Ist man gezwungen eine Steuererklärung zu machen auch wenn man nicht möchte?

7 Antworten

Frweiwillig ist es nur für diejenigen, die nicht aufgrund der Art ihrer Einkünfte von Gesetz wegen verpflichtet sind zur Abgabe; das sind z.B. alle Steuerpflichtigen mit Einkünften aus selbstständiger Tätigkeit bzw. V+V. Wer nur Einkünfte aus abhängiger Beschäftigung erzielt, ist zur Abgabe hingegen nicht verpflichtet, verschenkt aber (sehr wahrscheinlich) Geld.

gezwungen nicht. du wirst aber vom Finanzamt auf Steuer geschätzt und dieser Betrag ist um vieles höher, als du bezahlen mußt.

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Die Einschätzung ist meinstens ungünstiger. Dein Freund soll die Steuererklärung machen, bekommt vieleicht noch etwas zurück. Wenn man ein einfacher Arbeitnehmer ist ohne weitere Eikommensquellen, dann ist eine Einkommenserklärung auch ohne Steuerberater zu bewältigen.

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Wenn man einmal eine Steuererklärung gemacht hat, muss man immer eine machen.

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Wo hast du denn diese Aussage her? Steht das irgendwo im Einkommensteuergesetz?

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@katjals

Die Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung ist in §§ 149 Abs. 1 AO, § 25 Abs. 3 EStG geregelt und in § 56 EStDV konkretisiert.

Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung Die wichtigsten Gründe zur Abgabe einer Steuererklärung sind bei Ehegatten ein Lohnsteuerabzug nach der Steuerklasse V oder VI, ein Freibetrag auf der Steuerkarte, Arbeitslosen-, Krankengeld oder aber vereinnahmte Nebeneinkünfte von mehr als 410,00 Euro im Jahr. In allen diesen Fällen ist die Steuererklärung nach der gesetzlichen festgelegten Frist bis Ende Mai des Folgejahres beim Finanzamt abzugeben. Nach Ablauf dieser Frist tritt allerdings noch keine Verjährung ein. Es besteht damit auch nach dem Verstreichen des Termins weiterhin die Pflicht zur Abgabe. Die Finanzämter erinnern daran in der Regel nach eigener Auslastung und Arbeitsorganisation. Wird auf die Erinnerung nicht reagiert, können die Finanzämter mit einem Zwangsgeld drohen. Oftmals schätzt der Fiskus die Einkünfte und setzt daraufhin eine Steuerzahlung fest. Die Schätzungen gehen meist zu ungunsten des Steuerpflichtigen aus, der Schätzungsbescheid ist dementsprechend meist mit einer Nachzahlung verbunden. Diese Nachzahlung muss nicht hingenommen werden. Wird rechtzeitig innerhalb eines Monats nach Erhalt des Steuerbescheids Einspruch eingelegt und die Steuererklärung nachgereicht, muss das Finanzamt die tatsächlichen Einkünfte und Abzugsbeträge berücksichtigen und den Steuerbescheid korrigieren. Es kann aber einen Verspätungszuschlag bis zu zehn Prozent der festgesetzten Steuer erheben. Wenn dieser vermieden werden soll, muss eine Fristverlängerung beantragt werden. Diese kann auch rückwirkend gewährt werden. Übrigens heißt die Abgabepflicht nicht unbedingt Steuernachzahlung. Häufig kommt es zu Steuererstattungen. Wer sich unsicher ist, sollte einen Steuerberater zu Rate ziehen.

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