Ist Liebe wie Glauben und Religion?

13 Antworten

Bei der Liebe handelt es sich um eine körperliche Reaktion, bei der durch eine Oxytocin-Ausschüttung eine Binding zwischen zwei Menschen hergestellt wird. Glaube und Religion sind dagegen philosophische Konstrukte, mit der in der Regel eine Beherrschungs-/Unterordnungsbeziehung mit einem zukünftigem imaginären Belohnungssystem kasschiert wird. Insofern ist Liebe real, Glaube und Religion nicht.

Meinst du ehrlich. Liebe ist keine körperliche reaktion. Der Körper reagiert nur auf liebe mit einer Reaktion.

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Liebe ist ein Gefühl - Gefühle sind NIE irrational. Sie sind da oder nicht.
Glaube und Religion sind Ansichten oder Meinungen bzw. eher noch Bedürfnisse um sich im Leben besser zurecht zu finden und um Antworten zu erhalten. Man kann also Liebe und Glaube/Religion nicht vergleichen. Sie dienen einem völlig anderen Sinn und sind grundverschieden.

Liebe ist eine Notwendigkeit, sie dient dem Arterhalt. Viele Spezies wären ohne Liebe längst ausgestorben, darunter alle Säugetiere und Vögel. Ohne Liebe würden sich Eltern zum Beispiel nicht um ihren Nachwuchs kümmern.

Der Mensch kann aufgrund seines komplexen Gehirns vielleicht darüber nachdenken, aber im Prinzip sind die Vorgänge im Gehirn bei Säugetieren gleich. da ist es egal, ob sich eine Maus um ihre Babys kümmert, eine Hündin um ihre Welpen oder eine Menschenfrau um ihr Baby. Bestimmte Botenstoffe und Instinkte sorgen für das Brutpflegeverhalten. Dieses muss nicht erlernt werden, es geschieht von ganz alleine.

Bei Religion ist das anders. Religiosität ist erlernt. Religiosität basierte in jedem Fall den ich untersuchen konnte auf Irrtümern, Fehlschlüssen, Fehlinformation.

Ich hoffe doch sehr, dass ich von mir nahestehenden Menschen mehr und anders geliebt werde als von meinem Hund.

In den Fällen, die du untersucht hast, mögen Unwissenheit und Fehlinformationen vorliegen, weil eben nichts erlernt wurde.

Wenn Religiösität erlernt ist, frage ich mich, warum Menschen zum Glauben kommen, die bisher in atheistischem Umfeld erzogen und gelebt haben. Allein hier bei GF  ist mir das zumindest schon zweimal passiert. Bin ich jetzt ein Indoktrineur? Ich würde eher sagen, die Leute sind zum Nachdenken gekommen, denn Glaube ist ohne Vernunft nicht denkbar.

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@Raubkatze45

Ich hoffe doch sehr, dass ich von mir nahestehenden Menschen mehr und anders geliebt werde als von meinem Hund.

Wer freut sich denn mehr, wenn du heim kommst?

In den Fällen, die du untersucht hast, mögen Unwissenheit und Fehlinformationen vorliegen, weil eben nichts erlernt wurde.

Ich würde nicht behaupten, dass nichts erlernt wurde, aber alle Fälle, die ich bisher untersuchen konnte, waren auf Irrtümer, Fehlinformationen und Fehlschlüsse zurück zu führen.

Da es sich dabei um eine große Anzahl handelt, ist es naheliegend, dass dies auf alle religiösen Menschen zutrifft.

Dabei handelt es sich nur um eine vorläufige Schlussfolgerung, denn ein einziger Fall, in dem das nicht so ist, würde meine Ansicht ändern.

Wenn Religiösität erlernt ist, frage ich mich, warum Menschen zum Glauben kommen, die bisher in atheistischem Umfeld erzogen und gelebt haben.

Religiosität ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Ich wüsste nicht, wie man ein Kind in einem rein atheistischen Umfeld erziehen sollte, ohne es einzusperren.

Die religiösen Glaubensinhalte sind also präsent. Nun ist eine Erziehung ohne Religion kein Garant dafür, nicht später einem Irrtum zu unterliegen.

Ich würde eher sagen, die Leute sind zum Nachdenken gekommen, denn Glaube ist ohne Vernunft nicht denkbar.

Mir ist in all den vielen Diskussionen mit Gläubigen nie auch nur ein einziger vernünftiger Grund untergekommen, der für die Annahme der Existenz eines Gottes oder Transzendenz spricht. Daraus schließe ich, dass Vernunft mit Religiosität nichts zu tun hat. Vielmehr erscheint Religiosität umso irrationaler, je intensiver man sich damit beschäftigt.

Religiosität basiert einfach auf unbelegten und teils auch nachweislich falschen Annahmen. Ich versuche in meinem Weltbild so viele richtige Annahmen wie möglich und so wenige falsche Annahmen wie möglich zu haben. Daher sind falsche und unbelegte Annahmen nicht Teil meines Weltbildes.

Ich finde es vernünftig etwas nicht zu glauben von dem man nicht weiß, ob es richtig ist.

Unterm Strich ist Glaube also nicht mit Vernunft denkbar, aber sehr wohl ohne.

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