Ist (Meeres-) Biologe ein toller Beruf?

1 Antwort

Klimaaktivist ist kein Beruf in dem Sinne von "Du meldest dich für den Studiengang oder die Ausbildung "Klima" an und wenn du fertig bist, bist du Klimaaktivist". Das ist eine Aktivität, die die meisten nur nebenbei machen, und in die man eher rein rutscht.

Naturwissenschaftler ist genauso wenig ein Beruf. Das ist wie zu sagen "Ich mache eine Arbeit mit Menschen." Ja, was denn? Hebamme? Erzieherin? Nageldesignerin? Beerdigungsplanung?
Du kannst nicht allgemeine Naturwissenschaften irgendwo lernen, du musst dich immer auf zumindest eine grobe Richtung einstellen. Die großen Zweige der Naturwissenschaft sind wohl Mathe, Chemie, Biologie, Physik und Psychologie, auch wenn letzteres etwas umstritten ist. Und wenn du in einem dieser Zweige bist, wirst du dich auch weiter aufspalten müssen, außer du wirst Schullehrer in dem Fach.

Meeresbiologie ist definitiv nicht so actionreich, wie man sich das vielleicht vorstellt. Das ist nicht so, dass du jeden Tag mit Haien und Delfinen schwimmst und vielleicht einmal im Monat irgendeinen Artikel verfasst. Eher andersrum: Einmal im Monat besuchst du die Tiere (wenn überhaupt), den Rest vom Monat hast du einen Bürojob. Klar, wenn dich einfach das recherchieren der Fakten interessiert, oder du weniger an der Forschung Interesse hast, dann ist es vielleicht ein Versuch wert. Du musst nur wissen, dass es nicht einfach nur Schwimmen und mit Tieren chillen ist.

Biologie an sich ist zwar ein super interessantes Fach, aber grade deshalb ist zumindest der Studiengang komplett überfüllt. Es ist schwer, als studierter Biologe einen Job zu bekommen, weil es einfach zu viele junge davon gibt. Da ist es sinnvoll, wenn du davor irgendeine Ausbildung machst, die irgendwas mit Biologie zu tun hat. Tierpflege, BTA... Dann hast du größere Chancen darauf, als studierte Biologin auch was zu erreichen.

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