Ist man als Akademiker was besseres?

15 Antworten

Natürlich verdient "auch" eine Putzfrau Respekt. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass angeblich in einer Klausur Studenten die Zusatzfrage bekamen "wie heißt die Putzfrau". Die Dozentin erklärte dann, dass es wichtig sei, die Menschen im Haus (weiß nicht mehr, ob das Medizin- oder Lehramtsstudenten waren) kennenzulernen, die dafür sorgen, dass der Betrieb überhaupt weiterlaufen kann, also Reinigungspersonal und Hausmeister. Sie meinte, dass man diese Menschen kennenlernen, ihnen Respekt entgegen bringen sollte und sie dann auch im Notfall eher mal ansprechen könnte, als wenn man sie bis dahin immer ignoriert hätte. Oft kommt ja auch vieles oder alles zum Erliegen, wenn gerade Menschen wie Reinigungspersonal, Hausmeister, Mitarbeiter der Müllabfuhr etc. mal streiken. Streikt der Bäcker, kann man sich selbst ein Brot backen, streikt die Putzfrau, muss man (leider) eher eine andere finden, weil man selbst keine Zeit zur nötigen Reinigung der Räume hat. Leider, weil in diesem Bereich ein Streik wohl nichts bringt - es wird einfach schnell jemand anderer eingestellt.

Was unterscheidet nun den Akademiker von Menschen mit Ausbildungsberufen, Selbstständigen (die eher Respekt bekommen, obwohl sie teilweise auch keine Ausbildung in ihrem Bereich haben) und Ungelernten? Vornehmlich die andere Art der Ausbildung. Es ist gar nicht gesagt, dass nicht ein Akademiker, der für seinen Bereich begabt ist, sein Studium als viel einfacher empfunden hat als jemand mit Ausbildung ebendiese. Der Student darf auch meist erst mal mindestens ein Semester lernen - der Auszubildende muss am ersten Tag auf der Arbeit gleich mit anpacken. Das kannfür Menschen, die erst mal längere Zeit zuschauen/ sich vorbereiten wollen, bevor sie etwas ausüben, viel schwieriger sein als so ein Studium.

Letztentdlich gibt es sowohl Ausbildungen als auch Studiengänge, bei denen man im Beruf vor allem Routineaufgaben abarbeitet und wenig geistig gefordert wird. Umgekehrt ist es natürlich auch möglich, z.B. Rettungssaintäter müssen immer hochkonzentriert sein.

Schlussendlich sollte man als anständiger Mensch ALLE Menschen respektieren, unabhängig von allen Faktoren wie Beruf, Glauben, finanzielle und familiäre Situation etc. Also auch z.B. Arbeitslose oder Rentner. Bei Rentnern ist der ehemalige Beruf oft gar nicht mehr im Fokus der Menschen, die mit ihnen umgehen - ist der dann inzwischen für den Respekt, den sie verdienen, egal?

Ein Arbeistloser könnte auch ehrenamtlich oder in anderen Bereichen seines Lebens etwas leisten, das großen Respekt verdient, die Putzfrau ebenso, und der Akademiker könnte privat jemand sein, der eher Menschen Schaden zufügt - das weiß man ja nicht, daher sollte man seinen Respekt nicht auf einen äußerlichen Bereich des Lebens der Menschen basieren, sondern einfach alle Menschen so lange respektieren, bis sie durch unangemessenes Verhalten wiederholt demonstrieren, dass es definitiv keinen Respekt verdient haben.

Ein Akademiker hat durch seinen höheren Bildungsstand eine bessere Aussicht auf Erfolg in seinem Leben, zumindest in dem Bereich, den er erlernt hat.

Das macht ihn aber noch lange nicht zu einem besseren Menschen. Selbst der Clochard auf der Straße kann ein besserer Mensch sein, als der beste Akademiker.

In einer leistungsorientierten Gesellschaft vergisst man leider nur allzu oft, dass man Menschen nicht über ihre Leistung definieren darf.

Welche Leistung? Studieren allein ist doch keine Leistung.

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@Borkos5

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Ich habe nichts davon geschrieben, dass ein Studium eine Leistung ist. Du wirfst meinen Kommentar völlig durcheinander.

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@profanity

Erst wenn du danach einen guten job kriegst und dann auch gut arbeitest, dann ist es leistung, nur viele studieren und bekommen trotzdem nur mittelmässige jobs.

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@Borkos5

Nichts anderes habe ich in meinem Kommentar geschrieben. Aber irgendwie ignorierst du das völlig.

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@Borkos5

Schon der Zugang zum Studium ist eine Leistung. Das Studium erfolgreich abschließen ist ebenfalls eine Leistung. Danach im Beruf Fuß fassen ist eine besondere Leistung. Aber das weiss eben nur, wer schon mal eine Schule oder eine Uni von innen gesehen hat.

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@CamelWolf

Genau so sehe ich das auch. Aber es war nicht das Prinzipal meines Kommentars und wurde durch den FS missinterpretiert.

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Natürlich verdient auch eine Putzfrau Respekt! Ich möchte mal sehen, wie es in vielen Büros, Krankenhäusern, öffentlichen Gebäuden etc. aussehen würde, wenn die Putzfrau nicht mehr käme... das würde man eher merken als wenn der Chef nicht da wäre, das kannst du mir glauben! Und Putzfrauen sind keine schlechteren Menschen. Schlechte Menschen sind die mit dem Standesdünkel, die meinen, sie wären was Besseres und die Putzfrau nur Abschaum.

Man sollte den Wert eines Menschen nun wirklich nicht an seinem Beruf fest machen.

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