Ist man als Student verpflichtet im Nebenjob Überstunden zu leisten, auch wenn das Studium darunter leidet?

4 Antworten

Gemeint sind regelmäßige Überstunden (~140 Stunden im Monat)

Alleine an Überstunden??? Das wären ca. 32 Überstunden wöchentlich - kaum vorstellbar!

Ich gehe davon aus, dass Dein Nebenjob als Student ein Teilzeitjob ist!

Im Teilzeitjob bist Du nicht verpflichtet, Überstunden zu leisten - schon einmal gar nicht regelmäßig, wie Du es erwähnst!! Der Arbeitgeber hat nur dann ein Recht, Überstunden zu verlangen (selbst dann, wenn sie im Vertrag vereinbart sind), wenn sie betrieblich zwingend erforderlich sind - weil ansonsten z.B. ein wichtiger Auftrag "den Bach 'runter geht" - oder aufgrund eines konkreten Notfalls - z.B. Räumung eines Kühllagers mit verderblicher Ware wegen ausgefallener Kühlung.

(Hierzu gibt es aber keine dezidierte Gesetzgebung, sondern das ist praktiziertes Richterrecht.)

Im Übrigen darf der Arbeitgeber seine Anordnungen zwingend nur "nach billigem Ermessen" treffen (Bürgerliches Gesetzbuch BGB § 315 "Bestimmung der Leistung durch eine Partei", besonders Abs. 1 und Abs. 3 Satz 1; Gewerbeordnung GewO § 106 "Weisungsrecht des Arbeitgebers", 1. Halbsatz).

Das bedeutet konkret, dass er bei seinen Anordnungen Deine persönlichen Belange (in Deinem Fall also die Berücksichtigung Deiner Studiumsverpflichtungen) zwingend berücksichtigen und mit den betrieblichen Belangen abwägen muss.

Hier die entsprechenden Zitate aus den genannten Paragraphen - BGB § 315 Abs. 1 und Abs. 3 Satz 1:

(1) Soll die Leistung durch einen der Vertragschließenden bestimmt werden, so ist im Zweifel anzunehmen, dass die Bestimmung nach billigem Ermessen zu treffen ist. [...] (3) Soll die Bestimmung nach billigem Ermessen erfolgen, so ist die getroffene Bestimmung für den anderen Teil nur verbindlich, wenn sie der Billigkeit entspricht.

GewO § 106 1. Halbsatz :

Der Arbeitgeber kann Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung nach billigem Ermessen näher bestimmen, soweit diese Arbeitsbedingungen nicht durch den Arbeitsvertrag, Bestimmungen einer Betriebsvereinbarung, eines anwendbaren Tarifvertrages oder gesetzliche Vorschriften festgelegt sind.

So weit das Recht - nun gibt es aber leider viel zu häufig einen Unterschied zwischen "Recht haben" und "Recht bekommen": Wie Du also Dein Recht gegenüber Deinem Arbeitgeber erklärst und durchsetzen kannst, ist jetzt noch eine andere Frage.

Du hast natürlich Recht, gemeint waren 140 Arbeitsstunden in Teilzeit, nicht Überstunden. 

Danke schön für die super Antwort, hat mir sehr geholfen!

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Das Problem bei diesen kleinen Nebentätigkeiten ist oft, dass von beiden Seiten her viel Flexibilität verlangt wird. Der Student möchte in der Prüfungsphase weniger und in der VL-freien Zeit mehr arbeiten. Der Arbeitgeber hingegen pocht auf einfache Verträge und wenig Bürokratie, z.B. keine Kündigungsfrist.

Es passiert nicht selten, dass da auch mal Interessen aneinander prallen. Ob "dürfen" oder nicht spielt bei solchen Jobs oft keine Rolle. Entweder du tust es und profitierst davon auch idR von außer-verträglichen Vorzügen, oder du lehnst es ab und suchst dir einen anderen Job.

Wie sind denn Überstunden in deinem Vertrag geregelt?

Das Problem liegt darin das mein Arbeitgeber mir sicherlich entgegenkommt, aber! Wenn der Betrieb "Not am Mann" hat kann er Überstunden verlangen. So steht es im Vertrag. An anderer Stelle im Inet hab ich gelesen das ich keine Überstunden leisten muss wenn das mein Studium beeinträchtigt. 

Deswegen hätte ich gerne da eine klare Antwort drauf, denn ich bin zwar auf den Job angewiesen, aber mein Studium will ich ja auch beenden. 

Ps ich rede nicht von einmaligen Überstunden. Gemeint sind regelmäßige Überstunden (~140 Stunden im Monat) die mein Arbeitgeber mir gerne geben würde.

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Über eine Angabe mit Quelle würde ich mich freuen!

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