Ist Maria eigentlich Miterlöserin der Menschheit?

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15 Antworten

Hallo Elbenlord,

Maria hat zwar den Sohn Gottes hervorgebracht und war auch eine sehr gottergebene Frau, doch spielt sie bei der Erlösung der Menschheit keine Rolle. Was die Menschen von Sünde und Tod befreien kann, ist durch das Opfer Jesu Christi (auch "Lösegeld" genannt) erbracht worden. Um zu verstehen, warum Jesu Opfertod die Menschheit erlösen kann, möchte ich zunächst ein wenig ausholen.

Nachdem Gott den Menschen erschaffen hatte, bestand zwischen Ihnen und Gott völlige Harmonie. Dann geschah etwas, was eine tiefe Kluft entstehen ließ: Die ersten Menschen, Adam und Eva, lehnten sich gegen Gott auf, indem sie willentlich ein Gebot Gottes übertraten und somit war die Sünde in die Welt gekommen. Das hatte weitreichende Auswirkungen auf sie selbst und auf alle ihre Nachkommen. Ihre Sünde gegen Gott bewirkte, dass ihre ursprüngliche Vollkommenheit an Körper und Geist verlorenging und damit auch ihre Aussicht auf ein endloses Leben. Die Bibel sagt darüber folgendes: "Darum, so wie durch e  i  n  e  n Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten" (Römer 5:12). Dadurch, dass die ersten Menschen zu Sündern geworden waren, gaben sie zwangsläufig diese Sünde auch an alle ihre Nachkommen und damit letztendlich auch an uns, weiter. Die Sünde ist es also, die bis heute eine Trennung zwischen Gott und den Menschen herbeiführt.

Da Gott jedoch barmherzig ist, wollte er nicht, dass all die Nachkommen Adams und Evas, die ja ohne ihr Hinzutun die Sünde geerbt hatten, für immer verloren sind. Unmittelbar nachdem Adam und Eva gesündigt hatten, ersann er einen Weg, um die Menschheit von Sünde und Tod zu befreien. Hierbei mag die Frage auftauchen, ob es nicht viel einfacher gewesen wäre, allen in Sünde geborenen Nachkommen Adams und Evas einfach zu vergeben und so die entstandene "Kluft" zu schließen. Das konnte Gott jedoch nicht, ohne gegen seine eigenen Rechtsgrundsätze zu verstoßen. Einer dieser Grundsätze lautet, dass Sünde zum Tod führt. Hätte Gott diesen Grundsatz einfach ignoriert und sich darüber hinweggesetzt, dann hätte man ihn selbst des Unrechts bezichtigen können. Deswegen musste er einen anderen Weg gehen.

Die Lösung lag in der Beschaffung eines Lösegeldes, das die Menschen von Sünde und Tod freikaufen könnte. Hier kommt ein anderer Rechtsgrundsatz Gottes zum Tragen, der da lautet: "Seele wird für Seele sein" (5. Mose 19:21). In der Anwendung auf die Menschheit heißt das folgendes: Der erste Mensch, Adam, hatte sein vollkommenes Leben eingebüßt, das für sich und seinen Nachkommen endloses Leben bedeutet hätte. Durch die Sünde büßte Adam jedoch dieses vollkommene Leben ein. Es gab nur einen einzigen Weg: Ein vollkommenes menschliches Leben musste gegeben werden, um einen Ausgleich zu dem von Adam verwirkten Leben zu schaffen oder anders ausgedrückt: ein Lösegeld musste gezahlt werden.

Da jedoch sämtliche Nachkommen des ersten Menschen nur ein unvollkommenes Leben besaßen, das keinen entsprechenden Gegenwert zu dem vollkommenen Leben Adams besaß, war auch niemand seiner Nachkommen in der Lage, diese Lösegeld zu beschaffen. Die Menschheit wäre somit, was ewiges Leben betrifft, für immer verloren gewesen. Doch hier kommt die große Liebe und Barmherzigkeit Gottes gegenüber den Menschen zum Tragen. Gott baute sozusagen eine "Brücke" zwischen sich und der Menschheit, indem er seien eigenen Sohn sandte, der bereit war, sein vollkommenes Leben zu opfern. Dieses Opfer schaffte den entscheidenden Ausgleich und befreite so die Menschheit von Sünde und Tod. Die Bibel sagt darüber: "Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld" (Römer 3:23,24).

Dieses Lösegeld, das also die Kluft zwischen Gott und den Menschen schließt, bildet somit die Grundlage für die Vergebung von Sünden. Voraussetzung für die Sündenvergebung ist jedoch der Glaube an diese Lösegeldvorkehrung sowie eine reuevolle Einstellung des Sünders.

Die Bibel sagt über diesen wunderbaren Akt der Befreiung seitens Gottes folgendes: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe" (Johannes 3:16). Dieser Text zeigt zum einen das Ausmaß der Liebe, die Gott gegenüber den Menschen empfindet und zum anderen auch, was eine weitere Auswirkung des Lösegeldes ist: ewiges Leben. Es liegt nun an jedem einzelnen, ob er diese liebevolle Rettungsvorkehrung annehmen möchte oder nicht. Dabei genügt es jedoch nicht, Gott einfach nur zu sagen "Ja, ich will", sondern wie obiger Text zeigt, müssen diejenigen, die aus dem Lösegeld Nutzen ziehen möchten, "Glauben an ihn ausüben". Das schließt, wie die Bibel deutlich zeigt, weitaus mehr ein, als einen passiven Glauben zu besitzen. Wer seinen Glauben ausübt, der lässt sein gesamtes Leben vom Glauben bestimmen.

Soweit also einige Gedanken zu der "Botschaft über den Christus". Um wirklich an sie glauben zu können, gibt es nur einen Weg: Man muss sich eingehend mit dem Wort Gottes beschäftigen. Glaube entsteht nicht einfach dadurch, dass man die Botschaft theoretisch verstanden hat. Wenn nicht das Herz beteiligt ist, wird sich auch kein Glaube heranbilden.

LG Philipp

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In der katholischen Kirche gibt es Bestrebungen dazu; es ist aber nicht die herrschende Meinung - jedenfalls scheint der Papst kein neues Dogma im Auge zu haben.

https://charismatismus.wordpress.com/2012/02/11/papst-titel-miterloserin-fur-maria-verdunkelt-den-wesentlichen-vorrang-christi/

Ich halte es auch nicht für zielführend. Maria hat schon genug Ehrentitel und die Bedeutung in der Voklsfrömmigkeit ist unbestritten und in der Liturgie bereits verankert.


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Nein, denn:

  • "Es gibt nämlich nur einen Gott, und es gibt auch nur einen Vermittler zwischen Gott und den Menschen – den, der selbst ein Mensch ´geworden` ist, Jesus Christus. Er hat sein Leben als Lösegeld für alle gegeben und hat damit zu der von Gott bestimmten Zeit den Beweis erbracht, dass Gott alle retten will" (1. Timotheus 2,5-6).
  • "Ich bin der Weg", antwortete Jesus, "ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben. Zum Vater kommt man nur durch mich" (Johannes 14,6).

In der Bibel findet sich keine Stelle, in der Maria, andere Christen (Heilige) oder Engel verehrt und angebetet werden. Es ergibt doch irgendwie auch keinen Sinn, zu Menschen oder Engeln zu beten, wenn man direkt mit dem allmächtigen Schöpfergott sprechen und Ihm seine Gedanken und Wünsche mitteilen kann.

Die Bibel lehrt, das wir nur Gott allein anbeten und verehren sollen. Wo in der Bibel jemand anderes als Gott verehrt wurde, werden falsche Götter verehrt, welche Satan und seine Dämonen sind. Alle Nachfolger des Gottes lehnten Anbetung und Verehrung ab, z. B. Petrus und die Apostel (vgl. Apostelgeschichte 10:25-26; 14:13-14). Auch die Engel lehnten es ab, verehrt zu werden (vgl. Offenbarung 19:10; 22:9). Die Antwort ist immer die gleiche, „Bete Gott an!“

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Klares NEIN. Jesus machte deutlich:

"Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich." (Joh. 14:6)

Maria war die Mutter von Jesus. Nirgends in der Bibel gibt es einen Hinweis darauf, dass sie besonders geehrt werden sollte.

Trotzdem wird sie in verschiedenen Religionen als "Mutter Gottes" verehrt. Deswegen hier nochmal die Klarstellung:

Gott ist ohne Anfang — er kann also von niemandem geboren worden sein:

"Du bist ohne Anfang und Ende“ (Psalm 90:2, Hoffnung für alle).

Jesus ist NICHT Gott — er ist Gottes Sohn. Bei Jesu Taufe hörte man Gottes Stimme:

"eine Stimme aus der Wolke sprach: „Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; hört auf ihn!“" (Matt. 17:5)

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Nein, Jesus hat die Menschheit allein erlöst, wenngleich Maria hierfür eine zentrale Rolle einnimmt.

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Maria war ein besonderes Mädchen. Das wenige, das wir über sie in der Bibel lesen, kann uns ein Vorbild sein. Aber Miterlöserin ist sie nicht.

Lies einfach mal das NT. Oder such in einer Konkordanz alle Verse, die von Maria sprechen, auf.

http://www.bibel-online.net/suche/?qs=Maria&translation=3

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Hallo,

nein, warum sollte sie? Sie ist weder göttlich noch ohne sünde noch für irgendjemanden gestorben oder auferstanden. Das wäre total unbiblisch.

Auch wenn "Religionen" das anders darstellen.  Sola Scriptura..

 

Gruss

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nein, die menschheit muß sich selber erlösen

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Nein:

Jesus ist für unsere Sünden gestorben, nicht Maria.

cheerio

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Kommentar von 666Phoenix
17.07.2017, 11:23

gromio - für DEINE Sünden!

Meine habe ich selber zu verantworten!

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Nein.

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich.
Johannes 14:6

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Nein, nein & nochmals NEIN! Ich krieg schon wieder die Krise sorry. Das sind alles Kirchenlehren und nicht biblisch! Lest & prüft. Glaubt nicht alles was euch die (kath) Kirche sagt! ;)

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Nein, ist sie nicht. Wenn du in einer Firma den Chef kennst, wendest du dich auch nicht an die Putzfrau, auch wenn Opus Dei & Co. was anderes verbreiten.

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Kommentar von 666Phoenix
17.07.2017, 11:22

Wenn aber nun die Putzfrau die Mutter vom Chef ist und der Chef durch permanente Abwesenheit glänzt?...

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die menschheit wäre erlöst wenn sie ausgerottet würde

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