Ist Magersucht echt so "schlimm"?

19 Antworten

Solange es nur phasenweise ist und sich nicht über Wochen zieht ist es völlig okay. Ich glaube, dass jeder regelmäßig Phasen hat wo er kaum was isst und Phasen wo man dann mit dem Essen völlig übertreibt. Das kann natürlich immer verschiedene Gründe haben und solange es nicht zu einer Sucht wird, zu einem längerfristigen oder sich dauernd wiederholendem Problem wird, sind solche seltenen Phasen völlig okay.

Irgendwo muss man selbst wissen ob es sich durch dein Leben zieht oder wie lange diese Probleme anhalten, wenn es ein längeres oder sich wiederholendes Kapitel in deinem Leben ist, so würde ich unbedingt, unbedingt, unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Essstörungen können extrem schwerere gesundheitliche Probleme mit sich ziehen und das fängt bei Sachen wie Kreislaufstörungen an. Ist deine Nährstoffversorgung nicht okay und du treibst beispielweise an einem richtig warmen Tag mal Sport oder bist Krank und musst dann Medikamente einnehmen, so wird sich dein Problem immer und immer wieder auf deine Gesundheit niederschlagen.

Ich würde echt ein privates, vertrauliches Gespräch mit dem Arzt deines Vertrauens suchen und deine Probleme schildern. Der kann dich dann notfalls zu einem Ernährungsberater oder Psychologen schicken und ihr könnt Probleme jeglicher Art gemeinsam angehen, völlig egal was das ist.

Ganz, ganz, ganz wichtig ist nur dass DU den ersten Schritt machst.

Ich würde dabei wirklich die Problematik nicht unterschätzen, weil ganz schlimm kann es werden wenn die Probleme anhalten und deine Gesundheit wirklich nachhaltig beeinflusst wird.

Definitiv ja. 

Magersucht tötet Leute. Es ist eine tödliche Krankheit. Und man kann nicht eine "moderate Magersucht" haben. Es wird unbehandelt immer schlimmer werden. 

Natürlich liegen darunter größere Probleme, das ist immer so bei Essstörungen. Niemand findet Essstörung einfach "cool" und wird dann essgestört. 

Deswegen begibt man sich in Behandlung und arbeitet an sich. Dafür gibt es Hilfe! 

Es ist eine Einbildung wenn jemand glaubt das er es im Griff hat. 

Wenn du kein Fett mehr zum verbrennen hast, fängt dein Körper an Oragnische Gewebe zu nutzen dafür. Osteoporose, Herzkrankheiten, permanente STörung des Magendarmtraks, zusätzlicher Haarwuchs und so weiter... 

Die Antwort ist nein, es ist nicht möglich damit halbwegs gesund zu leben. 

Entweder man arbeitet an sich oder man ist für ein wahrscheinlich kürzeres Leben in schlechten Umständen vorbereitet, denn das wird man haben.

Und wenn man bei einem bestimmten Zielgewicht "stoppen" würde, also da dann das Gewicht halten? Würde man somit nicht Herzkrankheiten usw. verhindern?

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@XPinkXMuffinX

Nein. Abgesehen davon das es nciht passieren wird. Derjenige wird imer weiter abnehmen. 

Und sobald du im Untergewicht bist, ist es ungesund. Und je länger du da bleibst, desto schwerer schädigt es dich und desto schwerer kommst du wieder raus.

Es gibt keine harmlose Essstörung. Es gibt keine moderate Magersucht. Wenn du oder irgendjemand sich das einredet, ist derjenige blind für die Wahrheit. 

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Nun, die Problematik ist

  • dass man so anfangs zwar schlimmere (sagen wir 3 versch.) Probleme hat - die Magersucht teils davon abzulenken vermag, aber sie eben nicht löst resp heilt ...
  • sodass man anschliessend 4 Probleme hat, die man lösen muss um wieder vollständig zu genesen ... -
    Vogel-Strauss-Politik ist in den seltensten Fällen erfolgreich
  • die Magersucht frisst auch physische & psychische Energie die man besser für die Lösung der 3 anderen einsetzen würde
  • wichtig ist auch die Auseinandersetzung / Interaktion mit der Umwelt - die Magersucht resp die dadurch gestörte/verzerrte Wahrnehmung erschwert  dies zudem

Genauso wie SVV "ablenkt" muss man um nachhaltig raus zu kommen nicht nur sie sondern va auch die zugrundeliegenden Problemen lösen.

Und wenn die meisten der anderen "Probleme" nicht zu lösen sind...wäre es dann nicht "okay"?

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@frissdichselbst

Die meisten Probleme lassen sich lösen, gerade wenn man jung ist, denkt man mann ist der einzige mit solchen Problemen und dass sie nicht lösbar sind. Wird man Älter und erfahrener, wird man auch immer besser.Such dir Hilfe bei einer erwachsenen Vertrauensperson und stell dich dem Problem, es kann nur besser werden, wenn auch nicht so gut wie man es sich idealerweise wünschen würde.

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@2AlexH2

Darauf wollte ich auch hinaus. Kein Problem ist so schlimm das du dafür konstant deinen Körper foltern musst.

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@XPinkXMuffinX

Liebe XPinkXMuffinX - nein, es ist nicht sinnvoll sich mittels Negativem abzulenken - das raubt einem mehr Energie als man daraus schöpft - und Magersucht ist per se negativ, sie hat nichts positives ...

Dabei gibt es unzählige Mögl. sich POSITIV abzulenken wie Malen/Zeichnen, Bildhauerei, Töpfern, Handarbeit, Werken, Basteln, Musik machen/hören, tanzen, Zumba, Yoga, Judo, Karate, Meditation, lesen, schreiben, in die Natur raus (einen Baum umarmen), radfahren, schwimmen, einem Schachclub beitreten ... um nur einige zu nennen

Ein interessantes Interview der jungen Autorin von Federleicht (in CH deutsch, evt verstehst Du es ja - ansonsten würde ich es Dir transkribieren) https://www.srf.ch/play/tv/aeschbacher/video/leonie?id=8b5df9c9-b176-419a-b862-75de9fc9204d

und eines zu Essstörung, SVV & Kunst-/Körpertherapie (ebenfalls zum Teil in CHd, mein Angebot gilt ebenfalls) https://www.srf.ch/sendungen/myschool/dossier-ich

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manche Probleme haben keine Lösung. wenn meine Mutter zum Beispiel unfähig ist Gefühle zu zeigen oder mein Bruder gestorben ist, lässt sich das Problem nicht lösen. ganz egal, wie viel Therapie ich mache, nein Bruder bleibt tot und meine Mutter wird mir keine Zuneigung schenken können. allerdings kann ich lernen mit diesem Problem anders umzugehen. manchmal bedarf ein Problem nicht zwangsläufig eine Losung. manchmal müssen Probleme verarbeitet werden.

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@depressivekunst

Das Problem ist wie du damit umgehst. Die Lösung dafür ist in Therapie gehen und was daran ändern. Schlimme Sachen werden immer passieren, aber das kann man nicht ändern. Man kann aber beeinflussen ob und wie man damit weiter lebt. 

Mein Beileid zu deinem Verlust.

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@depressivekunst

Liebe depressivekunst - herzlichen Dank für Deinen persönlichen Kommentar, mein Beileid.

Manchmal sagen Menschen das Gleiche und meinen was anderes 😉.

Für mich gibt es versch. Lösungswege für ein Problem - im optimalsten Fall kann das Problem behoben / aus der Welt geschaffen werden, eine Lösung kann aber durchaus auch sein (s)einen Weg zu finden, damit umzugehen, sich von ihm nicht mehr neg. beeinflussen zu lassen, es zu verarbeiten ...
insofern könnten wir alle recht haben 😊

Ich mag diesen Gedanken sehr

(Gott) gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gelassenheitsgebet auch engl. Version

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@frissdichselbst. das habe ich doch geschrieben. für manche Probleme gibt es keine Lösung. man kann nur lernen, damit richtig umzugehen. das war übrigens nur ein Beispiel. also mein Bruder lebt noch und meine Mutter ist nicht emotional beeinträchtigt. @gschyd das war kein persönlicher Kommentar. es war lediglich ein Beispiel dafür, dass nicht jedes Problem eine primäre Lösung hat.

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@depressivekunst

oh, tatsächlich zum Beispiel überlesen ... einfach meinen ersten Satz streichen, Rest bleibt unverändert 😊

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