Ist Latein oder Französisch schwerer zu lernen?

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10 Antworten

Also ich hab mich vor vielen Jahren in der 5. Klasse dasselbe gefragt. Damals fand ich, dass Französisch eine doofe Sprache ist, und hab deshalb Latein genommen, was sich als unglaublich klug herausgestellt hat ! Nach zwei Jahren Latein hab ich zusätzlich nämlich mit Französisch angefangen und war sofort ziemlich gut. 

Wenn irgendwer sagt, Latein wäre eine tote Sprache und nutzlos, dann glaub demjenigen kein Wort ! 

Aber nochmal zurück zum Schwierigkeitsgrad: Also ich fand Latein am Anfang recht einfach und hatte auch Spaß dran. Mit der Zeit bin ich dann allerdings schlechter, weil fauler geworden. Trotzdem hatte ich weiterhin noch viel im Kopf, was Vokabeln angeht, das bleibt auch irgendwie hängen. 

Als ich in der achten Klasse dann  noch Französisch dazu gekriegt hab, fiel mir das ziemlich leicht, vor allem wegen meiner Lateinkenntnisse. 

Also grundsätzlich denke ich, dass Latein und Französisch etwa gleich schwierig sind, weil beide Sprachen ja miteinander verwandt sind. Aber ironischerweise finde ich Latein viel nützlicher, so als Grundlage fürs Sprachenlernen allgemein. 

Das Erlernen der lateinischen Grammatik hilft außerdem sehr im Deutschunterricht ! Wenn es um die ganzen Bezeichnungen für Wortarten etc. geht, außerdem lernst du mit den Vokabeln viele Silben und Wortbestandteile, die ziemlich häufig in der Fachsprache vorkommen. 

Abgesehen davon lernst du mit Latein so ziemlich alle romanischen Sprachen bis zu einem Gewissen Grad mit. Das betrifft Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und Rumänisch. Dann hilft es auch noch bei Englisch, da viele englische Wörter latein- und/oder französischstämmig sind. 

Also ich würde dir auf jeden Fall zu Latein raten. Von der Schwierigkeit her ist es, wie gesagt, ungefähr so wie Französisch. Und auch wenn es eine "tote"/"ungesprochene" Sprache ist, ist Latein wirklich allgegenwärtig und eine super Grundlage, um andere Sprachen zu erlernen. 

Übrigens hab ich in der 9. Klasse Latein abgelegt und stattdessen Spanisch genommen. Das war auch recht einfach für mich, dank Latein und Französisch. Und dadurch verstehe ich sogar kurze Texte auf Italienisch und Portugiesisch, ohne die Sprachen gelernt zu haben. 

So, ich hoffe, dass mein langer, langer Text hilft :D  

Liebe Grüße :) 

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Kommentar von creative44
26.06.2016, 22:43

Vielen Dank für deine Antwort! :)) war sehr hilfreich

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Kommentar von erdbeertoast14
30.06.2016, 20:17

@Tina Hummler: Stimme dir in allen Punkten zu. Ich hab übrigens auch Latein und jetzt seit der 8. Klasse Französisch. Für die 10. Klasse nächstes Jahr nehme ich auch Spanisch, haha. Mir fällt Latein sehr leicht und es ist auch keine "tote" Sprache wie du gesagt hast, denn sie hilft mir überall weiter und ich kann Latein nur weiterempfehlen...

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Ich finde Französisch schwerer. Und zwar, weil es eine lebende Sprache ist. Man übersetzt nicht nur aus dem Französischen ins Deutsche, sondern muss die Sprache auch sprechen und schreiben.

Latein wirkt auf den ersten Blick schwer wegen der vielen Grammatikregeln, aber ich fand, dass es mit den Jahren immer leichter wurde. So habe ich mit einer 5 auf dem Zeugnis angefangen und hatte nach 5 Jahren eine 2. Nicht, weil ich mehr gelernt hätte, sondern weil ich es wirklich leichter fand.

Vor allem verlangt niemand von einem, diese Sprache auch zu sprechen oder lateinische Aufsätze zu schreiben. Man übersetzt nur ins Deutsche, und wenn man den Dreh einmal raushat und die Vokabeln kann, ist das nicht mehr so schwer.


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Hallo,

ich bin Lateiner mit Herz und Seele. Deshalb möchte ich zunächst einmal die Antwort von TinaHummler empfehlen, weil sie einen wichtigen Teil anspricht. Latein wird dein (Schul)Leben um einiges vereinfachen!

Doch möchte ich noch etwas ergänzen. Ich bin ein eher analytischer, strukturierter und ehrgeiziger Typ. Deshalb viel mir Latein von Anfang an leicht. Denn in Latein hast du nur Erfolg, wenn du Zeit reininvestierst und bereit bist, erstmal sehr viel zu lernen.
Sei es, dass du einen Nachmittag Vokabeln büffelst; sei es, dass du vor einem neuen Thema der Grammatik sitzt und versuchst es zu verstehen oder sei es, dass du schier am Verzweifeln bist, weil du beim Übersetzen schon Ewigkeiten an einer Stelle hängst, es dann aber kurz vorm Aufgeben doch schaffst.

All dies sind Erfahrungen, die vermutlich jeder Lateiner mal macht. Sobald du jedoch deine Basis geschaffen hast, kannst du dich vollständig darauf konzentrieren, welche Schönheiten die Sprache aufweist, welche großartigen Geschichten geschrieben wurden oder welche Tiefe hinter der Philosophie eines Seneca oder den Argumenten Ciceros steckt...nicht umsonst ist Latein die Sprache der Gelehrten!

Damit lernst du also nicht nur eine Sprache, die dir hilft, viele andere Sprachen und auch Fremdwörter zu verstehen, sondern du lernst auch aus "erster Hand" eine der größten Kulturen der Weltgeschichte kennen. Was wären wir schon ohne Rom?

Das Erlernen der lateinischen Grammatik hilft außerdem sehr im Deutschunterricht !

Auch in diesem Punkt stimme ich TinaHummler vollkommen zu, möchte aber auch hier noch etwas hinzufügen: Nicht nur im Unterricht, sondern auch darüber hinaus wird sich dein Stil, dein Wortschatz und damit dein Ausdruck wie von selbst verbessern.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

Beste Grüße

Johannes

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Also ich habe Latein genommen. Wenn man Grammattik und Vocabeln kann ist es eigendlich relativ einfach. Mein Freund macht Französisch und hat gesagt, dass Französisch sehr schwer ist.

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Ich hatte bisher 5 Jahre Latein und 2 Jahre Französisch und dabei kommt mir Latein schwerer vor, was aber auch daran liegen kann, dass ich in Französisch noch nicht so fortgeschritten bin.

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Ich selber habe mich von den beiden Sprachen für Französisch entschieden. Die Sprache ist nicht besonders leicht, aber meiner Meinung nach viel interessanter mit einer wunderbaren Aussprache.

Um auf deine Frage einzugehen, Latein ist meiner Meinung nach einfacher, doch das ist bei jedem anders. Im Latein musst du viel auswendig lernen und im Französich kannst du eben viel quaseln. Natürlich ist die Grammatik schwerer, aber wenn man es  mag zu reden, ist Französisch deutlich einfacher.

lg

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Ich finde beides ziemlich einfach, würde aber sagen, dass Latein ein wenig schwerer ist. Außerdem kann man heutzutage mit Französisch mehr anfangen ^^

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Für beide Sprachen gilt der Spruch:

"per aspera ad astra, wörtlich: „Durch das Raue zu den Sternen“, ist eine lateinische Redewendung. Sie bedeutet: „Über raue Pfade gelangt man zu den Sternen“ oder „Durch Mühsal gelangt man zu den Sternen“."

Lt. Wikipedia

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Wenn du was nützliches willst lieber Französisch. Wenn du mehr auf extrem komplizierte Grammatik stehst, Latein

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Latein ist meiner Meinung nach schwerer. 

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