Ist man durchgefallen, wenn man in einer Bachelorarbeit nur 12 Seiten statt 30 abgibt?

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10 Antworten

Wenn der geringere Umfang vorher abgeklärt war, kann er damit durchkommen. Ich frage mich allerdings schon, was für einen Wert Abschlussarbeiten haben, die nicht einmal mehr auf den Umfang einer Proseminarsarbeit von vor 15 Jahren kommen.

Ansonsten solltest du aufhören, dir um die Arbeiten anderer einen Kopf zu machen. Die schlechte Nachricht lautet nämlich, dass die Welt NICHT fair ist und es NICHT gerecht zugeht. Du wirst sowohl in der Wissenschaft als auch in der normalen Arbeitswelt immer wieder erleben, wie weniger Leistung zu mehr führt, egal aus welchen Gründen. Schlechter qualifizierte bekommen bessere Jobs, der Kollege, der eine ruhige Kugel schiebt, bekommt das gleiche Geld wie du usw. Wenn es dich mal selbst betrifft, findest du einen Weg, dir das schön zu reden und zu begründen, warum das alles doch fair ist. Schließlich hast du ja dafür xy gemacht. Und nicht anders wird es der Kommilitone mit den albernen 12 Seiten sehen.

Und denk es mal so durch: Ihr bekommt einen Abschluss mit einer 30 Seiten-Arbeit. Das war früher mal der Umfang von Seminararbeiten bei Mittel- und Hauptseminaren, Himmel, sogar meine Facharbeit in der Schule hatte 37 Seiten! Da weiß man als jemand, der noch nach dem alten System studiert hat gar nicht, ob man lachen oder weinen soll.

Ich befürchte ja fast das das auf die Hochschule und die Leute dort ankommt. Ich kenne Bachlorarbeiten die nur zu offensichtlich in mehreren Anforderungen der Studienordnung nicht zulässig wären bzw. als "unwissenschaftlich" hätten druchfallen müssen.

Da man aber scheinbar niemand mehr druchfallen lassen wollte/musste wurde das auch druchgewunken... Teilweise ist es schon sehr frech was an so manchen Hochschulen abgehen kann ...

Letztendlich kannst du es eh nicht beeinflussen und wirst sehen was am Ende dort rauskommt.

Nur weil sie so kurz ist, muss sie nicht wenig Schreibaufwand haben. Das Schreiben ist ja nur der letzte Schritt. Es geht ja um die wissenschaftliche Qualität des Inhalts. Ein Professor wird normalerweise eine kurze Arbeit mit tiefgündiger Analyse besser bererten als langes Geschwurbel ohne echten Inhalt. 

BTW: Auf meiner Hochschule gab es keine Mindestlänge, sondern eine Höchstlänge für Essays und Arbeiten. Da wurde dann schon mal verlangt, dass maximal soundsoviel Wörter geschrieben werden durften und ich habe recht klaneg dafür gebraucht, meine Diplomarbeit auf diese geforderte Länge einzudampfen, ohne Inhalt und Erkenntnis auf der Strecke zu lassen.

Übrigens: Die Veröffentlichung von Albert Einsteins spezieller Relativitätstheorie ist knappe 30 Seiten lang und die Arbeit, für die er den Nobelpreis erhielt, gerade mal 16 Seiten lang.

In der Regel solltest du damit durchgefallen sein, wenn es noch Gerechtigkeit gibt und Vorschriften. Ebenso, wenn du 100 statt 30 Seiten abgibst, was viele gerne machen, weil sie nicht strukturiert denken können. Am Ende liegt das aber immer beim Prof.

Wenn die Arbeit publiziert werden soll, dann liegt es wohl nicht nur daran, dass der Professor den Studenten mag, sondern daran, was in der Arbeit inhaltlich steckt (und das ist nicht mit der Seitenanzahl zu messen). Einsteins Doktorarbeit war übrigens 17 Seiten lang. ;)

Der Inhalt ist immer noch wichtiger. Wahrscheinlich wird er trotzdem Abzug aufgrund der nicht eingehaltenen Seitenanzahl bekommen.

Am Ende zählt ob es den Prof "gefällt".

Und wenn er nur 8 Seiten schreibt, voller Bahnbrechender Erkenntnisse eines unerforschten Gebietes und das mit seinem Prof abgestimmt war, wird der wohl so durchkommen. Quantität ist zweitrangig.

In der Regel sollte so eine "dünne" Arbeit zu "nicht bestanden" führen!

Was Dein Prof damit macht ist offen!

Nein, das darf er nicht ....

Hier kann dir diese Frage keiner beantworten. Geh einfach zum Prüfungsamt und frag nach.

Eigentlich legt der Professor den Rahmen der BA fest, wenn die BA mit dem Prof. abgesprochen ist, dann wird er mit Sicherheit bestehen.

 

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