Ist man oder wird man "schwul"?

14 Antworten

In dieser Diskussion werden leider wie üblich sehr verschiedene Themen vermischt.

  1. Es gibt biologische Geschlechter. Dero gibt es deutlich mehr als zwei. Einerseits gibt es mehrere Chromosomenkonstellationen, von denen XX und XY lediglich die häufigsten sind und andererseits gibt es das sichtbare Geschlecht. Dieses wird durch sehr komplexe physiologische Abläufe gebildet. Die häufigsten sind entweder nur weibliche oder nur männliche Geschlechtsorgane. Zwitterigkeit ist als "drittes Geschlecht" übrigens deutlich häufiger, als allgemein angenommen. In diesen Bereichen ist Geschlecht also entweder genetisch, oder zumindest physiologisch. Varianten sind biologisch also kein Problem oder gar "Krankheit", außer sie führen zu Unfruchtbarkeit.
  2. Es gibt (leider immernoch) gesellschaftliche Geschlechterschubladen. Menschen, die sich über diese Konventionen hinweg setzen wechseln weder ihr Geschlecht, noch ihre sexuelle Orientierung. Das wäre auch ziemlich gruselig, wenn ein Mann beim Kinderhüten plötzlich zur Frau wird oder eine Frau zum Mann, weil sie gerne sportliche Autos fährt und Bier trinkt. Und wenn alle Frauen die Hosen tragen lesbisch würden...
  3. Es gibt Sozialverhalten zwischen Menschen. Das Verhalten zwischen Menschen des gleichen Geschlechtes wird als homosoziales Verhalten bezeichnet. Gemeinsam im Stadion zu jubeln ist genauso homosoziales Verhalten wie den Vater zu umarmen, einem Kumpel den Arm über die Schulter zu legen, ...
  4. Freundschaft. Wann immer wir positive Zusammentreffen mit anderen Menschen haben, wird u.A. Oxytocin ausgeschüttet. Dieses Hormon bewirkt u.A. das Gefühl von Bindung/Vertrauen. Bei Körperkontakt wird es vermehrt ausgeschüttet. Menschen brauchen es, sonst werden sie krank. Unsere besten Freunde sind uns oft sehr nahe und das stört uns auch nicht. Im Gegenteil suchen wir diese Nähe sogar, weil wir Oxytocin brauchen, wie Essen und Trinken.
  5. Sexualität. Bereits kleine Kinder fassen sich gerne an ihre Geschlechtsteile. Wenn es ihnen unangenehm wäre, würden sie es nicht tun. Das ist kindliche Sexualität. (Und wenn sich Erwachsene einmischen ist das Mißbrauch). Die Pubertät ist der physiologische und psychische Übergang zur reifen Sexualität. Das heißt, ab dann können Frauen schwanger werden und Männer Kinder zeugen und sollten sich so weit mit ihrem Körper und zwischenmenschlichen Kontakten auseinander gesetzt haben, das ein Geschlechtskontakt keine Traumatisierung hervorruft.
  6. Sex. Sex beginnt dort, wo Geschlechtsorgane stimuliert werden. Knutschen ist kein Sex (soziales Verhalten). Oralverkehr ist Sex. Vaginal- und Analverkehr ist Sex. Jemandem einen runter holen ist Sex. Sich einen runter holen ist Sex. Seit einigen Jahrtausenden sind Verhütungsmittel bekannt und sie waren nie so leicht erhältlich und sicher wie heute. Dieser Umstand hat auch den Vaginalverkehr von der Fortpflanzung getrennt. Sex darf also uneingeschränkt Spaß machen (Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten vorrausgesetzt).
  7. Homosexualität beginnt dort, wo sich gleichgeschlechtliche Menschen AN DEN GESCHLECHTSTEILEN berühren. Bei Männern also nurHoden und Penis.
  8. Liebe. Liebe ist eine Naturgewalt. Leider wird sie allzu oft mit Sex gleichgesetzt. Liebe bedeutet nicht anders zu können, als jemanden in seinem Leben an erste Stelle zu stellen. Wer das ist verändert sich zum Glück sehr. Zuerst sind es die Eltern, dann die Clique und irgendwann Menschen, mit denen man sich vielleicht auch fortpflanzt. Entwickelt man auch noch nach der Pubertät vorallem für Vertreter des eigenen Geschlechts Liebe, dann ist man schwul. Leider wird dieser Umstand homoSEXUELL genannt. Bei heteroSEXUELL übrigens das gleiche Problem. Androphil (griech. "Männer liebend") bzw. gynophil (griech. "frauen liebend") würde besser und für alle passen. In wen man sich verliebt kann nicht anerzogen werden. Erst das Verlieben schafft Klarheit. Dementsprechend "wird man schwul", kann aber nicht anders. Und ohne Liebe zu heiraten und Kinder zu kriegen ist auch unter Heterosexuellen weit verbreitet.
  9. Fortplanzung. Schwule und Lesben können Kinder zeugen und empfangen, wie alle anderen auch. Auch ein Kinderwunsch ist genauso oft oder selten vorhanden, wie sonst.
  10. Befreite Sexualität. Wird ein Mensch an den Geschlechtorganen stimuliert, wird er/sie erregt. Da kann eine reibende Hose schon reichen. Warum also nicht die Hand, der Mund,... eines anderen Mannes/einer anderen Frau? Es steht jedem frei sich auszuprobieren. Beim Sex haben wir heute zum Glück keine gesetzlichen Einschränkungen mehr (den 60ern sei Dank). Erlaubt ist, was allen Beteiligten Spaß macht. Und nur, weil man homosexuelle Praktiken ausprobiert hat und sie einem vielleicht sogar gefallen haben, ist man kein schlechter oder gar böser Mensch. Und man muss sich auch nicht festlegen. Dazu kann man stehen wie man will.

Zusammenfassung: Nicht aussuchen kann man sich: Das biologische Geschlecht und in wen man sich verliebt. Aussuchen kann man sich ob und mit wem man Sex hat.

Wissenschaftler wollen das Rätsel gelöst haben, warum Männer schwul werden. Ein vererbtes Gen-Anhängsel steuere die Vorliebe zum gleichen Geschlecht. Das ist das Ergebnis der Studie eines internationalen Forscherteams.

Da Homosexualität der Fortpflanzung nicht förderlich ist, wäre sie evolutionsbiologisch längst infolge der natürlichen Selektion mit der Zeit verschwunden, wenn Schwulsein erblich wäre. William Rice von der University of California und seine Kollegen sind sich sicher, dass bestimmte Anhängsel an der Erbsubstanz verantwortlich für die Partnerpräferenz sind.

„Dies ist der plausibelste Mechanismus für das Phänomen der menschlichen Homosexualität“, berichten die Forscher vorab im Fachmagazin „The Quarterly Review of Biology“.

Gen-Anhängsel macht Männer schwul

Diese Anhängsel (in der Fachsprache epigenetische Marker genannt) regeln, wann und wie stark ein Gen aktiv ist.

Unter normalen Umständen werden die Marker wieder entfernt, bevor die Gene an die nächste Generation vererbt werden. Neusten Studien zufolge, können die Anhängsel auf die nachfolgende Generation weitergeben werden und so auch zu Gemeinsamkeiten zwischen Verwandet führen. Dies würde auch erklären, warum Homosexualität in manchen Familien gehäuft auftritt, glauben die Biologen.

Die Aufgabe einiger dieser Marker ist es, den Fötus vor natürlichen Schwankungen der Geschlechtshormone zu schützen. Sie verhindern zum Beispiel, dass männliche Föten "verweiblicht" werden.

Umkehrung des Effektes

Werden die Anhängsel allerdings von Müttern an Söhne weitergegeben, ist eine Umkehrung des Effektes zu beobachten, zeigt das Modell der Wissenschaftler. So erhalten Söhne weibliche Eigenschaften, wie die sexuelle Präferenz. Der Effekt gilt für beide Geschlechter: Geben Väter die Marker an ihre Töchter weiter, erhalten sie männliche Eigenschaften.

Beides trifft zu ! Du kannst schon die Veranlagung haben dich sexuell zu Männern hingezogen zu fühlen und nicht mehr davon abweichen. Oder du hast mit deiner Heterosexualität Probleme. Du kannst keine Kontakte und Verbindung mit Frauen herstellen und eingehen. Nur mit Männer.

Woher weiß man ob man heterosexuell ist?

Okay...die Frage klingt etwas seltsam aber lasst es mich erklären.

Ich lese immer wieder wie sich homophobe Menschen darüber aufregen, dass Homosexualität ja rein psychisch sein soll, falsch, unnatürlich oder eine Störung ist. Das liest man vor allem von religiösen Möchtegern-Pseudo-Wissenschaftlern.

Meine Frage ist jetzt...woher weiß man denn, ob man heterosexuell ist? Gibt es Gene oder ein Gen-Zusammenspiel das einem sagt, worauf man steht und was nicht? Wir konzentrieren uns immer so sehr auf das, was unnormal scheint und beschäftigen uns nie damit, was normal ist, habe ich das Gefühl.

Ist die Frage verständlich? Man hinterfragt Heterosexualität ja eigentlich nicht, weil es eine evolutionäre Funktion hat. Weil wir es gewohnt sind.

Aber was genau macht einen Menschen hetero? Und wenn man das weiß, könnte man so nicht auch herausfinden was einen Menschen homosexuelle macht? Oder Bi?

Liebe Grüße!❤

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