Ist mein Freund ein Alkoholiker - ich ertrage es nichtmehr?

21 Antworten

wenn ich hier so die antworten lese scheint es ja für die meissten einfacher zu sein jemanden fallen zu lassen statt ihm zu helfen, liegt wohl an der gesellschaft..

ich würde ihm an deiner stelle sagen das es dich stört und es sich nicht gehört das er sich ständig so betrinkt, und versuch mal raus zu finden warum er soviel trinkt..trinker haben meisst ein problem warum sie trinken..wenn dir seine freundschaft wichtig ist, dann versuch ihm zu helfen soweit es für dich zu verantworten ist..rede mit ihm und frag ihn wozu er bereit wäre sich zu ändern, der erste schritt ist zur suchtberatung zur gehen, gibt es in jedem ort..und ist auch nicht schlimm dahin zu gehen..war ich schon ein paar mal..

aber wenn du siehst das er es nicht ändern wird, dann sag ihm auch ruhig das du das so nicht mit anschauen kannst und es dich kaputt macht..und wenn du ihm wichtig bist dann wird er es auch ändern, bzw einschränken..und wenn nicht dann distanziere dich langsam von ihm, damit er sieht das er es falsch macht..

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung
58

Das, was du da küchenpsychologisch vorschlägst, stabilisiert seine Sucht und treibt die Freundin in die Coabhängigkeit. Und der dämliche Rat, herauszufinden, warum er trinkt, hilft ihm nur, Ausreden zu finden. Ganz SCHLECHTER Rat.

1
34
@Dahika

küchenpsychologisch? ich gehe davon aus das du dich mit suchterkrankungen auskennst um so eine aussage treffen zu können..

0
58
@ben210780

Ja natürlich kenne ich mich damit aus. Ich habe mit Angehörigen therap. gearbeitet, die ebenfalls versucht hatten, das Warum herauszufinden und nie in der Lage waren zu sagen: "Es ist jetzt egal, warum du säufst. HÖR AUF DAMIT." Diese Warumfrage hilft den Alkoholikern nur, keine Verantwortung für ihr Saufen zu übernehmen. Denn es ist ja die schlimme Kindheit schuld oder die böse Ehefrau oder der böse Chef.
KEIN Therapeut, der etwas taugt, arbeitet an der Warumfrage, bevor der Patient nicht aufgehört zu saufen. Das ist der erste Schritt: aufhören zu trinken. Danach kann man dann, wenn er will, immer noch an der schlechten Kindheit arbeiten. Niemals umgekehrt.

0
34
@Dahika

ok, ich würde aber nicht sagen das man es verallgemeinern kann,ich habe zuerst den grund eliminiert bzw gelernt damit um zu gehen bevor ich aufgehört habe zu trinken, denn ich wollte nicht trinken..klar ein spass trinker braucht kein grund, weil er party will..aber ich für mich wollte nicht mehr trinken, und deswegen habe ich auch aufgehört, war schon in der langzeit und einige mal auf entzug..aber habe gemerkt das es nichts bringt , egal ob nüchtern oder im alkoholisiertem zustand..ich hab viele suchtis erlebt, die einfach ihre probleme weg trinken wollten, jedoch wie aufhören wollen wenn die probleme noch das sind..für suchtis macht das kein sinn, deshalb wollen die auch nicht aufhören..

0
58
@ben210780

Der erste Schritt einer Alkoholikertherapie ist über den Alkohol zu sprechen. Sie müssen lernen, dass sie es sind, die JETZT aufhören müssen. Es ist ein Kunstfehler des Therapeuten, sich auf schlimme Kindheit oder die schlimme Ehe einzulassen. Zuerst ist das Thema der Alkohol.
Wenn man zu früh mit anderen Themen anfängt, fördert man die Entschuldigung. "Ich will ja aufhören, aber ich kann nichts dafür. Ich bin als Kind immer misshandelt worden." Traurig, ja. Aber erst das Thema Alkohol. Der Alkoholiker muss den ersten Schritt machen. Wenn er wartet, bis sich seine Probleme gelöst haben, wartet er meist, bis er tot ist. Übrigens sind sehr viele Probleme durch den Alkohol ja erst entstanden.
"Meine Ehe ist so schlecht." sagt er.
"ja, weil du säufst." sagt sie.
"nein, ich saufe, weil die Ehe so schlecht ist. Wenn sie besser ist, höre ich auf."

Von wegen.

1

Warum tust Du Dir das an? Dein Freund hat sich offensichtlich nicht mehr unter Kontrolle, wenn er bereits zu Euren Treffen betrunken erscheint. Und es ist eine Respektlosigkeit, Dich nachts aus dem Schlaf zu klingeln, wenn er dicht ist.

Du kannst nachts Dein Mobiltelefon stumm schalten, das würde ich auf jeden Fall tun. Darüber hinaus mach eine klare Ansage, wenn er nichts gegen sein Alkoholproblem unternimmt, ist Eure Freundschaft Geschichte. Und sei konsequent dabei.

Giwalato

Ich würde an deiner Stelle erstmal mit ihm sprechen, ihm klar machen das er offensichtlich ein Alkoholproblem hat und ihm nahe legen das er sich Hilfe suchen soll.

Natürlich nett und möglichst einfühlsam aber dennoch deutlich rüber bringen.

Vielleicht kannst du ihn dann auf diesen Weg begleiten.

Sollte er aber so gar nichts tun dann würde ich beim nächsten Treffen wenn er betrunken ist ihm eine klare Ansage machen, das du seine Alkoholeskapaden nicht mehr erträgst.
Und dann einfach gehen.

Die Freundschaft kündigen würde ich an deiner Stelle deshalb nicht unbedingt sofort aber distanzieren wenn er nicht gewillt ist etwas zu ändern

Ich persönlich würde die Freundschaft beenden. Aber ich habe auch sehr schlimme Erfahrung mit Alkoholkranken gemacht. Deshalb würde ich mir das nicht nochmal zumuten wollen

Schluss machen oder nicht...Alkohol..?

Guten Tag zusammenSeit Dez. 2016 habe ich einen Freund. Er ist 22 Jahre alt und ich 20. Schon zu Beginn habe ich das Problem gesehen, wusste aber nicht, dass es so schlimm werden würde... Es geht um Alkohol. Erstmal meine Mutter war abhängig, daher habe ich viel erlebt. Aber zum jetzigen Problem: Er trinkt jeden Abend minimum 3-4 Bier. Am Wocheenende solls locker eine Flasche Jack Daniels oder sonstiges sein. Ich mag das Gefühl nicht, wenn er betrunken ist. Ich hasse Alkohol. Er sagt, ich soll ihm die Freude am Leben lassen. Aber was hat Alk mit Freude zu tun?? Heute z.B. wir waren essen und noch was trinken. Schon da hat er ziemlich gegüllert. Plötzlich bekam ich starke Bauchschmerzen. Deswegen gingen wir nach Hause (er wollte das!!) Zuhause stellte er mir einen Kübel hin und sagte folgendes:"ich weiss du wirst wütend sein, aber ich werde jetzt noch was trinken gehen." Er packte eine Flasche Schnaps und setzte sich auf den Balkon. Nun bin ich abgehauen. War das richtig? Mir geht es schlecht seit längerem, aber er provoziert es extra. Ich möchte nicht voreilig handeln und es beenden. Aber wahrscheinlich ist es das richtige, oder? Er versteht mich überhaupt nicht. Geredet haben wir viel. Sogar seine Freunde verstehen sein Trinkverhalten nicht... ich weiss nicht mehr weiter gerade... habt ihr mir evt 1-2 Tipps...? Danke fürs lesen..

...zur Frage

Harmomed und Alkoholismus

Hallo gutefrage-community!

Ich mache mir Sorgen um meinen Vater. Er ist Alkoholiker und kommt ohne seinen täglichen Wein nicht aus. Ich weiß nicht, wieviel er trinkt, aber in Kombination mit den Medikamenten, die er nimmt (u.a. fürs Herz), kann das keinesfalls gut sein.

Seit neuem hat ihm sein Hausarzt - ein Quacksalber, der selber trinkt und dafür bekannt ist, alle möglichen Pillen leichtfertig zu verschreiben - ein Medikament namens Harmomed forte verschrieben. Daraufhin habe ich mich darüber etwas im Internet informiert und war geschockt, was für ein gefährliches Potenzial in den Pillen allein schon steckt. Und dann noch in Kombination mit Alkohol?! Sowas sollte mMn nur stationär unter Aufsicht verabreicht werden!

Außerdem ist mir nie aufgefallen, daß mein Vater irgendeine psychische Störung oder so hätte. Aber er gibt ja auch nichts von sich preis. Er frisst alles in sich rein und ertränkt es dann im Alkohol. Gegen gutgemeinte Ratschläge ist er angesichts seiner grenzenlosen Sturheit nahezu immun.

Übrigens war er schon einmal 2 Jahre lang trocken. Ich glaube, das war kurz nach der Herzklappen-OP. Dann - auf einer Hochzeit - wurde er von ein paar A....löchern, die wussten, daß er trockener Alkoholiker gewesen war, wieder zum Trinken verführt und hat seitdem nicht mehr damit aufgehört.

Er hat sich im Suff schon unzählige Male verletzt. Einmal hätte er nach einem Sturz sogar beinahe den linken Arm verloren. Dazu kommen mehrere Kopfverletzungen, ein Schlaganfall, Unfälle mit dem Auto und dem Fahrrad und noch vieles mehr! Ich bin nur froh, daß er jetzt kein Auto mehr hat, denn er ist immer wieder betrunken gefahren (ohne Führerschein) und hat dadurch nicht nur sich selbst sondern auch andere gefährdet.

Nichtsdestotrotz denkt mein Vater leider nicht daran, sich in stationäre Behandlung zu begeben, obwohl das das einzige wäre, was ihm helfen könnte gegen seinen Alkoholismus und die psychischen Probleme. Wie kann ich nur an seine Vernunft appelieren, damit er mit diesem selbstzerstörerischen Treiben endlich aufhört und sich helfen läßt? Oder gibt es die Möglichkeit ihn zwangseinweisen zu lassen - so hart das auch klingt? Wie sieht diesbezüglich die Rechtslage aus in Österreich?

Und wie steht's mit diesem obskuren Medikament Harmomed? Das soll ja ein starkes Antidepressivum sein, hab ich gelesen. Hat vielleicht jemand hier im Forum schon mal Erfahrungen damit gemacht - speziell in Verbindung mit Alkohol? Und darf ein Allgemeinmediziner das einfach so verschreiben, auch wenn er weiß, daß der Patient ein Alkoholiker ist?

Ich bin euch für jede hilfreiche Antwort dankbar und entschuldige mich dafür, daß ich so viel geschrieben habe. Es war mir nämlich auch ein Anliegen, auf die vielen Probleme aufmerksam zu machen, die der Alkoholismus mit sich bringt, da ich selbst gesehen habe, was das alles anrichten kann.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?