Dich nicht. Damit Deine Ex samt Bürgin aus den Verpflichtungen raus kommt, kann er verlangen, dass das nur unter der Bedingung geschieht, dass ihr zusammen den Mietvertrag kündigt. Andernfalls geht das nicht und die beiden Damen bleiben weiterhin in der Verpfichtung, wenn Du nicht auch kündigst. Sie können Dich dann zur Zustimmung verklagen. Die Klage wirst Du verlieren und spätestens dann musst auch Du Dich damit befassen, was sein wird, wenn Dein/Euer Mietvertrag endet. Du kannst also etwas Zeit raus holen, mehr aber nicht.

Wenn der Mietvertrag auf diese Weise endet, hast Du kein Anrecht darauf, dass der Vermieter mit Dir einen neuen Mietvertrag macht.

Solche Situationen, in denen man einen ungeliebten Mieter (endlich) los werden kann oder wo es ein leichtes ist, eine höhere Miete durch zu setzen, sind bei Vermietern natürlich sehr beliebt.

Warst Du immer ein guter Mieter und will Dich der Vermieter behalten, wird er Dir allenfalls einen neuen Mietvertrag mit gleicher oder etwas höherer Miete vorschlagen. Vielleicht verlangt er auch eine zusätzliche Absicherung, wie Bürgschaft oder weiteren Mitmieter.

Hat er aber das Gefühl, dass er Dich als Mieter eigentlich nicht mag, wird er die Gelegenheit beim Schopf packen und Dich auf diese Weise los werden. Ob und wieviel ihr in die Wohnung rein investiert habt, interessiert ihn dabei herzlich wenig.

Schätze Deine Situation selbst ein.

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Kommentar von bwhoch2
14.08.2016, 12:07

Danke für die Auszeichnung.

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Eine Bürger kann doch nicht einfach nur mal so kündigen, oder übersehe ich etwas?

Und ein Vermieter muß auch die Teilkündigung eines Mieters nicht akzeptieren.

Es besteht ja auch keine Pflicht zum Nutzen des Mietgegenstandes, die Mitmieterin darf sich dort aufhalten, wo sie es möchte.

Viel Glück.

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Kommentar von Ikiru
09.08.2016, 16:03

Es geht ja darum, dass die Mutter meiner Exfreundin die Bürgin ist und jetzt wo meine Exfreundin auszieht natürlich nicht weiter bürgen möchte (für mich). Mir ist jetzt klar, dass wahrscheinlich der ganze Vertrag aufgelöst werden muss, in dem ich, meine Ex und ihre Mutter als Bürgin stehen. Frage mich nur ob ich dann so etwas wie ein Vorrecht auf die Wohnung habe dem Vermieter gegenüber, weil ich ja da wohnen bleiben möchte, aber anscheinend einen neuen Vertrag abschließen muss. Oder ob mein Vermieter mich einfach ignorieren und die Wohnung für mehr Geld an irgendjemand anders weitervermieten kann.

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Nein ist er nicht und wird er auch denke ich mal nicht machen. Der bürge hat dafür unterschrieben das egal was passiert er in Notfall falls du zb. Die miete nicht zahlst er zur Kasse gebeten wird

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Der Vermieter muss sich auf nichts einlassen. Der Vertrag hat Bestand. Beide Parteien müssen der Änderung  zustimmen.

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Kommentar von Ikiru
08.08.2016, 20:29

Aber so etwas wie ein grundsätzliches Wohnrecht habe ich nicht? D.h. wenn Bürge und ein Mieter kündigen habe ich als verbleibender Mieter kein Anrecht auf meine Wohnung, wenn ich einen neuen Bürgen bringe? Das wäre hart...

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