Ist konventionelles Saatgut immer gebeizt?

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5 Antworten

Hallo Krätergnom, konventionelles Saatgut ist nicht immer gebeizt. Wenn es gebeizt ist muss es auf der Packung vermerkt sein. Die Zuchtfirmen bieten in der REgel beides an. Saatgut aus biologischer Vermehrung bekommst Du bei www.bingenheimersaatgut.de Saatgut was Du im Baumarkt oder sonstwo gekauft hast entspricht oft nicht dem Standard für zertifiziertes Saatgut und ist oft nicht so keimfähig. Aber auch hier muß es angegeben werden, ob es gebeizt ist.

Das denke ich inzwischen auch. Nach meinen Recherchen gibt es zig unterschiedliche Arten von Beizmittel. Allein von den für die Aussaat bestimmten Böden her müssten schon unterschiedliche Beizmittel verwendet werden. Eine Beizung des Saatgut wäre demnach nur sinnvoll, wenn der Pflanzenanbauer eine spezielle Beizung gegen einen bestimmten Schaderreger gleich mit bestellt. Sonst macht eine Beizung keinen Sinn, wenn der Saatguthersteller nicht weiß wogegen.

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Ich betreibe Landwirtschaft in der Schweiz. Hier ist es möglich, bei der Saatgutbestellung anzugeben ob man das Saatgut gebeizt oder ungebeizt beziehen möchte.

Das glaube ich für Deutschland inzwischen auch. Danke für diese Information!

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Hallo Kräutergnom, leider kann ich dir deine Frage nicht beantworten. Aber ich weis wovon du sprichst, diese elenden Beizmittel bringen meine/unsere Bienen um! Kann sich zwar keiner vorstellen( wie jetzt, Saatgut kommt doch in die Erde?), aber es ist so. Die Beizmittel bleiben in der Pflanze und wachsen mit ihr auf. In den Blattachsen bildet sich sogenanntes "Guttationswasser" und dieses mit Gift belasstete Wasser holen unsere Bienen und gehen daran zu Grunde! Leider können wir nicht`s dagegen unternehmen da wir von der Chemielobby ständig abgewürgt werden. MfG

wenn die bienen im frühsommer auf die pflanzen fliegen,ist die beize in der planze dermassen verdünnt,dass keine gefährdung besteht.

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@gansh

Nun ja, erstens brauchen sie das meiste Wasser im Frühjahr und zweitens ist selbst diese "geringe" Konzentration für so ein winziges Insekt, wie eine Biene nun mal ist, schon zuviel!

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@Imker2306

Albert Einstein sagte einst: "Wenn die Bienen aussterben hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben."

Keine Bienen - keine Blütenbestäubung - keine Pflanzen - keine Tiere - keine Menschen.

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@Imker2306

Das mit dem Verdünnen stimmt zwar, aber Bienen sammeln ja die ganze Blühperiode über Nektar und Wasser. Auch stark verdünnte Pestizide sammeln sich auf diese Weise dann doch wieder zu höheren Konzentrationen an. Und viele chemisch hergestellte Beizmittel sollen ja nicht nur das Korn sondern vor allem die jungen Pflanzen vor Pilz- oder Insektenbefall schützen. Das heißt, das Beizmittel bleibt sehr lange in den Pflanzen drin.

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Ja ... konventionelles Saatgut ist immer gebeizt ...

Aber du könntest dich mal an

http://secure.reinsaat.at/cgi-bin/katalog.cgi

wenden ... und dir einen Katalog zusenden lassen.

Außerdem könntest du dort auch wegen des Beizens von Saatgut für deinen eigenen Gebrauch fragen.

Die Menschen bei Reinsaat sind sehr umweltbewußt und denken "nachhaltig" daher werden sie dir sicher gerne Auskunft geben ... oder dich an eine kompetente und uweltbewußte Stelle weiterverweisen.

Nach meinen Recherchen halte ich das inzwischen für eine Verschwörungstheorie in der Bioszene. Man kann das Saatgut nicht mit Beizmitteln überfrachten, muss sich also entscheiden, gegen welche Krankheit gebeizt werden soll. Da aber bei jedem Saatgutkäufer andere Krankheiten auftreten können, würde damit eine Beizung auf Verdacht keinen Sinn ergeben. Demzufolge ist konventionelles Saatgut nur mit einem spezifischen Mittel gebeizt, wenn es so bestellt wurde. Kleinstabpackungen in den Gartenmärkten für Kleingärten sind demzufolge grundsätzlich ungebeizt.

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@Kraeutergnom

Verschwörungstheorie ... in der Bioszene?

Wenn du meinst ... ich danke nicht, dass das so ist ...;-)

Mit dem Überfrachten des Saatgutes hast du vollkommen recht ... aber ... vergiß bitte nicht, die auf dem Markt vertretenen Saatgutproduzenten haben ein Interesse daran, dass ihre Samen möglichst rasch "aufgehen" und anwachsen. Und das erreichen sie durch Beizen (allerdings nicht mit natürlichen sondern mit chemischen Mitteln)!

Und ... gebeizt wird im allgemeinen nach unterschiedlichsten Kriterien und Ansprüchen.

Kleinstabpackungen in den Gartenmärkten sind nicht unbebeizt, wenn sie von den marktführenden Produzenten stammen.

Wenn du dein eigenes Saatgut beizen willst, und dafür Hinweise und Anleitungen suchst, dann kann ich dir ein Buch mit altem Gärtnerwissen empfehlen ...

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i.d.r. ist konventionelles saatgut gebeizt,allerdings sollte es möglich sein, auch ungebeiztes beim saatgutvermehrer zu bekommen.

Wogegen ist konventionelles Saatgut in der Regel gebeizt? Gegen pilzliche Erkrankungen wie Schwarzbeinigkeit? Oder gegen Insekten wie die Möhrenfliege? Das müsste dann schon vom Hersteller angegeben sein, denn die Anbauer benötigen je nach regionales Auftreten von Schaderregern unterschiedliche Beizmittel. Bei großen Bestellungen wie Getreide oder Ölsaaten halte ich es für möglich, dass man eher gebeiztes Saatgut bekommt, weil die meisten Bauern eine spezifische Beize generell mitbestellen. Bei Kleinstabpackungen halte ich es nach meinen Recherchen der letzten Tage inzwischen für unwahrscheinlich. Und wenn doch, müsste die Art des Beizmittels auf der Packung angegeben sein.

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