Ist Libertarismus eine verrückte Ideologie?

4 Antworten

Der Libertarismus ist ja selbst noch einmal in ein gutes dutzend unterschiedliche Strömungen aufgeteilt, die jeweils verschiedene Schwerpunkte und Interpretationen haben. Daher kann man gerade bei dieser Theorie nicht pauschal sagen, dass ganze sei so oder so. 

Aber Privatisierung ist nicht wirklich gut.

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@DerKritiker6663

Von einem echten "Kritiker" erwarte ich aber mehr Differenzierung (Späßchen und nicht bös gemeint.). Privatisierung kann auch durch aus gut sein - sie per se als schlecht zu bezeichnen, wäre zu banal. 

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@DerKritiker6663

Nicht jeder der Privatisierung gut findet, ist gleich Libertärer. Anders rum, frage ich dich wegen deiner Gegenfrage auch nicht, ob du Sozialist bist. Beispielsweise auf kommunaler Ebene ist es aufgrund der Verschuldung der Kommunen oft notwendig kommunale Aufgaben an private Akteure zu übertragen, um Kosten zu sparen. So können gewisse staatliche Aufgaben, welche sich der Staat eigentlich gar nicht leisten könnte, trotzdem weiterhin erhalten bleiben. Man denke dabei beispielsweise an: Straßen- und Grünanlagenpflege. 

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@Ms42Ya

Ja aber wichtige Dinge für die Allgemeinheit dürfen einfach nicht privatisiert werden, sonst ist es Rauptierkapitalismus.

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Wenn die USA die nächsten hundert Jahre als Staat erhalten bleiben, dann kann man wohl sagen, dass Libertarismus funktioniert. Aber das werden sie natürlich nicht tun. Du zählst die Gründe ja alle selbst auf.

Libertarismus ist extrem asozial oder?

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@DerKritiker6663

Es ist sogar der Inbegriff von "asozial", da es das genaue Gegenteil von "sozial" darstellt.

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@alexklusiv

Trotzdem behaupten viele Libertäre das Libertarismus sozial wäre. Sie behaupten auch das sie gegen die Neue Weltordnung sind dabei ist das genau die Neue Weltordnung, Herrschaft der Konzerne und Superreichen nichts anderes.

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@DerKritiker6663

Das behaupten sie, weil sie der irrigen Ideologie folgen, dass auf lange Sicht 'alle' profitieren würden, wenn der Markt an Freiheit gewinnt. Aber das ist natürlich schon allein wegen der begrenzten globalen Ressourcen völlig unmöglich, ein Zehntel der Menschen würde zur USA und neun Zehntel zur Ukraine werden, was den Reichtum betrifft. Die ziemlich reichen G7-Staaten verbrauchen mit ihrem 1/10 der globalen Einwohner über 1/3 der globalen Ressourcen, das widerlegt diese Theorie schon.

Märkte brauchen Regeln. Menschen brauchen Freiheit. Nicht umgekehrt - und beides zusammen wird nie funktionieren.

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@alexklusiv

Ja wir würden uns so selbst zerstören. Die Allgemeinheit ist wichtiger als ein Einziger, das ist einfach so, die Menschheit ist nur gemeinsam stark. Aber genau das will die Elite ja teilen und herrschen, das geht indem man die Menschen zu Konsumsklaven macht.

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@DerKritiker6663

Das sehe ich ähnlich. Was mich mal interessieren würde, da die Welt ja nun mal genau so und nicht anders funktioniert, was schlägst du als Lösung vor?

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@alexklusiv

Nun der Kapitalismus muss reguliert werden das ist klar. Und manche Institutionen gehören einfach verstaatlicht, so das es der Allgemeinheit dient.

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@DerKritiker6663

Aber welche Zukunft könnte ein "regulierter" Kapitalismus haben? Wilde Konkurrenz und Geldgier unter der Hand des Gesetzes? Für meine Begriffe ist das keiner modernen Zivilisation würdig. Konkurrenz darf nicht gefördert werden. Güter müssen von Menschen und für Menschen hergestellt werden, das Ziel darf nicht Profit, sondern ein gelungenes Produkt sein. Alles andere schraubt Preise in die Höhe und Qualität in die Tiefe.

Aber dieser Ansatz ist äußerst schwierig umzusetzen, denn die ganze Welt baut heutzutage leider auf dummer Konkurrenz - vor 30 Jahren war es noch die halbe Welt.

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@alexklusiv

Tja viele glauben an der Unfehlbarkeit des Kapitalismus, aber ich fürchte der Kapitalismus wird in einer schrecklichen Dystopie enden wo mächtige Eliten am Schluss das sagen über praktisch alles haben, Neofeudalismus eben. Die NWO ist eben Neofeudalismus.

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@alexklusiv

Libertäre glauben ja sie stehen für die "Freiheit" stimmt nicht. Wen der Staat ganz abgeschafft wird werden eben mächtige Privatkonzerne die Macht übernehmen, diese Konzerne werden sich wohl durchaus bekriegen.

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@DerKritiker6663

Libertäre hätten nämlich gerne die Freiheit andere Auszubeuten zu können, ohne Staat würden sie es noch stärker tun, denn ein unregulierter Markt ist nicht ganz ungefährlich, die Ausbeutung würde steigen.

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Du hast eine so extrem emotionale Reaktion gegen die Ideologie, und denkst diese Ideologie wäre das verrückte?

Beruhige dich, such dir die wichtigsten deiner Fragen heraus, die Antworten dazu gibt es ja schon

bist du ein libertärer oder was? Warum?

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@DerKritiker6663

Der Staat ist eine gewaltbasierte, antiökonomische Institution, die den durch freiwillige Kooperation entstehenden Preismechanismus verzerrt oder gar zerstört, damit die wohlstandsfördende Aufteilung unserer Ressourcen blockiert, und moralisch unvertretbar ist

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@theFIST

Du bist auch gegen Steuern warum? Wie soll eine Gesellschaft funktionieren in der alles privatisiert ist? Was ist mit den Gesetzen? Dann dürfen die Superreichen ja machen was sie wollen ne?

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@DerKritiker6663

natürlich, Steuern sind Raub

sie funktioniert, wie die Gesellschaft schon funktioniert, durch freiwillige Assoziation und Dissoziation, und marktwirtschaftlich aufgebaute Strukturen, nur ohne deren Verzerrung durch institutionalisierte gewaltsame Eingriffe

Der Staat ist nicht die Gesellschaft

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@theFIST


 Aha dann werden die Reichen immer Reicher und die armen immer ärmer, bald haben wir dann eine Neofeudalistische Gesellschaft toll was? Weisst du überhaupt wie gut es dir hier geht?

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@DerKritiker6663

der Unterschied zwischen arm und reich wächst im momentanen System, in dem die überwiegende Mehrheit der 10 Forderungen des kommunistischen Manifests umgesetzt sind

Sozialismus funktioniert nicht, sondern führt automatisch zu wachsender Ungleichheit zwischen der politischen Klasse und der Bevölkerung, einer Ungleichheit die durch Staatsgewalt permanent verankert ist

in einem freieren Markt hingegen scheitern Firmen, die ihren Kunden keinen Zuwachs an Wohlbefinden bringen, wodurch es zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Leute sind, die arm oder reich sind

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@theFIST

Hahaha Kommunismus? Wir haben keinen Kommunismus sondern Rauptierkapitalismus, Korporatismus, Neofeudalismus Oligarchen und Superreiche. Wie soll Raubtierkapitalismus diese soziale Ungleichheiten lösen?

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