Ist man gesetzlich verpflichtet seine Immobilien ins Grundbuch eintragen zu lassen?

16 Antworten

Da liegt ein Missverständnis vor.

Alle Immobilien (Grundstücke auch Flurstücke genannt) stehen im Grundbuch, jeder Quadratmeter deutschen Bodens steht im jeweiligen Grundbuch der Stadt oder Gemeinde.

 Als zusätzliche Informationen steht zu jedem Flurstück der jeweilige Eigentümer und in vielen Fällen der Kreditgeber.

Wer nicht als (Mit) Eigentümer, Kreditgeber oder Rechtsinhaber im Grundbuch steht hat nichts zu melden.

In Deutschland ist ein Immobilienverkauf oder -erwerb nur mittels Notarvertrag möglich, gleiches gilt für das Ein- oder Austragen von Rechten.

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Vollkommen richtig....
Ausser im Erbfall,  da kann auf den Notar verzichtet werden und die Berichtigung des Grundbuch direkt beim Grundbuchamt beantragt werden.


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Das Grundbuch heißt Grundbuch weil da der Grund und Boden eingetragen ist.

Ein Grundstück ist nach deutschem Recht ein räumlich begrenzter Teil der Erdoberfläche der in einem inländischen Grundbuch eingetragen ist.

Wenn etwas nicht in einem Grundbuch steht, dann ist es kein Grundstück.

Wenn Du eine Immobilie erbst, dann steht die Immobilie zu 110% im Grundstück, aber es steht der falsche Eigentümer drin.

Als Erbe hast Du (meines Wissens) zwei Jahre Zeit um das Grundbuch kostenlos berichtigen zu lassen; spätere Berichtigungen kosten dann Geld.

Solange Du nicht im Grundbuch stehst, kannst Du auch nicht über das Grundstück als Ganzes verfügen. Du kannst es also weder verkaufen noch beleihen.

Schutz vor Zwangsvollstreckung bietet die Nichtkorrektur auch nicht. Wenn der Gläubiger spitzt bekommt, dass Du ein Grundstück geerbt hast, dann hat er ein berechtigtes Interesse und kann die Berichtigung zur Vorbereitung der Zwangsvollstreckung berichtigen lassen. Hast Du es mit einem kostenbefreiten Gläubiger zu tun, trägst Du nachher die Kosten für die Berichtigung auch noch.

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Ich glaube das mit den Gläubigern ist der Grund, warum sie es nicht macht

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@Paulina42

Verstehe ich die gesamte Sache richtig. 

Der Verstorbene hatte mehrere Erben, aber er hat alle enterbt, bis auf einen.

Der eine hat das Haus geerbt und die anderen wollen nun ihren Pflichtteil.

Mit Eröffnung des Testaments seid ihr enterbt und könnte Euren Pflichtteil aus dem Erbe fordern. Es ist sogar gut, dass das Erbe noch nicht auseinandergesetzt ist, denn dann ist es ja noch vorhanden.

Ihr werdet ihm Rahmen des Pflichtteils keinen Anteil an dem Haus bekommen. Der Pflichtteil wird nicht als Anteil an der Erbengemeinschaft ausgezahlt, sondern in Geld. Mehr steht Euch nicht zu.

Ob die Eigentümerfortschreibung erfolgt oder nicht, ist für Euch unerheblich.

Die Pflichtteilsberechtigten haben sich jetzt als Erstes an den/die Erben zu wenden und auf einem Nachlassverzeichnis zu bestehen, damit sie die Höhe Ihres Pflichtteiles berechnen lassen können (§ 2314 BGB).

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Sagen wir mal so, es ist schon besser.
Nur als eingetragener Eigentümer kannst du zum Beispiel zu Grenzverhandlung eingeladen werden. Nur so hast du Rechte des Einspruchs. Wenn du nicht im Grundbuch stehst kann ja keiner ahnen das es dich gibt.

Aus eigener Erfahrung weiß ich leider das auch gerade er haben den Weg scheuen und sich ungerne eintragen. Er sitzt schon gerne die dritte Generation vor mir und sagt auf meinem Rat hin " ich weiß ja das es mir gehört " stimmt schon, nur haben Enkel Urenkel ... später ordentlich zu tun und das Grundbuch zu bereinigen

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