Ist man selber Schuld, wenn man an Magersucht erkrankt ist, oder kann man nix dafür?

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9 Antworten

Du bist NICHT daran schuld, dass Du an Magersucht erkrankt bist!

Selbst,
wenn es Dir schon zu einem früheren Zeitpunkt bewusst gewesen wäre,
dass Du gefährdet bist, daran zu erkranken, bzw. dass Du kürzlich
erkrankt bist, wäre es trotzdem nicht Deine Schuld.

Du wirst nun
hoffentlich eine Therapie machen. Da wirst Du sicher auch über die
Ursachen, weshalb Du magersüchtig geworden bist, sprechen können und
noch manches darüber herausfinden. Die Frage, ob bzw. inwiefern und zu
welchem Anteil Du schuld bist an Deiner Erkrankung, wird dabei wohl auch
gestreift werden.

Dies ist wichtig und sogar hilfreich, weil sich
genau da Ansatzpunkte ergeben können, wie Du die Krankheit aktiv
besiegen kannst.

Wer aber sagt, dass Magersüchtige selber schuld
sind, macht es sich sehr leicht und hat nur sehr wenig von der Thematik
verstanden.

Auch wer sich wegen zu kühler Bekleidung erkältet hat
oder aus einer verschleppten Grippe eine Lungenentzündung hat werden
lassen, auch wer sich beim Freizeitsport verletzt hat, ist zu einem Teil
selbst schuld daran, und trotzdem gehört es - im Gegensatz zu
psychischen Erkrankungen - sozusagen zum guten Ton, das niemandem
vorzuwerfen. Lasse Dich also von solchen dummen Bemerkungen nicht
verunsichern.

Wo Du selber an einzelnen Punkten erkennen
kannst, dass Du "selbst schuld" bist, da freue Dich über diese Punkte
und nutze Dein Wissen dazu, gegen die Krankheit zu kämpfen. Wo aber andere
behaupten, dass Du "selbst schuld" seiest, da lass das getrost und ohne
Selbstzweifel an Dir abprallen und Dich nur nicht in Selbstvorwürfe
hineinbringen.

Magersucht hat ja oft auch mit mangelnder
Selbstliebe zu tun, da werden Dir Sätze wie "Bist ja selber schuld!"
sicher nicht helfen, wieder gesund zu werden.

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Die Schulddebatte ist eine gute Möglichkeit, sich vor der Verantwortung zu drücken. Tatsache ist:

  1. Du bist krank!
  2. Du musst wieder gesund werden!
  3. Egal, wie es dazu gekommen ist, DU bist für dein Leben verantwortlich!

Ein anderer "Schuldiger" würde dir nur als Ausrede dienen, auch weiter davonzulaufen und dich als hilfloses Opfer der Umstände zu sehen.

Dir selbst die alleinige Schuld zu geben, würde dich in der Einschätzung bestärken, dass du unfähig bist und alleine nicht klarkommst.

Beides stimmt nicht - also erspar es dir einfach!

Entscheide dich, die Sache jetzt selbst in die Hand zu nehmen, eigene Entscheidungen zu treffen und nach vorne statt immer nur zurück zu schauen!

Stell dir einfach vor, du hättest keine Magersucht sondern ein gebrochenes Bein - es wäre sch...egal, ob du es dir bei einem hirnrissigen Stunt verletzt hast, absichtlich zusammengeschlagen oder aus Versehen angefahren wurdest!

Wichtig wäre nur, deine Krankengymnastik zu machen, mögliche OPs durchzustehen und dich nicht unterkriegen zu lassen.

Und ganz grundsätzlich zu lernen, wie du in Zukunft "Unfälle" aller Art nach Möglichkeit vermeidest...

Werd gesund - währenddessen wirst du lernen, dir selbst und den Menschen in deinem Umfeld zu verzeihen! NIEMAND wollte dich absichtlich krank machen oder verletzen - ihr seid alle in etwas reingeschlittert, das ihr nicht verstanden habt...

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Niemand ist selber schuld wenn er in die Magersucht gerutscht ist. Es gibt immer Gründe die einen Menschen in die Sucht treiben. In einer Therapie müssen die Gründe herausgefunden werden. Diese Gründe muss man in einer Therapie verarbeiten. Dann ist es möglich wieder aus der Magersucht heraus zu kommen. Ich habe meine Magersucht so überwunden. Ich weiß aber dass es immer eine gewisse Rückfall Gefahr gibt. Das ist bei jeder Sucht
so.

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Schuldzuweisungen machen es ja nich besser. Die beste Interpretation der Schuldzuweisung wäre du kannst es ab sofort ändern...

Wenn du nicht bewusst dazu beigetragen hast, ist die Frage schnell geklärt. Aber wem soll man dann die Schuld geben? Die Frage mit der Schuld ist halt eigentlich die der Verantwortung und nicht der Verurteilung. (selbstschuld und eigenverantwortung)

Du bist dir ja *jetzt der Gefahr bewusst. Da du das vorher nicht wusstest konntest du nicht sehen wohin es führt. Man ist sich aber auch den Gründen lange nicht bewusst, warum man so gehandelt hat. Also ist eigentlich keiner Schuld.

(Ach, Fehler machen ist doch auch kreativ. Wer nichts falsch macht, macht nur was er soll oder?)

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Magersucht ist eine Krankheit, daran ist man nicht selber Schuld.

Bzw. man kann nicht pauschalisieren wer daran Schuld ist.. Das kann eine Gesellschaft sein, die den Magerwahn pusht, das kann ein zu geringes Selbstbewusstsein sein, weswegen man ein verkorkstes Selbstbild hat...

Man sucht sich ja auch nicht selber aus, ob man einen Schnupfen bekommt..

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Du bist da unbewusst reingerutscht. Magersucht kann man nicht kontrollieren. Es gab mal eine Frau die schwanger war und magersüchtig. Sie wusste dass ihr Bauch größer wird, aber sie hat sich trotzdem zu dick gefühlt und immer weiter abgenommen.

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Wie sagen auch die Anonymen Alkoholiker?

Es ist keine Schande, krank zu sein. Aber es ist eine Schande, nichts dagegen zu tun.

Für deinen Fall übersetzt: Nein, du bist nicht Schuld an deiner Erkrankung. Aber wenn du nicht alles unternimmst, um die Krankheit loszuwerden, bist du Schuld an deinem Zustand.

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Letztlich ist es doch strunz-egal ob Du selber schuld bist oder nicht.

Deine Frage sollte eigentlich sein wie Du da wieder raus kommst, denn es ist 100% Deine Schuld wenn Du nichts dagegen tust.

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Daran hat keiner wirklich schuld. Das Is was psychisches und da kann man niemanden die Schuld dafür geben.

Wenn du weißt und einsiehst dass du diese krankheit hast dann kannst du aber bewusst dagegen ankämpfen und die Krankheit besiegen bevor sie dich besiegt :)

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