Ist Mathematik lernbar?

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9 Antworten

Ich habe in der Schule nie Probleme mit Mathe gehabt, in der Uni musste ich allerdings feststellen, dass Mathe tatsächlich auch schwierig sein kann. Im Prinzip ist das größte Problem die Zeit: Man hat ein extrem ausführliches Skript und hat einfach keine Zeit, alle Aussagen inklusive Beweise durchzulesen und zu verstehen.

Schulmathe ist aber insofern etwas anders als Uni-Mathe, dass da in der Regel wenig Verständnis von Zusammenhängen und auch wenig Kenntnis von irgendwelchen Sätzen und Lemmas nötig ist, was wichtig ist: Rechentechniken zu beherrschen. Und da hat man den großen Vorteil, dass man Aufgaben rechnen kann und sofort sieht, ob man die eine oder andere Technik beherrscht oder nicht.

Was tun, wenn die Aufgaben sich nicht lösen lassen? In der Regel hat man so ein dumpfes Gefühl "verstehe ich nicht", man weiß aber nicht genau, wo genau das Problem ist. Da hilft es, wenn man mit jemandem darüber redet, im Gespräch kommt meistens raus, wo das eigentliche Problem steckt. Sollte das nicht möglich sein, kann man versuchen, konkrete Fragen zu formulieren und - wichtig! - aufzuschreiben.

Wenn die Fragen sich, nachdem sie identifiziert wurden, nicht von selbst lösen, hat man zumindest konkrete Fragen, die man dem Lehrer stellen kann. Ein Lehrer wird einem selten helfen wollen, wenn man nur ein großes Fragezeichen über dem Kopf hat, wenn man aber eine konkrete Frage hat, wird, denke ich, jeder Lehrer einem mit Freude helfen, die Frage zu beantworten.

Wenn Du einen guten Lehrer hast, der Dir vermittelt, was und wie es angewendet wird, kannst Du Mathe gut verstehen. Das braucht keinen Zauberer oder sonstwelche Talente.

Schwierig wird es halt, wenn das, was Du lernen sollst, nicht in Deine Umgebung passt. Beispiel: Ich hab 3-Satz total easy gelernt, ebenso Geometrie. Aber a hoch 2 mal der Wurzel aus 15 hoch 378 geteilt durch den Fusspilz von Konrad Adenauer.....das ging gar nicht.

Geometrie brauchst Du beim Gartenbau genauso wie daheim, wenn Du ne Wohnung einrichtest, räumliches Sehen und Flächen berechnen ist da wichtig und dann isses auch easy. Oder wenn Du was mit Architektur machst oder z.B. Bühnentechnik, auch da brauchst Du Geometrie. Dreisatz brauchst Du da auch, aber auch,wenn Du z.B. 33,6 % von 137 Euro berechnen willst oder wenn Du Dir ein Auto kaufst und der Händler bietet Dir 16% Rabatt, wieviel das ist, solltest Du im Kopf rechnen können. Auch hilfreich ist 3-Satz wenn Du Währungen umrechnest, also wieviel sind 35 USD wenn Du für 1 Euo 1,54 USD bekommen hast. Sowas ist tägliche Realität, das brauchst immer wieder und wenn Du das verstanden hast, wirst Du sehen, dass e ssogar Spass machen kann.

Das was FachMathe ist, ist auch für mich bis heute ein böhmisches Dorf und ich hab es auch GsD nie wieder gebraucht. :-)

Ich war früher selbst Mathe Dozent an einer Uni, inzwischen bin ich Gymnasiallehrer und ich kann dir daher aus Erfahrung sagen das man kein Talent benötigt um dies zu erlernen. Manche haben natürlich tatsächlich Talent dafür, aber das sind nur wenige.

Aber im Grunde ist es wirklich nur eine Frage des Lernens. Wer nicht lernt kann auch den Stoff nicht verstehen.

Damit ist auch denke ich deine Frage beantwortet (;

Gruß, BaronBernd

ich kann dir daher aus Erfahrung sagen das man kein Talent benötigt um dies zu erlernen. >

Ich verstehe nicht, warum viele Mathematiker glauben, dass jeder so ist wie sie?? Jeder ist verschieden und man kann doch nicht von seinen eigenen Fähigkeiten auf andere schließen. Da du begabter bist als der Durchschnitt, tust du dir leichter und machst dann den (Trug-)Schluss, man bräuchte keine Begabung.

Ich will sehen wie man lernen kann, für jede kombinatorische Aussage einen Beweis zu finden, das sehe ich mir an wie das jemand ohne Kreativität schafft! ;-)

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@clemensum

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man kann die formeln etc auswendig lernen,aber das wird einem dennoch nicht das verstädnis geben können,sofern man nicht die intelligenz dafür besitzt

ich hoffe das du dich nicht für den mathe lk entschieden hast,sonnst wird es für dich sehr sehr schwer werden

Na ja, es ist so wie mit dem Nagel-in-die-Wand-kloppen. Manche kriegen es mit einem Schlag hin, die anderen brauchen mehrere Schläge.

Ich bin zwar selber nicht so gut in Mathe, aber unsere Lehrer betonen oft genug, dass man sich eher viel merken muss. Also? Du merkst dir beispielsweise wie man dies und jenes anwendet. Verstanden? So schwer ist es letzten Endes dann doch nicht. Man muss sich halt mehr anstrengen als in Geschichte oder so. Natürlich hat das auch was mit der 'Intelligenz' zutun. Und klar, wenn man in Mathe schon begabt ist, dann hat das auch Vorteile - aber jeder kann Mathe VERSTEHEN.

Mathematik ist sehr sehr gut zu lernen. Besser als jede Sprache.

Ja, wenn man Finnisch lernt...

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natürlich kann man das lernen!

Natürlich ist es lernbar :)

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