Ist Luxus verwerflich?

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16 Antworten

Luxus ist menschlich. Armut ist auch menschlich. Wie sagt bereits Jesus (und manche Christen überlesen das gerne, weil es in ihr "heiles" Weltbild nicht hineinpasst) "Ihr werdet IMMER Arme unter euch haben." (Matt. 26 / 11 und Mk 14 / 7). Außerdem, was der eine als Luxus betrachtet muss den damit gesegneten nicht unbedingt glücklich machen. Jetzt gerade ist Whitney Houston tot gefunden worden, ein Frau, die mal in großem Luxus gelebt hat. Lebenssinn und Erfüllung hängt nicht von materiellen Gütern ab.

Ich beobachte zudem, dass viele, die heute so generell über die ganze Welt ihr Netz moralischer Urteile ziehen, dass sie nicht selten total unhistorisch denken und argumentieren. Hier gilt der alte Satz: Von nichts kommt nichts. Wir leben hier in Deutschland in einem anderen kulturellen Erbe als z.B. jemand im argentinischen Urwald oder in Zentralafrika. Mensch ist nicht gleich Mensch. Das ist eine idealistische Illusion. Ich liebe es z.B. mich konkret mit Geschichte zu beschäftigen, zu fragen, wie es früher wirklich war. Manchen heutigen ist überhaupt nicht präsent, wie man in Deutschland noch vor 200 Jahren so bitterarm gelebt hat, wenn man nicht zu den oberen Schichten gehört hat.

Ich komme aus einem Dorf im Saarland bei Völklingen, umgeben von Kohlebergwerken und Stahlhütten, eine Industrie, ohne deren Blüte unser heutiger Reichtum gar nicht vorstellbar wäre, denn der ist ja nicht vom Himmel gefallen. Warst Du schon mal 800 Meter unter Tage? Du kannst mal im Weltkulturerbe Völklinger Hütte eine Ausstellung besuchen (z.Zt. Asterix und Obelix), aber dann auch auf die gewaltigen Maschinen des Blaswerkes achten, Dir vorstellen, in welchem Lärm und Gestank da Leute gearbeitet haben, die dafür gesorgt haben, dass wir heute hier Reichtum haben. Es ist eine ungeheuere Missachtung der Leiden und Arbeit (12-Stunden Tag bei einer 6-Tagewoche) unserer Vorfahren, die sich den Ar... aufgerissen haben, dass es uns heute so gut geht.

Und bring mal 24 Stunden auf dem Frankfurter Hauptbahnhof zu, wo der Strom der Pendler fast nie abreist, Menschen, die sich rund um die Uhr abplagen, dass sie überleben und es in der Summe uns relativ gut geht. Sowas fällt nicht in den Schoß. Außerdem zeigt die Geschichte von Spanien und Portugal, aber auch von Ägypten, wie schnell eine Nation von großem Reichtum in tiefe Armut versinken kann. Außerdem, wir haben auch Arme unter uns. Du brauchst nicht irgendwohin zu spenden, um Gutes zu tun. Schau Dich mal um, da gibt es auch Hilfsorganisationen, die hier aktiv sind und immer Freiwillig suchen.

Liebe C., diese spannende Frage beschäftigt mich in ähnlicher Form schon ein ganzes Leben lang. Wieviel ist genug und ab wann ist mehr als genug schon zu viel?

Es gibt keine bessere und krisensicherere Grundlage fürs Leben als mit wenig auszukommen, also Genügsamkeit. "Wer Genügen kennt, ist reich" ist eine der un-erhörten Weisheiten von Laotse's Tao-te-king (Kap.33). Aus diesem Reichtum durch Nicht-brauchen kann man dann auch anderen geben.

An anderer Stelle (Kap 44) sagt er aber auch: "Wer allzu sorgsam spart, wird groß vergeuden". Wer sich selbst nichts gönnt, vergeudet seine Möglichkeiten. Außerdem wird man langfristig auch gegenüber anderen nicht großzügig sein können, wenn man in eigenen Angelegenheiten kleinlich ist. Übertriebene Genügsamkeit wird zur Selbstbehinderung und damit auch zur Behinderung der Möglichkeiten, etwas zu ändern an dem, was man als falsch erkannt hat. Ohne Computer und Internet hättest du hier diese Frage nicht stellen können. Was aber wiederum kein Grund ist, es als unverzichtbar zu sehen oder der Computertechnik Priorität vor sozialen Problemen einzuräumen.

Wo die Grenze ist zwischen Genügsamkeit und Selbstbehinderung werden wir nie endgültig beantworten können, das müssen wir immer wieder neu entscheiden. So wie wir beim Gehen oder Fahren immer die Frage offen haben, ob wir zu weit links oder zu weit rechts sind. Aus den immer wiederkehrenden Entscheidungen darauf ergibt sich unser Weg.

Was mir an deiner Frage nicht gefällt, ist das Wort "verwerflich". Ok, du kannst für dich den Plan verwerfen, einen neuen Computer zu kaufen, wenn du mitbekommst, welche Auswirkungen die Computertechnik für Menschen in Afrika hat. Aber so allgemein klingt das für mich zu sehr nach Moral und Empörung. Veränderungen gibt es nur über Verständnis, Moral und Empörung sind das Gegenteil davon, sind Unverständnis pur.

Den Menschen, die in verschwenderischem Luxus leben, die Schuld zu geben,lenkt davon ab, dass das Ganze ein fehlerhaftes System ist, in dem sie zwar Nutznießer sind, aber im Grunde genauso gefangen wie die hungernden Menschen am anderen Ende. Ich halte auch sie für bedauerswert, wenn sie wirkliches Glück kennen würden, bräuchten sie den ganzen Luxus nicht.

Im Vorraus: Ich lebe von Hartz 4 und bin in jeder Hinsicht neidfrei gegenüber Luxus. Er muss nicht verwerflich sein solange man verantwortungsvoll damit umgeht und es nicht ins grottenpeinliche ausarten lässt. Gewisse TV-Stationen führen uns ja oft genug diese Absurditäten vor Augen. Ich habe eine Zeit lang als Hausmeister in einem 5Sternehotel gearbeitet und habe gesehen das man sowohl kultiviert als auch völlig bekloppt sein kann. Es liegt an jedem selbst zu welcher Seite er sich begibt.

Dankeschön!

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Liebe Carina,

Deine Frage ist gut und ich kann Deine Gedanken nachempfinden, allerdings ist Deine Ausführung trotz der Menschlichkeit doch auch wieder ungerecht und "gefährlich". Deine Gedanken stellen die Leistungsgesellschaft als Ganzes in Frage, die sich in ihrem Dasein durchaus in Stärken beweisen kann, so sie von sozialen Einlagen begleitet wird. Neben der sozialen Säule ist es unbedingt notwendig, eine wirtschaftliche Stabilität, Fortschritt, Wissenschaft zu leiten, darin Geld zu "verschwenden", um Mittel zu finden, die solche Ziele wie Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Freiheit für alle bestmöglich langfristig anstreben können. Ein bloßes Verteilen (unabhängig von der Leistung) würde viele Menschen anspornen, nichts zu tun, in ihrem Nichtgefordertsein zu ersticken, sich hängen zu lassen. Die Herausforderung um für ein Überleben, wie wir es uns vorstellen, zu "kämpfen" erhält durchaus unser System und ist notwendig, damit Wichtiges geschaffen werden kann, was allen zugute kommt.

Wichtig ist nicht nur eine gerechte Allokation der Güter, sondern eine sinnvolle. Die Länder, die Du vermutlich vor Augen hast, sind nicht grundsätzlich arm - es gibt Länder, die sehr reich sind, allerdings investieren die Machthaber ihren Reichtum in Waffen/ Zerstörung. Wir können nicht davon ausgehen, dass unsere Einstellung - Frieden, Gerechtigkeit der Essensverteilung, ein harmonisches Miteinander von allen Menschen "gewollt" wird und Menschen, die in andere Sektoren investieren ihre Entscheidungsfreiheit rauben und unsere Gedanken aufdrängen. Deine Idee ist von Milliarden Menschen abhängig - die alle unterschiedliche Bedürfnisse und Vorstellungen davon haben, wie sie ihren Reichtum einsetzen.

Sind wir privilegierter/ reicher als Menschen, die täglich im Jagen, Fischen und Sammeln um ihr Überleben kämpfen ? Wir rauben uns in unserem privilegierten Vakuum das Wichtigste was der Mensch hat: Zeit. Wir nehmen uns unsere Freiheit und arbeiten teilweise hart (in unserer "vorteilhaften" Umwelt), funktionieren einwandfrei, eingefügt in ein System, welches uns füttert - wir haben das Futter verdient mit unserem Zeit- und Kräfteeinsatz.

Teilen wir unsere Privilegien ohne Gegenleistung/ Forderung, lernen diejenigen, die unsere Zeit, unsere Anstrengung geschenkt erhalten (aus Brüderlichkeit, aus Gerechtigkeit) nicht, sich fortan ihre Existenz selbst zu sichern, selbst zu lernen, wie das geht. Wir wissen gar nicht - nachdem wir geteilt haben -, ob auch die Beschenkten mit uns teilen, ob sie Interesse am harmonischen Miteinander haben, ob wir gesichert sind. Nebenbei ist Angst und Panik, selbst zu verhungern, ein bedeutender Grund, weshalb viele Systeme nicht teilen können/ wollen.

Wenn auch im Sturm und Drang der menschlichen Empfindung liebenswert, finde ich die Idee, plötzlich alles mit allen zu teilen, falsch. Ohne Aufgabe und Eigenarbeit Geschenke zu erhalten, paralysiert im eigenen Aufbegehren, im Kämpfen und Nutzen eigener Potentiale. Jeder muss auch selbst mitdenken, mitarbeiten, damit seine Situation sich heilt/ besser wird. Wenn Du Dir den Bevölkerungswachstum in den ökonomisch ärmsten Ländern ansiehst und mit unserem Rückgang vergleichst, wirst Du feststellen, dass wir gar nicht fähig wären, für alle Menschen zu sorgen. Es ist die Aufgabe aller, keine Kinder in die Welt zu setzen, die man nicht ernähren kann - dass viele besonders arme Menschen davon abhängig sind und Kinder nicht aus Freiheit "wollen", sondern zur Absicherung, könnte man ebenfalls als "Egoismus" auffassen, dergleiche "Egoismus" der Westeuropäer treibt, sich teure Automarken zu gönnen.

Vielen Dank für Deine durchdachte Antwort!

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Zunächst erstmal ist es ja schön zu hören das du dir solche Gedanken machst. Spenden kannst du z.b. über Telefonspenden (das sind dann meistens 5-10 eur soweit ich weiss) davon rate ich allerdings ab.

Zu deiner eigentlichen Frage: Das Wohlergehen unserer Gesselschaft ist auf dem "Elend" einer Anderen aufgebaut. Soll heißen, damit wir unsere T-shirts für ein paar euro kaufen können müssen sie in einem anderen Land produziert werden, wo die Arbeitslöhne entsprechend niedrig sind. Genauso verhält es sich mit einem Großteil unserer alltäglichen Güter. Zudem soll nicht nur die Verarbeitung möglichst wenig kosten sondern auch die Rohmaterialien, welche wiederum aus einem "armen" Land für entsprechend wenig Geld gekauft werden bzw. durch Vetternwirtschaft und Kooruption an den Menschen welche eigentlich davon profitieren könnten/sollten vorbeigeschleust werden. Auserdem baut unsere Wirtschaft auf Wachstum und Konsum. Das bedeutet wenn die Leute anfangen nur noch Wasser und Brot zu kaufen, also auf dem absoluten minnimum leben, würden viele Betriebe schließen und die Leute arbeitslos werden, was wiederum zu "ärmlichen" Verhältnissen hierzulande führen würde. Ich denke also das Maß ist hier ausschlaggebend. Eine Entscheidung zwischen Saft und Wasser spielt keine Rolle. Aber sich jedes Jahr ein neues Handy, Fernseher, Pc usw. zu kaufen, treibt die Rohstoffpreise in die Höhe und erzeugt unnötigen Wohlstandmüll. Wenn du wirklich etwas verändern willst mach keine Spenden wo du nicht weisst wo und wer etwas davon abbekommt, sondern fang mit kleinen Sachen bei dir selbst an. Informier dich welche Betriebe/Konzerne besonders Haarsträubende "Untaten" in fremden Ländern begehen und kauf nichts mehr von ihnen. Hier zu nennen wäre z.b. H&M oder Kick. Aber da gibt es noch eine ganze Menge mehr. Apple ist beispielsweise auch ein Unternehmen was mit geplanter obszoleszens schon so seine Erfahrung gemacht hat.... . Ich wünsch dir viel Durchhaltevermögen dabei. lg

Danke für Deinen Rat!

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Ich habe gedacht, H&M setze sich gegen Kinderarbeit ein. Liege ich da falsch?

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@HelpfulHelper

Mag sein das sie sich gegen Kinderarbeit "einsetzen" aber das ist wohl nicht mehr als Marketing. Ihre Angestellten bezahlen sie in den entsprechenden Ländern auf jeden Fall miserabel und umweltbewusst produzieren sie auch nicht. Deswegen reagieren sie nur sehr zögerlich bis gar nicht wenn man genauer nachfragt wo und wie ihre Klamotten produziert werden. lg

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Hallo, gute Frage. Ich deke niemend hat das Recht auf goldene Wasserhähne, Motoryachten die er nicht braucht. Solange auf dieser Welt noch ein Mensch hungert. Ich denke auch das dieser alltägliche, für die meisten selbstverständliche Luxus wie fließend Wasser und Strom nicht unreflektiert bleiben sollte. Ich finde wir sollten alle etwas besser auf uns gegenseitig aufpassen um diese Welt zu einem schönen Platz für alle zu machen. In diesem Sinne. Make A Change. Gruß

Halten wir mal fest:

An einem Ort gibt es Unmengen von Nahrung, Wohnraum, Dingen… und an einem anderen Ort Hunger, Elend, Not…

Es scheint also so, als ob alles in Hülle und Fülle vorhanden wäre, nur mit der Verteilung hapert es.

Warum hapert es an der Verteilung? Dazu brauchst du nicht mal ein anderes Land zu betrachten. Es reicht vollkommen vor der eigenen Nase zu schauen.

Also wie kann es sein, dass in der Stadt, in der du lebst, die Supermärkte zum Bersten voll sind, Wohnräume teilweise leer stehen und trotzdem Menschen auf der Straße stehen und auf eine Suppenküche angewiesen sind?!

Liegt es wirklich an denen, die mehr haben? Glaubst du wirklich, dass ein anderer hungert, weil du einen Computer, ein schönes Dach über dem Kopf und die Auswahl zwischen Limonade und Saft hast?

Nein!

Es liegt schlicht und ergreifend am Bewusstsein der Menschheit!

Dazu könnte ich jetzt ganz viel anführen, beschränke mich aber auf ein paar Hinweise.

Das größte Übel ist das Thema Geld. Nicht das Geld an sich, denn bedrucktes Papier kann von sich aus weder gut noch schlecht sein. Es sind die bewussten und unbewussten Überzeugungen bzgl. Geld, die die meisten Menschen mit sich herum tragen.

Es sind Überzeugungen, wie:

  • Ich brauche Geld zum (Über)Leben
  • Geld ernährt mich
  • Geld ist Macht
  • Ich muss arbeiten, um Geld zu verdienen
  • Wer das Geld hat, schafft an
  • Wenn ich keines habe, bin ich nichts… usw.

Wir erschaffen und unsere Welt gemäß unseren bewussten und unbewussten Überzeugungen. Wie also sollte die Welt anders aussehen, als wir denken, dass sie ist?!

Das nächste Übel ist mangelndes Mitgefühl und mangelnde Liebe! Und dies beginnt bei jedem selbst! Wie viele urteilende, ablehnende und bewertende Überzeugungen tragen wir in uns, über uns selbst?! Wo ist die Eigenliebe, das Mitgefühl mit uns selbst? Anstatt sich mit sich selbst auseinander zu setzen, den Hass in uns zu heilen, den wir mit uns tragen, projizieren wir dies lieber in die Welt und schauen uns das Leid mit Abstand an. So müssen wir schon nicht am eigenen Leid rühren…

Wer aber sich selbst nicht liebt, wer kein Mitgefühl mit sich selbst hat, kann all dies auch nicht für seine Mitmenschen aufbringen. Mit anderen Worten: wir sehen in der Welt den Mangel, den wir IN uns selbst tragen! Heile den Mangel IN dir und du heilst den Mangel in der Welt!

Abschließend:

Nein. Luxus, Reichtum und Fülle ist nicht ver-werf-lich, aber die Verantwortung für sich selbst wegzu-werf-en, die Verantwortung für dein Denken, Fühlen und Handeln, die Verantwortung für deine Seele!

Danke Dir!

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Einmal darüber nachzudenken was lebensnotwendig ist und was reiner Genuß, ist ein wichtiges Kriterium auf dem Weg zur Urteilsfindung deiner Frage.

So kann Luxus auf der einen Seite etwas sein, was man sich gönnt, auf der anderen Seite sogar an Dekadenz grenzen. Je nachdem wo man auf dieser Welt lebt und in welche Familie man hineingeboren wird, kann die Antwort darauf, was purer Luxus ist ganz unterschiedlich ausfallen. Allein die Möglichkeit sich Luxus leisten zu können, besagt daher noch nichts über die Wertigkeit. Beziehen wir dies jedoch auf einen geldwerten Lebensstil so fällt folgendes auf - Es gibt Reiche die protzen mit dem was sie haben. Sie stellen ihren Überfluß auf widerliche Weise zur Schau und das während nur ein paar hundert Meter weiter Menschen verhungern. Dann gibt es auch andere Reiche die geben gern ab, unterstützen Hilfsprojekte, sind bodenständig und bescheiden geblieben.

Den Ausschlag - ob Luxus akzeptabel oder verwerflich ist, gibt unsere innere Einstellung, denn daraus resultiert unser Umgang mit den Mitteln die wir zur Verfügung haben und wofür wir sie gebrauchen!

Der Stellenwert eines Menschen sollte materiellen Dingen stets übergeordnet sein, das ist sicher. Dazu gehört auch eine gewisse Eigenverantwortlichkeit für unser Handeln und unsere Umwelt zu übernehmen. Dann darf das Allgemeinwohl schonmal über den eigenen Interessen stehen. Im Idealfall. Denn eins muss man sich auch bewußt machen - Verzicht und ein spartanisches Leben, verbessert nicht zwingend die Lebensumstände anderer Menschen.

Das Zauberwort ist also Ausgeglichenheit. Ich hab in meinem Leben die Erfahrung gemacht, wer mit wenigem zufrieden sein kann, der lebt leichter und bewußter. Und wenn es dann mal ein bisschen mehr ist was das Schiksal bereit hält, dann kann man sich noch richtig freuen :-)

In diesem Sinne liebe Grüße IlD

Ps. Auch ohne eigenes Konto kannst du spenden. Dafür einfach Überweisungsträger (zb. Aktion Mensch o.a.) bei der Bank ausfüllen und bar einzahlen.

"Wenn das ganze Geld, welches es gibt, gleichmäßig auf alle Menschen verteilt werden würde, wären nach einem Monat einige wenige schon wieder reich und die meisten anderen hätten kein Geld mehr."

Ich weiß nicht, wer das so ähnlich gesagt hat, aber es kommt darauf an, was man aus diesem Geld macht oder besser gesagt, machen kann. Es liegt ja leider nicht nur an einem selber sondern auch an seinem Umfeld.

Ich weiß, das Spenden sinnvoll sind, aber sie sind leider nur ein Tropfen auf einen heißen Stein.

Da fällt mir aber noch ein Zitat ein: "Gib ihnen keine Fische, sondern zeige ihnen, wie man fischt."

Ja, den Gedankengang, dass es nicht viel helfen würde, wenn ein einzelner etwas tut, hatte ich auch...aber wenn alle so etwas ignorieren, weil sie denken, sie allein helfen nicht, dann hilft es erst recht nicht...deswegen dachte ich mir, dass ich es trotzdem versuchen sollte, und wenn es nur ein Tropfen auf einem heißen Stein ist. :-)

Danke für Deine Antwort! Die Zitate sind gut...

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@Carina2432

Da hat Du schon recht. Spenden ist auf alle Fälle besser als nicht spenden!

Mit dem Tropfen auf den heißen Stein meine ich, dass es nicht viel nützt, z. B. 20 Millionen Euro zu spenden für hunderte Millionen Menschen.

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Hallo Carina,

du kannst helfen - auch mit Kleingeld:

Gehe zum nächstgelegenen Pfarrbüro, frage dort, gib es in einen Opferstock der Kirche, gib bei Kollektensammlungen während nach der Messen, gehe zum Tierheim, frage im Kinderheim, im Sportverein, lade einen Obdachlosen zum Kaffee ein oder spendiere ihm so einen,schau mal unter Missionsmorden, bei örtlichen Hilfvereinen, schau mal unter www.benefind.de.

Zünde in Kirchen Kerzen für gewisse Menschen, Angelegenheiten an. Schenke älteren Damen einen Blumenstrauss, vielleicht am Valentinstag. Besuche ältere Menschen im Altenheim, bringe Kleinigkeiten mit, zeige ihnen den Zoo, das Museum, ein Theater - zahle die Kosten.

Schreibe Briefe für Gegfangerne über amnesty international - arbeite dort in einer Gruppe mit.

Verschenke einen Massagegutschein an Ärmere.

Arbeite mit anderen zusammen.

Alles Gute, Gruß

Hinter während in der zweiten Reihe fehlt das Komma, bei Messen ist ein n zuviel - ich bitte um Beachtung.

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@kwon56

Die Fehler sind doch nicht so tragisch - dankeschön für die Tipps.

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Machst du denn das alles?

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Solange man nicht mit Luxus protzt ist das, finde ich in Ordnung! Das wirklich "schlimme" am Luxus ist ja, dass die, die den haben dann halt wirklich angeben und so.

Hm...also ehrlich gesagt verstehe ich das nicht so ganz... Eigentlich ist es doch egal, ob jemand protzt oder nicht - es gibt keinerlei wirklich negative Auswirkungen, und wenn, dann allerhöchstens für den Protzer, da dieser sich unbeliebt macht/sich falsche Freunde einhandelt...wirklich schlimme, weitreichende Probleme entstehen dadurch nicht...nur Probleme für den Einzelnen, wenn er drauf eingeht...

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Um es in einem Beispiel vielleicht etwas überspitzt zu verdeutlichen: Hier nörgeln Menschen, weil ihr Computer zu langsam ist. Woanders weinen Menschen, weil sie zusehen müssen, wie ihre Kinder verhungern. Und anstatt die Mittel, die hierzulande verfügbar sind, woanders, wo die Mittel nicht verfügbar sind, in überlebenswichtige Dinge zu stecken, werden sie in die Entwicklung schnellerer Computer investiert.

Gute und richtige Gedanken.

Wir verbrauchen mehr Ressourcen als uns zustehen.

Das ist moralisch gesehen durchaus verwerflich.

Danke für die Antwort.

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Ich hab zwar auch nicht viel Geld aber es ist doch MEINE Sache wofür ich mein Geld ausgebe. Wenn ich mir für 200 Euro Gummibärchen kaufen möchte dann wäre das doch meine Sache.Ja ich kaufe auch im Kik, Takko, H&M und sonst wo ein, aber mir ist es in dem Moment egal. Was nützt es mir, wenn andere dadurch evtl mehr Geld haben wenn ich nicht da einkaufe, mir aber nichts mehr kaufen kann weil ich dann kein Geld mehr habe weil ich mir nur Marken kaufen würde????

Eigentlich währen wir eurpär die armen... dank den kollonien könnten wir uns retten , aber vor Gott sind wir alle gleich !

Sorry, falls ich irgendwie falsch liege...aber irgendwie sehe ich da keinen wirklichen Bezug zur Frage oder verstehe ihn einfach nicht. Kannst Du das Ganze bitte näher erläutern oder mir erklären, was ich im anderen Falle falsch verstanden habe?

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@Carina2432

ich meine das wir eigentlich die armen sind.Was nüzt geld und reichtum wenn wir nicht menschlich sind ?

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@tornado67

Stimmt, das klingt logisch...wir sind, wenn wir nicht "menschlich" sind, tatsächlich sehr arm. Allerdings hindert uns diese Armut nicht am (Über-)leben...bei materieller Armut ist das leider der Fall, und ich dachte eher an letzteres, da diese Menschen wirklich kämpfen müssen, um überhaupt leben zu können. Aber dankeschön!

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Es wird immer arm und reich geben. Ich bin froh nicht zu den armen zu gehören und auf Luxus gänzlich zu verzichten wird den Armen (im großen und ganzen) auch nicht helfen. Ich genieße den Luxus in dem ich leben darf.

Zu dem Punkt Verzicht auf Luxus...meine Gedanken waren, dass man die Mittel, die man momentan in Luxus steckt (und das wären weit mehr, als nötig wären, um alle Menschen versorgen zu können, sodass sie ohne Leid leben können), stattdessen in überlebenswichtige Dinge steckt. Man verzichtet dann zwar weitesgehend auf Luxus, den Armen wäre dann aber geholfen - von daher glaube ich schon, dass es funktionieren würde.

Danke aber für Deine Antwort...

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@Carina2432

Guter Gedanke, finde ich. Aber ... Da würde ja unser ganzes Wirtschaftssystem kollabieren, die Arbeitslosenquote bis ins Unermessliche steigen. Und damit wären wir, die westliche Gesellschaft, materiell die Armen.

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