Ist man moslem?

12 Antworten

Guten Tag,

gerne helfe ich weiter.

Man wird im Normalfall nicht in eine Religion geboren sondern kann sich die aussuchen.

Ich hoffe ich konnte weiterhelfen und wünsche noch einen schönen Tag. Bei weiteren Fragen stehe ich gerne wieder zur Verfügung.

~PalBeron

Ein Mensch (Kind) ist bei seiner Geburt Religionslos und wird erst durch z.B. die Taufe (bei Christen) Zugehöriger dieser Religion.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Jeder Mensch wird mit der Fitra geboren. Das hat uns der Prophet Muhammad s.a.s. mitgeteilt. Jedes Kind kommt gottergeben zur Welt und wird von seiner Familie, seinem Umfeld geprägt und in einen bestimmten Glauben gebracht. Sehr oft leider nicht in den, der der natürlichen Fitra entspricht.

Im übrigen dürfen Muslime keine künstliche Befruchtung von einem Fremden machen, also von einem Samenspender. Eine Muslima darf nur mit Samen von ihrem Ehemann künstlich befruchtet werden, wenn eine Zeugung auf dem herkömmlichen Wege nicht funktioniert.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Autodidakt Islam seit 2010 und Fernstudium

Danke dir, weißt du vielleicht auch warum es im Islam verboten ist einen fremden Samenspender zu haben?

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Das islamische Verständnis der Sache ist etwa wie folgt:

Man wird grundsätzlich als Muslim und vollkommen rein geboren. Objektiv, d.h. als ein Wesen, was nur das tut, was gottgegeben in ihm ist. Muslim im weiten Sinne. Gottergebener. So die Bedeutung des Begriffs Muslim. Alles, was auf dieser Welt entstanden ist, ist objektiv Muslim, selbst ein Schwein oder ein Baum oder ein Stein oder unsere Luft zum Atmen. Allem wohnt die innere Veranlagung inne, die man Fitra nennt. Gottergebenheit durch Leben dessen, was man ist. Das alles geschieht ohne unser Zutun und ohne unser Wissen. Islam ist nicht nur eine Religion, eine Weltanschauung, sondern eine Daseinsweise, d.h. unser und aller Schöpfung Natur. Das darf jetzt nur nicht falsch verstanden werden. Es entstehen daraus keinerlei Ansprüche.

Ein Kind, das in einem christlichen Elternhaus lebt, wird dann natürlich zum Christen, bei jüdischen Eltern zum Juden, bei atheistischen Eltern zu Atheisten. Die Umwelt, das Umfeld formt ja immer den Menschen. ... Und in einem muslimischen natürlich zum Muslim. Dann ist man nicht mehr nur objektiv gesehen Muslim, dann ist man es auch bewusst bzw. subjektiv. Muslim im engeren Sinne. Dann macht man sich sozusagen die bisherige objektive Daseinsweise bewusst bzw. spirituell zu eigen. Als Kind wird geleitet von seinen Eltern und das eigene Wissen. Wie das eben so abläuft, mal ganz grob skizziert. Wer dies dann bewusst annimmt, ist dann also auch subjektiv gesehen Muslim. Dazu bedarf es eigentlich nur eines Zeugen: Allah. Ist man im Herzen Muslim, dann ist man es auch und ohnehin vor Allah. Das Glaubensbekenntnis etwa von Konvertiten vor Zeugen ist nicht Voraussetzung sondern öffentliche Bestätigung dessen vor Zeugen, was im Herzen schon ist. Es ist dann eine Art formeller Schritt, indem nun auch die Umma Bescheid weiß. Die mind. 3 Zeugen sind Stellvertreter der Weltgemeinschaft der Muslime, der Umma.

Zu einer Religion wird man immer sozialisiert.

Man wird ja auch nicht als Kommunist oder Nationalsozialist geboren.

Das würde ich jetzt allerdings so nicht unterschreiben.

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