Ist man essgestört, nur, weil man Untergewicht schöner findet, als Normalgewicht?

4 Antworten

Hallo Schmettily,

leider muss ich dem zustimmen, was alimxds und Sweety22222 versucht haben Dir zu erklären.

Es ist eine Sache, Untergewicht schön zu finden, und eine Andere, dann auch eine Essstörung zu haben. Aber jeder, der/die eine Essstörung hat, hat auch dieses verzerrte Schönheitsideal und auch ein gestörtes Selbstbild.

Das was Sweety22222 von ihrem Körper beschrieben hat, ist die Regel für Magersucht. Dass sie die Hässlichkeit ihres Körpers erkennt, ist nur der Tatsache geschuldet, dass sie keine Magersucht hat. Hätte sie diese Erkrankung, würde sie sich hässlich, weil viel zu fett halten!

Untergewicht ist niemals ein erstrebenswertes Ziel. Untergewicht ist sogar noch sehr viel schlimmer und ungesünder als Übergewicht. Insbesondere Untergewicht in der Wachstumsphase hinterlässt bleibende Entwicklungsstörungen, die nie wieder ausgeglichen werden können.

Diese Störungen betreffen nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige Entwicklung. Der Gesamte Organismus ist während des Untergewichts unterversorgt und das Wachstum und die Entwicklung wird fast komplett eingestellt, um das reine Überleben zu sichern.

Ebenso ist das Gehirn in ganz besonderem Maße von Entwicklungsstörungen betroffen. Das Gehirn nimmt Umstrukturierungen während der Pubertät vor, welche alles komplett umkrempeln, damit am Ende ein erwachsener, vernünftige und selbstständiger Mensch heraus kommt. Wird die Energiezufuhr nun gedrosselt, werden auch diese Umbaumaßnahmen eingestellt. Die Umbau arbeiten werden erst fortgesetzt, sobald genug Energie verfügbar ist – nachdem der Körper versorgt wurde. Wird nun die Pubertät vorher abgeschlossen, bleiben dies Umbaumaßnahmen einfach unbeendet.

Essstörungen haben auch eine entscheide Nebenwirkung: sie wirken wie ein Sucht. Daher scheitert stets auch die subjektive Selbstbewertung. Ein Süchtiger kann nicht erkennen, dass er süchtig ist, denn die Sucht impliziert die Angst vor dem Verlust des "Suchtstoffes". Diese Angst ist nun so groß, dass alle vernünftigen Argumente ignoriert werden – sogar das eigene Spiegelbild.

Nun, Magersucht und auch alle andern Essstörungen sind unglaublich viel komplizierter, als ich Dir das hier in diesem kurzen Rahmen erklären kann. Es hat mich selbst viele Jahre des hautnahen Studiums gekostet, bevor ich überhaupt langsam begann zu verstehen, was wirklich dahinter steckt.

Was ich Dir aber auf den Weg geben kann, ist diese dringende Warnung:

Fang nicht an!

Wenn Du anfängst, Dich in diesen Strudel zu begeben, wirst Du von ihm verschlungen. Falls Du denken solltest, dass DIR so etwas nicht passieren kann, dann lass Dir sagen, dass ALLE Essgestörten das immer noch denken. DIES ist die Selbsttäuschung der ALLE unterliegen. Du bist nur ein Mensch wie alle Anderen auch und Du bist garantiert nicht stärker oder besser.

Also vergiss diese Idee und versuch sie los zu werden.

Dieser Weg ist gefährlich und selbst wenn Du wirklich volljährig sein solltest, so endet die Pubertät und auch die restliche Biologie nicht mit der gesetzlichen Volljährigkeit.

Viele Grüße,

Markus

Wenn du aktiv versuchst, dieses Gewicht auc zu erreichen, dann ja.

Auf jeden Fall aber  dürftest du eine massive Identitätsstörung haben. Und vermutlich Angst, eine Frau zu sein. Eine"Frau" hat Busen, Bauch, Hüfte.

Was du schön findest, ist eine Kinderfigur.

Und ja, das ist eine Störung.

Eine Essstörung hat direkt nichts mit dem Empfinden von Schönheit zu tun. Indirekt jedoch kann es als Motivation dazu dienen, ein Untergewicht zu erreichen, was ich für psychisch fragwürdig halte.

Die Magersüchtigen empfinden sich immer zu dick und haben eine gewaltige Störung in der Selbstwahrnehmung. Die Frage hier im Fall, scheint einfach subjektiver Natur zu sein und hat mit einer Esstörung noch nichts zu tun. Allerdings kann es umschlagen.

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