Ist "Linksextremismus" ein Jugendphänomen?

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4 Antworten

Ja, also erstmal ist Extremismus immer eher bei jungen Leuten verbreitet, 2. ist es eigentlich immer schon so gewesen, dass die Jugend/Junge Erwachsene eher links eingestellt sind, daraus resultiert eben, dass es in dieser Sparte mehr Extremisten in der Altersklasse gibt.

Dazu kommt noch, dass der Großteil der beobachteten Antifanten&Co noch zuhause wohnt und arbeitslos ist, also die Brut von Mittel-/Oberschichtlern, die eben fest davon überzeugt sind, sich für andere Menschen (Arbeiterklasse) einzusetzen, und eben zu unerfahren sind, eben das typische Jugendphänomen "von nichts ne Ahnung haben, aber Klappe aufreißen".

Da aber eben viele der linken Szene relativ gebildet sind (evtl Bekannte an der Uni haben, selbst mal studiert haben, immerhin Abitur haben) und sich auch so sehen, wirst du eben häufiger im Journalismus zB Texte von ihnen finden, treten sie sehr selbstbewusst auf.

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Kommentar von TUrabbIT
13.07.2017, 09:17

hast du eine Grundlage für die Behauptungen bzgl. der Eigenständigkeit und dem sozialen Hintergrund der sgn. "Antifanten" oder ist das nur deine Einschätzung?

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Man muss bei Linksextremisten zwischen Kommunisten und Anarchisten unterscheiden. Bei Kommunisten gibt es auch viele ältere Anhänger.

Bei Anarchisten dominieren die aktionsorientierten Linksextremisten (Eigenbezeichnung: "Autonome"). Diese "Autonomen" sind tatsächlich meist relativ jung, gehen häufig auf Demos und verfügen über kein besonders ausgefeiltes Weltbild. Das ist die Gruppe, die meist mit dem Begriff "Linksextremisten" assoziert wird, weil sie auch gewalttätig ist. Wobei es auch bei den "Autonomen" einige ältere Angehörige gibt, die aber meist nicht mehr so aktiv mitmischen ("Postautonome").

Ansonsten gibt es noch anarchistische Theoretiker, die unterschiedlichen Alters sind. Im Gegensatz zu den sogenannten "Autonomen" verfügen diese über ein ausgefeiltes Weltbild und sind nicht zwangsläufig gewalttätig. Allerdings liefern sie die theoretischen Begründungen für die "autonomen" Gewalttäter. Zahlenmäßig sind sie völlig unbedeutend.

Sowohl Kommunisten als auch Anarchisten streben eine herrschaftsfreie, klassenlose Gesellschaft an. Kommunisten bejahen hierzu aber die übergangsweise Notwendigkeit einer Partei und eines sozialistischen Staates. Anarchisten lehnen die Existenz von Staaten und Parteien dagegen auch übergangsweise ab. Nach ihrer Vorstellung wird nach der Zerschlagung des angeblich unterdrückerischen Staates ein herrschaftsfreies Paradies entstehen in dem alle Menschen glücklich miteinander leben.

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JEIN ! Jutta Ditfurth ist mittlerweile 66 J. alt, also das nur mal als Beispiel. Davon mal abgesehen, sind mehr junge Mwenschen linksradikal als ältere.

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Zumindest kann man bei einigen Studenten beobachten,

dass sie solange gegen das Establishment sind,

bis sie selber einen guten Job haben.

Sobald sie dann Geld und Ansehen haben,

kommt Haus und Familie dazu,

zwei Autos in der Garage,

Jahresurlaub an Orten zum Angeben,

ein gestylter Garten für repräsentative Events,

und eh man sich versieht,

sind sie schon die Spießer,

die sie zuvor selber verachtet haben.

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Kommentar von Lumelora
13.07.2017, 09:39

leider traurig aber wahr... Aber die Gehirnwäsche in dieser Welt funktioniert halt gut und Geld macht arschig...!

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