Ist man ungebildet, wenn man an Adam und Eva glaubt?

40 Antworten

Nein, ist man definitiv nicht. Ich habe beispielsweise Abitur und einen Universitätsabschluss. Nicht, dass das übermäßig wichtig wäre, aber manche Menschen würden dies als Bildung bezeichnen. Auf jeden Fall glaube ich aber daran, dass die Bibel Gottes wahres Wort ist und dementsprechend auch an Adam und Eva. Warum sollte diese Geschichte nicht stimmen, wenn man einen allmächtigen Schöpfergott annimmt und an diesen glaubt. Einige Gründe dafür, die m. E. dafür sprechen, dass die Bibel Recht hat, finden sich auf dieser sehr empfehlenswerten Seite: http://www.gottesbotschaft.de/?pg=3048

Weil man mit sowas die Arbeit von Geologen und Biologen mit Füßen tritt.

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Ich weiß nicht. Ist man ungebildet, wenn man akzeptieren kann, dass, sofern Gott in der Lage ist, ein ganzes Universum zu erschaffen, eine ausreichende genetische Vielfalt in anfangs ein Wesen zu konzentrieren, dass erstens selbst ein Klon sich schon ausreichend vom ersten Wesen unterscheidet, dass beide gesunde Nachkommen über etliche Generationen hervorbringen können?

Ich würde nicht meinen, dass man mit einem derartigen Vertrauen und vielleicht auch oberflächlichen Verständnis einer Wahrheit, die wir noch nicht verstehen können, ungebildet ist, sondern eher, dass man geistig offen für eine Wahrheit ist, die wir eben noch nicht verstehen können. 

Ich halte die Wissenschaft nicht für falsch. Ich selbst bin an Physik interessiert und sehe in der entsprechenden Forschung meine berufliche Zukunft, aber das bedeutet nicht, dass ich deshalb meinen Glauben an Gott und meine geistige Perspektive des ewigen, himmlischen Daseins aufgeben würde oder mich aufgrund einer dieser beiden Standpunkte als ungebildet ansehen sollte.

Hallo,

die Begriffe "Glauben" und "Bildung" stehen nicht unbedingt  im Widerspruch, So suggeriert deine Frage schon Unverträglichkeit, wo keine ist. Ziel der Bildung ist natürlich, das "mündig werden" des Menschen, alles zu Hinterfragen - mit dem "Verstand". Trotz "Bildung" weigern sich viele hartnäckig diesen zu gebrauchen. Den meisten "Gebildeten" genügt es , das "Angelernte" zu vereinnahmen wie unmündige Kinder.

Ich denke, du fragst hier als Christ. Der mündige Christ darf und soll alles hinterfragen. Willst du "glauben" weil man dir dies gesagt hat , auch daß man an die "Bibel" (wie auch immer) glauben muß ? Hast du Angst, da irgendwie dein "Heil" zu verlieren wenn du dem nicht folgst ?

Denk darüber nach. Ein Christ folgt der Botschaft Jesu, nicht den Lehren und Drohungen der "Bibelgläubigen". Um dies zu stützen noch aus dem AT, Jerem.31,31-34 - daraus:

33 Denn das wird der Bund sein, den ich nach diesen Tagen mit dem Haus Israel schließe - Spruch des Herrn: Ich lege mein Gesetz in sie hinein und schreibe es auf ihr Herz. Ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein.3 34 Keiner wird mehr den andern belehren, man wird nicht zueinander sagen: Erkennt den Herrn!, sondern sie alle, Klein und Groß, werden mich erkennen -

Hier - das Gesetz angesprochen - wird aber auch deutlich gemacht, daß  nicht nur das innere Gesetz allein gültig ist, sondern auch die "Gabe" des Verstandes gebraucht werden soll, auch gegen die, welche uns (ver)führen wollen. Die Botschaft des "Neuen Bundes" (Testament) ist genau die befreiende Botschaft Jesu.

Befreie dich also - mit oder ohne "Bildung.

Gruß Viktor

Fakt ist, daß für Glaube keine besondere Bildung erforderlich ist. Fakt ist auch, daß Bildung nicht zuverlässig vor Glaube schützen kann. Fakt ist ebenso, daß viele überaus gebildete Menschen dennoch die seltsamsten Dinge glauben können.

Das macht es schwierig, Deine Frage zu beantworten.

Wer nun allerdings im Sinne von davon überzeugt sein daran glaubt, daß wir alle von Adam und Eva abstammen, muß sich das Zeugnis "mangelnde Bildung" gefallen lassen.

Weil wir wissen,daß dies falsch ist und in der Evolutionstheorie eine überaus schlüssige, um Größenordnungen plausiblere und in der Natur ständig überprüfbare Erklärung haben. Wer sich dieses Wissen vorenthält, versagt sich die Einsicht in fundamentale Prinzipien des Lebens und der Welt. Wer sich nicht mit diesen Erkenntnissen befaßt, um sie zu verstehen, wendet sich tatsächlich von Bildung ab und versetzt sich in einen Stand, den man ungebildet nennen muß.

Hierbei spielt keine Rolle, ob der Themenberich dieses intellektuellen Blackouts nun Adam und Eva, Astrologie, Homöopathie, Bachblüten, Chemtrails oder Nahtodmythen sind.

Hallo realsausi,

aus verschiedenen Beiträgen weiß ich, dass wir weltanschaulich zar weit auseinanderliegen, aber hier triffst du den Kern der Sache sehr gut.

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Nicht zwangsläufig. Ein Kreationist kann durchaus die naturwissenschaftliche Perspektive sehr gut kennen, vlt. sogar besser als die meisten Menschen, kann diese aber dennoch, fundamentalistisch begründet, ablehnen.

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