Ist man als Träumer verloren in der heutigen Zeit?

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6 Antworten

Ich muss sagen: ich möchte für mich dieses geregelte Leben, ich akzeptiere es aber, wenn andere was anderes wollen.

Ich würde gerne jedes Ereignis im Leben planen, mit Excel-Kalkulation, was das finanziell bedeutet. Ich stoße an meine Grenzen, wenn etwas ungeplantes passiert, was selbst in Plan 163283 nicht vorkam oder ich einfach hoffte, dass es nicht passiert. Aber entsprechend danach habe ich auch meinen Beruf ausgesucht, wenn ich mich täglich mit rein logischen Sachen beschäftige, dann ist es im Privaten nicht mehr so extrem.

Meine beste Freundin ist beispielsweise einer dieser Menschen, der auch was riskiert und dann auch (öfter) mal scheitert. Mein Freund an sich auch, aber da greife ich mehr ein, weil es mich stärker mit betrifft.

Wir (egal ob mit bester Freundin oder Freund) reden offen über unsere Pläne und geben auch unsere ehrlichen Meinung dazu ab. Mein Rate ist oft die sichere Lösung, aber ich bin gerne bereit mit ihnen die Pläne auch weiter zu schmieden und sie da zu unterstützen, was mir auch viel Spaß bereitet. Nur für mich wären die Lösungen nichts.   

Wenn es dann bei einem mal nicht so läuft wie geplant, dann kommt manchmal schon sowas wie "hab ich doch gesagt", aber eher lustig gemeint und nur wenn man weiß, dass das den anderen gerade nicht verletzt sondern wirklich lustig aufgenommen wird.

Solange man sich dem Risiko bewusst ist kann man ja (fast) alles probieren. Man sollte nur (meiner Meinung nach) immer einen Plan B haben, auch wenn das "Kisten auspacken im Aldi" ist.  (nichts gegen Leute dort, das ist echt körperlich anstrengend!)

Im Leben kommt es am Ende eh oft anders als geplant. Dann geht die Firma pleite oder Stellen werden abgebaut oder das Arbeitsklima verschlechtert sich und schon muss oder will man den sicheren Job dann doch aufgeben.

Oder man wird ungeplant schwanger oder man wird es nicht, obwohl man gerne möchte,...

 

So ist es für mich mein Ziel vielleicht mit Anfang/Mitte 30 ein Haus zu kaufen/bauen/übernehmen und dann gerne Kinder zu bekommen. Der Plan meiner besten Freundin ist zwar auch ein Haus, aber erst wenn sie älter ist, wobei klar ist, dass sie nicht in Deutschland bleiben möchte. Dabei schwank "älter" bei ihr zwischen Rente und davor.  

 

Wenn du also gerne träumst, dann lebe dein Leben so.

Im schlimmsten Falle verlierst du Geld und ein paar Jahre, hast dafür aber viele neue Erfahrungen gewonnen. Du gehst also nie leer aus. Wenn du es gut argumentierst, dann kann es sogar bei späteren Arbeitgebern gut ankommen, man sollte sich nur eben überlegen wie man es verkaufen will und was man sagt.

 

Ich erlebe bei den Bekannten meiner Eltern immer wieder, dass Leute mit über 50 aus ihrem alten Muster ausbrechen und z.B. noch mal einen ganz neuen Job erlernen.

Hinterher ärgern sie sich oft, diesen Schritt nicht früher gemacht zu haben, da es nun noch mehr Risiko war. Immerhin haben sie z.B. Raten fürs Haus und mussten ihre sichere Stelle kündigen. Manche bereuen es, die meisten sind glücklich damit.

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Kommentar von NaturWunder24
24.11.2016, 16:34

Danke dass du dir so viel zeit genommen hast um ausführlich auf meine Frage zu antworten. Deine Ansichten sind gute Denkanstöße die ich beherzigen werde :)

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Diejenigen, die ihren Träumen nachgejagen und ihren eigenen Weg gehen, waren zu allen Zeiten etwas außerhalb der Gesellschaft. Die meisten Menschen versuchen, einen ähnlichen Lebensweg zu gehen wie der Nachbar und alle in der Straße, dem Ort, der Stadt, dem Land.

Vielleicht kommen in den Augen der Mehrheit Träumer nicht sehr weit, erreichen einen gewissen Wohlstand nicht und haben kein großes Ansehen in der Gesellschaft. Aber - wenn man selbst glücklich mit seiner Lebensweise ist, was kümmern einen dann die Bewertungen der anderen?


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Sicherlich hat in dieser Gesellschaft ein " Bilderbuchleben " die Überhand ... Ich finde es gut wenn " Träumer " ( wie du sie nennst ) ihre Ziele verfolgen und wirklich auch durchsetzten ... man muß nur eine gewisse Disziplin an den Tag legen , damit die Ziele erreicht werden  ... eine Risikobereitschaft   sollte auch vorhanden sein - es wird nicht alles immer gleich gelingen  und es wird Tiefpunkte geben ...  Ich finde es sehr gut , wenn man " sein Traumleben " lebt  - erfordert mit Sicherheit mehr Mühe als ein Bilderbuchleben  - meine Einstellung dazu  . LG

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Wenn du den durchschnittlichen Weg gehst, wirst du auch nur ein durchschnittliches Leben führen.
Deine Einstellung ist nicht nur eine sehr schöne Einstellung sondern auch die Einstellungen der erfolgreichsten Menschen der Welt (z.B. Steve Jobs etc)

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Natürlich darf jeder nach seinen persönlichen Zielen streben und diese müssen nicht Ehe, Kinder, Haus sein.

Was aber wichtig ist, ist dass man nicht träumt während die Jahre ins Land gehen, sondern dass man aus Träumen Ziele werden lässt und an der Erreichung dieser auch arbeitet.

Was nutzt es Dir wenn Du in einer Traumwelt lebst und nicht den Traum in Dein Leben holst?

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Träumen ist der erste Schritt zum Erfolg. Der nächste Schritt ist es die alten Brücken abzureißen und den Traum zu verfolgen.

Das schwierigste ist das Durchhalten.

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