Ist mehr Video Überwachung in Deutschland besser oder schlechter?

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10 Antworten

Also ich möchte kein bzw. nicht mehr Überwachungsgefühl haben, wenn ich einfach so durch die Stadt gehen möchte.

Auch da ja Videoüberwachung neuerdings als Gegenmittel zu Terrorismus gilt, nur kann niemand erklären wie man einen Amoklauf oder eine LKW-Fahrt mit Kameras verhindert.

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Schon sicherer, schränkt aber Freiheit ein. 

An Bahnhöfen und ausgewählten Plätzen ist es okay. Flächenmässig wäre es nicht gut. Dann wären wir ein "überwachungsstaat". 

Lieber die wenigen Gefährder richtig zu Rechenschaft ziehen und die beobachten als den unschuldigen Bürger noch mehr zu belasten.

"They who can give up essential liberty to obtain a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety."

"Wer wesentliche Freiheit aufgeben kann um eine geringfügige bloß jeweilige Sicherheit zu bewirken, verdient weder Freiheit, noch Sicherheit"

 Benjamin Franklin 

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Ich verstehe nicht die Leute, die darin einen Eingriff in die Freiheit oder gar Menschenrechte sehen. 

Klar ist das kein Allheilmittel, verhindert nicht direkt Terroranschläge, würde aber mit Gesichtserkennungssoftware die Mobilität von bekannten Straftätern erheblich einschränken. Und viele "normale" Verbrechen verhindern, da unerkanntes Entkommen unmöglich oder stark erschwert. 

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Kommentar von dufterMike
22.01.2017, 20:47

Ich fühle mich meiner Freiheit beraubt, wenn ich dem Blick über meine Schulter nicht entfliehen kann.
Ehrlich gesagt fühlst du dich doch bestimmt auch nicht gut wenn du ständig von jemandem Beobachtet wirst welchen du nicht sehen kannst.

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Videoüberwachung hilft nicht, Probleme zu verhindern. Es ermöglicht lediglich unter Umständen, im Nachgang besser/schneller aufklären zu können.

Dem gegenüber steht das Grundrecht aller Menschen auf Privatsphäre, mal ganz salopp formuliert.

Wenn man sich überlegt, dass wir in Deutschland eine Straftäterquote von "nur" 1-2 % bezogen auf die Gesamtbevölkerung haben, könnte man also die Milchmädchenrechnung aufstellen, dass für 2 gefilmte Straftäter gleichzeitig 98 Unschuldige mitüberwacht werden.

Man kann natürlich durch Restriktionen bei der Auswertung des aufgezeichneten Materials dafür sorgen, dass tatsächlich nur das gesichtet wird, was wirklich "relevant" bezogen auf Verbrechensaufklärung ist. Allerdings muss man als Ottonormalbürger blind darauf vertrauen, dass sich die aufzeichnenden Stellen dann auch schön artig nach Gesetz verhalten, und nicht z. B. durch "Schlamperei" doch irgendwie jahrelang alte Aufzeichnungen nicht überschrieben werden etc.

Persönlich bin ich mehr ein Freund von Personalpräsenz als von Videokameras. Konkret z. B. auf öffentliche Veranstaltungen, U-Bahnen etc. bezogen: mehr Sicherheitskräfte, mehr Polizei. Aber mehr Videokameras brauchen wir nicht, denke ich. Zumindest nicht flächig. Irgendwelche Einzelfallbeurteilungen will ich mal absichtlich außen vor lassen.

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Kommentar von staffilokokke
22.01.2017, 20:57

Hast Du eine Quelle für die 1-2% ?

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Viele Länder setzen bereits auf eine ausgedehnte Videoüberwachung, wie die Süddeutsche am 4. Januar veröffentlichte. Jedoch ist es fragwürdig, ob die Kriminalität dadurch zurückgegangen ist, oder gar verhindert wurde. Zur Verbesserung der Aufklärungsquote von Verbrechen ist die Installation sicherlich hilfreich, die in DE bei ca. 55 % liegt. Ich meine jedoch, das zuerst die Behörden (BKA, LKA) besser und effektiver zusammenarbeiten sollten, bevor dieser Einschnitt, der ja gesellschaftsverändernd wirkt, vorgenommen wird. Gerade durch das Beispiel in GB sehe ich da ein Problem, das mir schwer im Magen liegt: Da die öffentliche Hand, sich die Wartung und den Betrieb der Überwachung nicht mehr leisten konnte, wurde dieser Bereich zu 50 % privatisiert. Und privatisierte Überwachung finde ich bedenklich.  

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Du musst dich fragen, was dir wichtiger ist: Sicherheit oder Freiheit? In diesem Fall, wie auch in vielen anderen, ist das nicht mehr miteinander vereinbar. Zwei Grundwerte und der Staat vor dem Dilemma, ob er mehr Sicherheit oder Freiheit garantieren soll.

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Bei meiner Nachbarin wurde 2016 eingebrochen, praktisch wäre das schon gewesen, wenn eine Kamera einen Blick auf die Bösewichte erhascht hätte.

Bei einem Freund wurde die Wohnung verwüstet und Bargeld gestohlen, die Kriminalpolizei fand nicht eine Spur. Ein Wagen mit auffälligem Kennzeichen wurde in genau dem Einbruchszeitraum bemerkt, der Beobachter hat sich das Kennzeichen nicht gemerkt. Eine Kamera wäre hilfreich gewesen.

Stellt euch mal vor, dass ihr heim kommt und alle Wertsachen fehle, alle Schränke sind auf den Boden entleert - das ist laut meinem Freund ein niederschlagendes Gefühl.

Wem das nicht gefällt, der sollte in jedem Geschäft mit Kameraüberwachung den Geschäftsführer kontaktieren und Protest anmelden - oder ist das da ok?

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Kommt drauf an aus welcher Perspektive man das betrachtet.

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Besser oder schlechter als was? Oder willst du fragen, ob die Videoüberwachung in Deutschland gut oder schlecht ist?

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"Wer wesentliche Freiheit aufgeben kann um eine geringfügige bloß jeweilige Sicherheit zu bewirken, verdient weder Freiheit, noch Sicherheit."
--- Zitat: Benjamin Franklin ---

Ich fühle mich in meiner Freiheit beraubt, wenn ich dem Blick über meine Schulter nicht entfliehen kann.

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