Ist mein Vater Alkoholiker was denkt ihr?

19 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Beim speziellen Thema "Alkoholabhängigkeit" bin ich der Ansicht, dass man sehr (sehr!) genau auf seine Wortwahl achten muß. Da gibt es zu viel Larifari und Halbwissen - und genau das ist das eigentlich Gefährliche. Du schreibst: Er trinkt fast jeden Abend... und weiter ...ein bis zwei Flaschen Bier (je 0,5l) - Trinkt er an den Abenden, an welchen er keine ein bis zwei Flaschen trinkt nichts oder mehr? Wieviel trinkt er zu besonderen Anläßen, Feiern, Verein etc? Mag er auch ab und zu mal einen Schnaps? Hast Du ihn schon betrunken erlebt? Du bist der Ansicht, das ist schon eine Form von Alkoholismus - bist Dir nicht sicher ob das übertrieben ist oder Du recht hast. Bevor ich dazu etwas schreibe: Es gibt auch den sogenannten funktionierenden Alkoholiker - und es gibt die Co-Abhängigkeit. Um herauszubekommen, was tatsächlich Sache ist, spielt einzig und allein Dein Empfinden eine Rolle. Allerdings ist es dazu enorm wichtig, dass Du Dich nicht an allgemeinen Begrifflichkeiten festhälst. Wenn die Rede vom Alkoholiker ist, haben leider immernoch sehr viele Menschen das Bild vom sabbernden Penner unter der Brücke vor Augen - dazu gehört Dein Vater sicher nicht. Die Tatsache, dass sein Alkoholkonsum Dir aufgefallen ist weißt trotzdem darauf hin, dass es in dieser Hinsicht einen Klärungsbedarf gibt. Ich stimme mit einem anderen Antwortgeber darin überein, dass es unumgänglich ist, dies im Gespräch zu klären. Teile Deinem Vater Deine Bedenken und Ängste mit, bitte ihn, Stellung zu beziehen - zu Deiner Sorge und seinem Konsum. Versuche dabei, nicht vorverurteilend sondern wertfrei zu sprechen und zu hören. Wer weiß - vielleicht löst sich das Ganze in schnell in Wohlgefallen auf. Um Deine Frage zu beantworten: Jeder regelmäßige Alkoholkonsum ist eine Form von Alkoholismus - aber was heißt das? Allein in der BRD schätzt man die Zahl derer, die einen riskanten Alkoholkonsum haben auf über 10,5 Mio. Menschen. Und um noch etwas klar zu stellen: Es ist völliger Unfug zu sagen, ein Glas Alkohol am Tag sei gesund!!! Es gibt sowohl im Bier als auch im Rotwein einige Stoffe, die für sich genommen tatsächlich gesund sind - der in diesen Getränken enthaltene Alkohol macht das allerdings wieder völlig zunichte. Alkohol gehört neben Nikotin zu den zerstörerischsten Giften, die wir im freien Handel bekommen können - giftiger noch als Heroin (in sauberer Qualität). Also bitte keine solchen Halbwahrheiten verbreiten - das führt schnell dazu, sich eine billige Ausrede für sein "Feierabendbierchen" zu basteln - man sollte das Bier genießen können, ohne Ausreden zu brauchen...andernfalls ist was im Busch

lieber hajoka: deine antwort ist recht umfangreich und fundiert: ich muss jedoch folgende probleme aufgreifen:

  1. alkoholabhängige kann man nicht durch gespräche heilen

2.die who definiert jeden der regelmässig alkohol konsumiert, als abhängig. dem muss ich widersprechen. wer einmal im monat ein glas wein trinkt, ist m.e. kein alkoholiker.

3.im gegensatz zu nikotin reichert dsich alkohol nicht im körper an, weshalb ein mässiger alkoholkonsum zu keinen bleibenden schäden führt, da der körper die durch en alkohol untegegangen zellen wieder regenerien kann.

  1. wer am abend,(ausgenommen raucher und andere nutzer von betäubungsmitteln und hochprozentigem alkohol) ein glas bier oder wein geniest, braucht dafür keine billige ausrede.

wir wollen doch fair und seriös bleiben.

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Das kommt drauf an ... wenn er es nur trinkt, weil es ihm gut schmeckt und weil er einfach Lust darauf hat, dann ist das ja völlig ok. Allerdings wird es schwierig, wenn er ohne nicht kann bzw. wenn er schon automatisch nach dem Bier greift, ohne groß darüber nachzudenken und sich schlechter fühlt, wenn es mal kein Bier zur gewohnten Zeit gibt. Alkoholiker oder nicht wird nicht durch die Menge, sondern eher durch die Regelmäßigkeit und das "unbedingt brauchen" bestimmt.

Ob man durch regelmäßigen Alkoholgenuss zum Alkoholiker wird oder nicht, hängt maßgeblich von der Disposition ab. Das beste Beispiel dafür war mein Großvater. Er hatte nach eigenen Angaben seit seinem 16. Lebensjahr getrunken; nach Angaben meiner Großmutter und Mutter nahezu täglich und recht große Mengen. Noch im Rentenalter ging er regelmäßig zum Frühschoppen und kam betrunken nach Hause. Täglich!

Dann erlitt er im Alter von 82 Jahren etwas, das die Ärzte als Prä-Apoplex bezeichneten. Eine art "Vorbote" eines Schlaganfalls. Er behielt keine Schäden davon zurück aber er sollte das Trinken einstellen. Wir dachten uns damals, das schafft er nie. Aber er stellte seinen Konsum von einem Tag auf den anderen auf alkoholfrei um. Damals kamen die ersten alkoholfreien Biere auf den Markt. Die trank er - aber keinen einzigen Tropfen Alkohol mehr - bis er starb. Er hatte keinen Entzug - zumindest keinen sichtbaren.

Andererseits ist ein Freund von mir innerhalb der letzten 10 Jahre fast beiläufig und mit wesentlich weniger Alkohol als es bei meinem Großvater üblich war, zum Alkoholiker geworden, der heute keinen Tag ohne Alkohol auskommt.

Ich denke, Dein Vater ist Alkoholiker wenn er auch dann nicht vom Alkohol lassen kann wenn es besser ist, nicht zu trinken....etwa wenn man bestimmte Schmerzmittel nimmt, die die Leber belasten.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Ist man schon Alkoholiker wenn man jeden Tag ein Sixpack....

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