Ist Meditation real, der Weg zum Geist und funktioniert oder ist das Ver**sche und wir spielen dem Gehirn etwas vor?

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4 Antworten

Ich bin Buddhist und habe bereits einige Jahre Meditationserfahrung.

Hier meine Gedanken zum Thema

Meditation ist keine Technik, mit der man sich ruhig macht, sondern ein entspannter und zugleich achtsamer Geisteszustand.

Er hat also weder etwas mit schläfriger Trance, noch mit angespannter Konzentration zu tun, sondern liegt zwischen diesen Extremen.

Natürlich gibt es aber eine äußere Form der Meditation und bestimmte Methoden - Meditation ist also auch eine konkrete Praxis.

Was ist für dich "der Weg zum Geist" ?

Der Zustand der Meditation hat kein Ziel, sondern er geschieht einfach, im gegenwärtigen Moment. Es gibt nicht darum, "besser" zu werden, oder sich zu "optimieren". Leistungsdenken ist mit Meditation unvereinbar.

Weshalb sollte man also "zum Geist gehen" wollen, wenn doch die Erfahrung des gegenwärtigen Moments alles ist, was man braucht, um einen meditativen Geisteszustand zu erleben?

Es gibt sicher Menschen, die meditative Techniken nutzen um etwas zu erreichen - Ausgeglichenheit, Konzentrationsfähigkeit usw. - aber meiner Meinung nach missverstehen sie dabei den Sinn der Meditation.

Was bedeutet für dich "ob Meditation funktioniert" ?

Meditation ist eine Erfahrung die mit uns geschieht - Körper und Geist - und somit dürften sich  Auswirkungen der Meditation auch in der Gehirnaktivität zeigen - nachweisbar in einem EEG oder einer Computertomographie.

Nach dem jetzigen Kenntnisstand der Medizin ist das menschliche Bewusstsein und damit auch die Vorstellung des "Ich" lediglich eine Art Simulation aufgrund der physiologischen Vorgänge im Gehirn.

Natürlich ist unser Gehirn somit Teil des meditativen Bewusstseinszustands, der sich auch auf andere physiologische Faktoren wie Atemfrequenz, Puls usw. auswirkt.

Wo ist da also der "Selbstbetrug", den du offenbar vermutest?

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Kommentar von wobfighter
08.08.2016, 00:08

Ich nutze selbst die Zen Lehre wo es einfach nur heißt sitzen und atmen. jegliche andere Mystik die der Meditation als Übung zugeschrieben wird ist halt nur eine falsche Darstellung. Man lernt seinen Körper besser kennen, seinen Geist und befreit natürlich die Seele vom Ballast. Beim Buddhismus gehört aber auch die Lehre noch dazu das Verständnis der Achtsamkeit jedes Lebewesens etc. Es ist für mich keine Religion sondern Philosophie.

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Meditation heißt einfach nur beobachten. Der Unterschied ist nur, dass man sich weniger für den Gegenstand der Beobachtung interessiert, sondern mehr für das was Beobachtet.

Es gibt vielleicht drei Gründe warum man meditiert:

  1. Entspannung, Beruhigung, Batterien wieder aufladen.
  2. Heilung. Geistige Gesundheit. Religion. Mystik.
  3. Absichtsloses Sitzen, ohne "um zu" als Teil des Lebensweg.
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Ja, sie funktioniert.

Den zweiten Teil Deiner Frage könnte man gut auf alles anwenden, wozu wir in dieser hirngewaschenen Welt verführt, angehalten oder gezwungen werden.

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Es funktioniert

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